Archiv der Kategorie 'Termin-Kalender'

7.11. „Friedberg, do it again!“ – Auswertung vom 1. August und ein Ausblick auf 7. November

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Am 7. November steht der Region die nächste Nazidemo ins Haus. Der Termin steht inzwischen fest. Anmelder der Demo ist der NPD-Fascho Stefan Jagsch, das Motto lautet: „Meinungsfreiheit auch für Andersdenkende“.

3789420041_b64fee4ac1_m Allein schon für die Unverschämtheit, Rosa Luxemburg für sich in Anspruch nehmen zu wollen, muß diesem Demoversuch dasselbe unrühmliche Ende beschieden werden, wie dem am 1. August. Ein breites Bündnis, zu dem auch die ANK gehört, bereitet sich seit einigen Wochen bereits darauf vor. AntifaschistInnen können sich hier über den Stand der vorbereiteten Dinge informieren. Auch die Polizei scharrt schon mit den Hufen – erneut unter der bewährten Stabführung unseres Kunden König. In der neuen „Swing“ gibt es eine Auswertung zur Friedberger Nazi-Demo am 1.8. und einen Vorblick auf den 7. November.

  • update 1: Aufruf zum 7.11. und Liste der Bündnisorganisationen: Aufruf Friedberg 7.11.09 PDF-Datei
  • update 2: Die NPD will gegen die Stadt Friedberg vor Gericht ziehen / DGB Friedberg und DGB Kreis Wetterau kündigen Verhinderung der Nazi-Demo an: Wetterauer Zeitung

Aktuelle Hinweise auf Ort und Zeit der Gegenaktivitäten findet Ihr hier schaut  also immer wieder mal nach!

5. September: Nazi-Aktionen in Gelnhausen verhindern!

Für den 5. September rufen NPD und Kameradschaften zu einem Aktionstag in Gelnhausen auf. Geplant sind seitens der Nazis, soweit bekannt, Infostände in der Innenstadt sowie eine Veranstaltung in der Zehntscheune (Müllerwiese), die der Stadt Gelnhausen gehört. Hier treffen sich seit Jahren auch Burschis zu ihren geschlossenen Veranstaltungen. In der Stadt hat sich nun ein außererordentlich breites Bündnis gegen den „Aktionstag“ der NPD am 5. September gebildet (Gelnhäuser Tageblatt). Mit einem Musikfestival an der Müllerwiese und anderen Aktivitäten unter dem Motto „“Eine Stadt steht auf – für mehr Toleranz und Demokratie“ soll den Nazis etwas entgegengesetzt werden – ob das auch die aktive Verhinderung von Nazi-Zusammenrottungen einschließt, ist im Bündnis umstritten. Dazu gehört allerdings anscheinend auch, daß mit Sprüchen wie „Rechte, aber auch Linksextreme haben bei uns keinen Platz“ (O-Ton Bürgermeister Thorsten Stolz, SPD) Faschisten und Antifaschisten absichtsvoll in einen Topf geworfen werden sollen. AntifaschistInnen aus dem Rhein-Main-Gebiet werden in Gelnhausen aktiv werden. Das „Festival“ des Gelnhäuser Bündnis beginnt um 9 Uhr auf der Müllerwiese und wird sich bis in den Abend hinein fortsetzen.

