Archiv für Oktober 2007

8. November, 11 Uhr: Zug der Erinnerung - was die Bahn nicht zeigen wollte

Am 8. November um 11:00 Uhr wird der “Zug der Erinnerung” auf Gleis 1a im Frankfurter Hauptbahnhof einfahren. Dort wird die Ausstellung “Zug der Erinnerung” eröffnet und kann bis etwa 12:30 Uhr besichtigt werden. In der Ausstellung werden Biografien ermordeter Kinder und Jugendlicher aus aus Polen, der früheren UdSSR, Norwegen, Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Italien und Griechenland gezeigt. Außerdem wird die Rolle der Reichsbahn bei den Deportationen thematisiert. Nach der Eröffnung wird die Ausstellung dann am 8. November von 15:00 -20:00 Uhr und am 9. November von 8:00 - 13:00 Uhr am Mainkai in der Nähe des Eisernen Steg zu sehen sein.
Der Zug der Erinnerung war aus der Initiative 11.000 Kinder hervorgegangen. Diese hatte versucht, eine Ausstellung der Söhne und Töchter der Deportierten aus Frankreich auch in deutschen Bahnhöfen zu zeigen, war aber am hartnäckigen Widerstand der Bahn gescheitert. In Frankfurt hatte es zuletzt am 27. Januar 2007 im Hauptbahnhof eine Kundgebung zugunsten der Ausstellung gegeben.

Frankfurter NPD im Paranoia-Anfall

NoNPD In der NPD läuft bekanntlich ganz wie bei ihren historischen Vorbildern nix ohne Führer. Darum zermartert man sich wohl dort das Hirn: wer “führt” die Anti-Nazi-Koordination?? Die Antwort findet Geistesriese Jörg “Werwolf” Krebs schnell: das kann nur der Magistrat sein! Das funktioniert nach der folgenden Logik: weiterlesen ‘Frankfurter NPD im Paranoia-Anfall’

“Die tödlichen Schüsse an der Startbahn West” – Eine szenische Lesung, die durch die Nacht des 2.11.1987 und durch die 80er Jahre führt

Am Freitag, 2. 11. 2007, 20 Uhr, stellt Wolf Wetzel im Bürgerhaus Bornheim Teile seines demnächst erscheinenden Buches über die Ereignisse des 2. November 1987 vor. Dies ist ist der 20. Jahrestag eines Ereignisses, das als Novum in die Geschichte sozialer Bewegungen eingehen sollte: Im Verlauf einer Nachtaktion an der Startbahn West, an der sich ca. 400 StartbahngegnerInnen beteiligten, wurden tödliche Schüsse auf Polizeibeamte abgegeben. Was war tatsächlich passiert? Wie konnte es dazu kommen? weiterlesen ‘“Die tödlichen Schüsse an der Startbahn West” – Eine szenische Lesung, die durch die Nacht des 2.11.1987 und durch die 80er Jahre führt’

“Dann fangen wir von vorne an!” - ein Film über Theodor Bergmann. (Über)Leben eines kritischen Kommunisten im 20. Jahrhundert (Deutschland 2007) mit Theodor Bergmann

Theodor Bergmann FilmDienstag, den 30.10., Mainz, 20:00 Uhr Haus Mainusch, Filmabend und Diskussions- veranstaltung.
Theodor Bergmann, heute 91 Jahre alt, wird an diesem Abend anwesend sein, um persönlich über sein bewegtes kämpferisches Leben zu berichten, und auf Nachfragen zu antworten.
weiterlesen ‘“Dann fangen wir von vorne an!” - ein Film über Theodor Bergmann. (Über)Leben eines kritischen Kommunisten im 20. Jahrhundert (Deutschland 2007) mit Theodor Bergmann’

Laut gegen Nazis: “Wer keine Angst vor dem Vierteilen hat, zieht den Kaiser vom Pferd.”

Hier ein Erlebnisbericht von der lautstarken Lautsprecheraktion aus dem Studentenwohnheim Ludwig-Landmann-Straße gegen die NPD-Demonstration vom 20. Oktober: weiterlesen ‘Laut gegen Nazis: “Wer keine Angst vor dem Vierteilen hat, zieht den Kaiser vom Pferd.”’

Vermummte Nazis - kein Problem! Vermummte AntifaschistInnen: Zugriff!

20.10. Frankfurt a.M. (71) - Anti-NPD-Nazi-Proteste 20.10. Frankfurt a.M. (69) - Anti-NPD-Nazi-Proteste
20.10. Frankfurt a.M. (70) - Anti-NPD-Nazi-Proteste 20.10. Frankfurt a.M. (68) - Anti-NPD-Nazi-Proteste
(Zur Großansicht auf die einzelnen Fotos klicken)
Frankfurt, 20.Oktober, Paul-Zenger-Straße, ca. 12.30 Uhr: an einer Polizeiabsperrung in Hausen / Paul-Dessauer-Haus stürmen plötzlich mit Helm und Schutzweste bewaffnete PolizistInnen über die Absperrung und greifen aus einer Gruppe von etwa 100 AntifaschistInnen einen heraus. Es kommt zum Handgemenge, es fliegen ein Ei und mehrere Kastanien. Mehrere Personen werden festgenommen und erst Stunden später wieder freigelassen, etliche DemonstrantInnen körperlich angegriffen. Begründung für den Angriff: Vermummung.
Frankfurt, 20. Oktober, NPD-Demonstrationsroute: mehrere vermummte NPD-Demonstranten demonstrieren völlig unbehelligt.
Die Polizei greift nicht ein - und positioniert sich damit, wie schon am 7. Juli, politisch völlig eindeutig. In Frankfurt gilt das sogenannte Vermummungsverbot offenbar nur für bestimmte DemonstrantInnen.

Nazis dürfen nicht mitspielen. Ein Anti-Nazi-Sportfest vor Marcel Wölls Haustür

MitternachtssportAuch das noch: nach Verurteilungen wegen Beleidigung und Volksverhetzung, Zoff mit NPD und “Autonomen Nationalisten”, Pleiten, Pech und Pannen am 20. Oktober in Frankfurt, wo seine Demonstration von den eigenen Kräften ganz offensichtlich boykottiert worden ist, muss Hessens Ober-Nazi Marcel Wöll nun auch dies noch ertragen: ein Sportfest der Hessischen Sportjugend und des Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz, direkt vor seiner Haustür in Butzbach-Hochweisel. Im Einladungsplakat werden Wöll und Konsorten ausdrücklich ausgeladen: “Sport macht Jugend fit - Bewegung gegen Rechtsextremismus. Die Teilnahme von Rechtsextremisten sowie von Angehörigen rechtsextremistischer Kameradschaften und Gruppierungen ist nicht erwünscht.”
Plakat Mitternachtssport (PDF)
Termin und Ort: Mitternachtssport. Butzbach-Hochweisel, Hausberghalle,
2. November 2007, 16 Uhr bis 3. November, 1:30 Uhr.

Nazis müssen draußen schlafen …

Die NPD-Landtagsfraktion in Sachsen bekam am 19. Oktober einen Brief mit folgendem Wortlaut: weiterlesen ‘Nazis müssen draußen schlafen …’

Video der Festnahme von Katinka Poensgen

Ein Handy-Video, gedreht von einem Mitdemonstranten, zeigt eine kurze Sequenz von der brutalen Festnahme der Sprecherin der Anti-Nazi-Koordination, Katinka Poensgen, am 20. Oktober an der Breitenbachbrücke. Die Polizisten gehören laut ihrem eigenen Festnahme-Protokoll der in Mainz-Kastel stationierten 12. Bereitschaftspolizei-Einheit an: Video und Protokoll der Ereignisse.

[Video-Link: http://www.youtube.com/watch?v=hZQ-Yt8U0kY]

Es wurde übrigens beobachtet, daß auch die Polizei Dokumaterial von diesem Vorfall gedreht hat, was ja durchaus eine Rolle in einem möglichen Prozeß zu diesem Übergriff spielen könnte. Im Anschluß an die Festnahme betrachtete sich nach dieser Zeugenaussage der gesamte Trupp der Bereitschaftsolizei die Festnahmeszene und ihr Anführer legte, wie beobachtet wurde, offenbar fest, wie diese Bilder zu interpretieren seien (Zeugenabsprache?).

Die nächste Sitzung der Anti-Nazi-Koordination …

… findet am Donnerstag, 1. November, um 19 Uhr im Türkischen Volkshaus, Werrastraße 25, statt.
TOP 1: Auswertung des 20. Oktober
TOP 2: Konsequenzen (Politik, Aktionsformen)
TOP 3: Stand der Gespäche mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppierungen
TOP 4: REP-Demo am 20. Januar 2008
TOP 5: Verschiedenes

Alle AntifaschistInnen sind herzlich eingeladen.

Doris Zutt von der Polizei aus dem Kreistag getragen

NoNPD Nachdem schon Marcel Wöll und Jörg Krebs offensichtliche Probleme mit dem Verhalten in parlamentarischen Gremien an den Tag legten, flog nun die hessische NPD-Urmutter Doris Zutt (Ehringshausen), Inhaberin eines “Patriodenladens” mit NS-Literatur, samt ihrem Fraktionskollegen und Ehemann Alfred aus einer Sitzung des Kreistags Mittelhessen (Wetzlar) und wurde polizeilich entfernt, als sie sich weigerte, zu gehen. Beide Zutts waren am 20. Oktober in Frankfurt in der ersten Reihe von 98 NPD-Demonstranten marschiert, beschützt von 4000 PolizistInnen aus mehreren Bundesländern.

Bericht der FR: NPD fliegt aus Kreistag - Polizei muss einschreiten weiterlesen ‘Doris Zutt von der Polizei aus dem Kreistag getragen’

Weiterer Bericht eines Demonstrationsbeobachters

Der folgende Ausschnitt aus dem Bericht eines Rechtsanwalts und Demonstrationsbeobachters der NPD-Demo am 20. Oktober zum polizeilichen Verhalten gegenüber GegendemonstrantInnen fügt weitere Facetten hinzu: das Verhalten von PolizeibeamtInnen gegenüber Minderjährigen, die Ahnungslosigkeit vieler PolizistInnen über die Rechte von DemobeobachterInnen sowie erneut die Undurchlässigkeit der Breitenbachbrücke, die im offenen Widerspruch zur wahrheitswidrigen Behauptung von Polizeisprecher Jürgen Linker steht, der Zugang zur Demonstration des Römerbergbündnisses an der Niddabrücke sei jederzeit möglich gewesen. Und: könnte Herr Linker uns bitte mal mitteilen, wieviel ZuschauerInnen die NPD-Demo eigentlich hatte? Dann wüßten wir wenigstens, wofür das Ganze nun gut gewesen sein soll…: weiterlesen ‘Weiterer Bericht eines Demonstrationsbeobachters’

Nächste Seite »




no nazi in frankfurt


Flickr Fotos

Memories - 1968 in Frankfurt a.M. 01

Memories - 1968 in Frankfurt a.M. 02

ffm römerberg gedenktafel nazi-bücherverbrennung 1933

More Photos