17. August: Nazis kündigen Flashmob-Aktion für Rudolf Hess an

Für den 17. August, 19 Uhr kündigen Nazis in insgesamt über 50 Orten der Republik Flashmob-Aktionen zu Ehren von Rudolf Hess an. Sie sollen überall um 19:30 Uhr beginnen. In Frankfurt: vor Galeria/Kaufhof (Zeil).
Dabei sollen zu genau diesem Zeitpunkt alle TeilnehmerInnen zusammenkommen und „wie versteinert stehenbleiben“ (sic!).
Um 19:33 sollen dann die letzten Worte von Rudolf Hess vorgelesen werden, in denen es blasphemischerweise heißt:
„Stünde ich wieder am Anfang, würde ich wieder handeln wie ich handelte, auch wenn ich wüsste, dass am Ende ein Scheiterhaufen für meinen Flammentod brennt. Gleichgültig was Menschen tun, dereinst stehe ich vor dem Richterstuhl des Ewigen. Ihm werde ich mich verantworten, und ich weiß, er spricht mich frei.“
Um 19:35 sollen alle wieder auseinander gehen.
Das Ganze soll allen Ernstes  „mit einer Atomuhr“ synchronisiert werden (http://www . 17august . info/).
Es kursieren bereits völlig berechtigte Aufforderungen, diese Feierlichkeiten zu Ehren eines NS-Verbrechers zu verhindern. Gut möglich, daß dort niemand lange „wie versteinert“ stehenbleiben kann …
[Vorzügliche Idee für die Gegenaktionen: http://www.anti17august.info/!]

1. August 2009: gemeinsam gegen Nazis und Rassisten in Friedberg und Nidda!

Im Rahmen ihres Treffens am 8. Juni hat die Anti-Nazi-Koordination einen Aufruf gegen den Friedberg-Niddaer Naziaufmarsch diskutiert, der für den 1. August angemeldet worden ist. Der Wortlaut des Aufrufs folgt unten.
Wir werden in den kommenden Tagen an einigen Stellen der Stadt Flugblätter gegen den Naziaufmarsch verteilen und  bereiten für den 30. Juni 2009, 19 Uhr, DGB-Jugendclub, eine öffentliche Info-Veranstaltung zu diesem Thema vor. Dabei werden aus Anlass des Naziaufmarschs am 1. August besonders die anti-islamisch-rassistischen Inhalte der Nazi-Propaganda in den letzten beiden Jahren, die Serie von in diesen Kontext gehörenden mehr oder weniger gelungenen Nazi-Demonstrationen (Wiesbaden 2006, Frankfurt und Nidda 2007, Mainz 2008) analysiert und der Zusamenhang mit dem Frankfurter Moscheebaustreit und seinen Protagonisten: „Hausener Bub“, Moschee-Baugegner-Initiative und Hiltrud Schröter, Wolfgang Hübner und Mina Ahadi, die „pro-“Bewegung, die NPD und die REPs bei bestehenden Unterschieden in seiner gemeinsamen rassistischen und islamfeindlichen Ausrichtung hergestellt.
Ein Diskussionspapier der ANK zur Frage des aktuellen antiislamischen Rassismus  findet sich hier: Anti-Islamischer Rassismus (PDF-Datei)

Für die Vorbereitungen von Aktionen gegen die Demonstration der Nazis am 1. August – dem 65. Jahrestag des  Warschauer Aufstands 1944 -  rufen wir alle antifaschistischen Gruppen zum gemeinsamen Vorgehen gegen die NPD auf, mit dem Ziel, ihre Demonstrationen zu verhindern. Unser Aufruf soll dazu den Beitrag leisten, in Frankfurt für den 1. August zu mobilisieren. Aktuelle Infos von den OrganisatorInnen der Gegenaktionen gegen die Nazi-Demos gibt es immer hier: www.wetterau-nazifrei.de.vu
Zum Aufruf: weiterlesen ‘1. August 2009: gemeinsam gegen Nazis und Rassisten in Friedberg und Nidda!’

25. Mai: Veranstaltung zur „Kapitalismuskritik von rechts“

Die attac-Campus Gruppe lädt für den 25. Mai, 18.30 Uhr zu einer Veranstaltung „Rechte Kapitalismuskritik und Attac- Positionen in der Finanzmarktkrise“ in das KOZ (Campus Bockenheim) ein.
Es sprechen Holger Oppenhäuser und Deborah Ruggieri.

27. April, 20 Uhr, Club Voltaire: Im rechtsnationalen Milieu – Hans Apel

hans-apelVeranstaltung am Montag,
27. April, 20 Uhr im Club Voltaire, Frankfurt.

Referenten:
Rechtsanwalt Markus Künzel, Hans Christoph Stoodt

Im vergangenen Sommer gelang es, dem Flagschiff der Neuen Rechten, Karheinz Weissmanns „Institut für Staatspolitik“ eine Schlappe beizubringen: ein bereits angekündigtes „Kolleg“ im rennomierten Frankfurter InterCity Hotel musste zunächst abgesagt werden, da nach der Ankündigung antifaschistischer Protestaktionen die Hoteleigentümerin Steigenberger AG ein Einsehen hatte und den Rechten den Tagungsraum wieder entzog. Später fand das Ganze dann in der Abgeschiedenheit des „Hauses der Heimat“ (BdV) statt. Hierüber gab es in der jungen Welt am 1.7.2008 ein Interview, in dem einer der Sprecher der Anti-Nazi-Koordination Auskunft über die gesellschaftliche Reichweite von Gruppen wie dem IfS gab und bei der Gelegenheit den ehemaligen Bundesfinanz- und -verteidigungminister Hans Apel (SPD)  als „Teil des rechtsnationalen Milieus“ bezeichnete. Die Aufforderung der Rechtsanwälte des sich beleidigt fühlenden Apel, diese Behauptung künftig zu unterlassen, wurde mit ausführlicher Begründung zurückgewiesen (nachzulesen hier: Hans Apel – Klageschrift-Erwiderung, PDF-Datei).

Das hat nun ein gerichtliches Nachspiel. Apel möchte den unangenehmen Kritiker laut Klageschrift dazu verurteilen lassen, diese Behauptung künftig nicht zu wiederholen – bei einer angedrohten Strafe von 250.000 Euro oder sechs Monaten Haft. Am 29. Mai 2009 sieht man sich in Hamburg vor Gericht. Weitere Infos zu dem angekündigten Prozeß sowie einem Spendenkonto für die zu erwartenden hohen Prozeßkosten im aktuellen Interview in junge Welt.

Spendenkonto:
Sonderkonto Willi van Ooyen
Kontonummer 322955606, Postbank Frankfurt (BLZ: 50010060)
Stichwort: Apel ./. Stoodt

16.05.2009 Frankfurt: antiislamische Rassisten, Eva Herman, evangelikale Rechte starten gemeinsam in den Europa-Wahlkampf

Am kommenden 16. Mai wollen führende ExponentInnen der Partei AUF („Partei für Arbeit, Umwelt und Familie – Christen für Deutschland“ – ein Bündnis von RechtsabspalterInnen aus ÖDP, PBC und „Zentrum“) mit einer Veranstaltung ihren Europawahlampf beginnen, in dem Themen der sogenannten „Islamkritik“, eines reaktionären Familienbildes und einer verschwurbelt evangelikalen Weltsicht mit Ingredienzien wie Bibelfundamentalismus, Kreationismus und „messianisch“ aufgeheiztem Pro-Zionismus miteinander verbündet sind. Als Gaststars werden Eva Herman und H.P. Raddatz, ein islamophober Orientalist und Publizist, erwartet: erstere machte schließlich aufgrund heftiger Debatten zu ihren positiv verstehbaren Worten über die NS-Familienpolitik den Abgang aus dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, letzterer ist seit einiger Zeit einer der vielen „Islamkritiker“, an denen die Bundesrepublik mittlerweile eine bemerkenswerte Dichte aufweist. Hinzu kommen Gabriele Kuby und Martin Lohmann, beide aus der rechtesten Katholikenszene und bedingungslose Fans von „unserem“ Benedikt.
Für die Veranstaltung wird natürlich auch auf „Politically Incorrect“ geworben.
Ort und Zeit: 16. Mai, 11.00  bis 15.30 Uhr, Hotel Excelsior, Mannheimer Straße 7-9, Eintritt frei!

8. Mai: Gedenken für Antifaschistinnen und Antifaschisten in Frankfurt-Nied

Gedenkfeier für 11 Opfer der Nazidikatatur in Frankfurt Nied am Freitag, 8. Mai 2009 um 18.30 Uhr, Nied-Friedhof (an der S-Bahn). Weitere Infos der Veranstalter „Initiative 8. Mai“:  weiterlesen ‘8. Mai: Gedenken für Antifaschistinnen und Antifaschisten in Frankfurt-Nied’

1. Mai 2009: Nazi-Aufmarsch in Mainz

Eine Nazigruppierung „Inititative Südwest“ hat, wie berichtet,  für den 1. Mai 2009 einen Aufmarsch in Main angekündigt. Hiergegen mobilisiert eine breites Bündnis unter der Losung „Wir stellen uns quer!“
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Die Anti-Nazi-Koordination unterstützt diese Aktion und wird sich an ihr beteiligen. Das Bündnis gegen den Mainzer Nazi-Aufmarsch hat das Blog „Wir stellen uns Quer“ eingerichtet, auf dem der Aufruf gegen den Nazi-Aufmarsch und aktuelle Nachrichten zu finden ist.

1. Mai in Mainz LIVE-TICKER:
Twitter: http://twitter.com/ankffm
identica: http://identi.ca/ank

UPDATE 29. April:
Die Entscheidung des OVG ist gefallen. Die NPD-Demo findet statt.
Wichtige Änderungen:

  • Zeit: 12 – 18 Uhr
  • Route: Die Route ist etwas abgeändert: Bahnhofsvorplatz, Schottstrasse, Kaiserstrasse (entgegen der Fahrtrichtung), Zwischenkundgebung auf der Kaiserstrasse Höhe Hindenburgplatz, um die Christuskriche, Bauhofstrasse, Große Bleiche, Zwischenkundgebung Neubrunnenplatz, Neubrunnenstrasse, Kaiserstrasse in Fahrtrichtung zum Bahnhofsvorplatz zurück.
  • Treffpunkt für uns:
    ab 07:30 DGB-Haus Mainz, Kaiserstraße 26 – 30,
    Veranstaltung des DGB, Frühstück, Beratung und Aktion.
  • LETZE NEUIGKEIT: Die Nazi-Demo in Hannover bleibt verboten. Viele Anzeichen deuten daraufhin, daß Nazis aus dem gesamten Süden und Westen der Republik daraufhin nach Mainz mobilisieren. Der DGB Mainz hat in dieser Situation seine ursprünglich geplante Mai-Kundgebung an der „Alten Patrone“ abgesagt und unmittelbar vor das Gewerkschaftshaus, also direkt auf die Nazi-Route verlegt. Noch einmal bekräftigen DGB und IG Metall Mainz die Einladung an alle AntifaschistInnen, ab 7:30 im Gewerkschaftshaus zu frühstücken – unmittelbar an der Nazi-Demoroute, die vom Ordnungsamt gestern bestätigt worden ist.LETZTE INFOS: wie WAP-Ticker, EA-Nummer 0176–66 44 82 69 und Infotelefon 0177–97 47 939 hier nachlesen

2009-05_1-mai_kein-nazi-aufmarsch-in-mainzUPDATE 21.04.:
Treffpunkt zur gemeinsamen Fahrt mit der S-Bahn nach Mainz: 1. Mai, 07:00 Uhr, Hauptbahnhof Frankfurt (Tiefgeschoß)

UPDATE 24.04.:
Nazi-Aufmarsch in Mainz am 1. Mai wieder genehmigt

weiterlesen ‘1. Mai 2009: Nazi-Aufmarsch in Mainz’


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no nazi in frankfurt

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2009 Friedberg Anti-Nazi-Demo 02

2009 Friedberg Anti-Nazi-Demo  01

2009 Frankfurt: Wir zahlen nicht für eure Krise (01)

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