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	<title>Anti-Nazi-Koordination Frankfurt a.M.</title>
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		<title>Anti-Nazi-Koordination Frankfurt a.M.</title>
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		<title>Polizei und Verfassungsschutz lügen uns wieder an. Diskussionsbeitrag der ANK zu den &#8222;NSU&#8220;-Morden</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Jan 2012 10:57:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verf.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Spätestens seit dem Tod der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn lügen die Behörden zu dem Tatkomplex. Einem &#8222;Phantom&#8220; wurde mit bekannt falschen DNA-Spuren publizistisches Leben eingehaucht (1). Offensichtlich sollten die wahren Hintergründe der Tat verschleiert werden. Die Aufklärer von LKA und LfV führten die Presse und damit die Öffentlichkeit auf eine falsche Fährte (2). Heute [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=7064&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Spätestens seit dem Tod der Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn lügen die Behörden zu dem Tatkomplex. Einem &#8222;Phantom&#8220; wurde mit bekannt falschen  DNA-Spuren publizistisches Leben eingehaucht (1).<br />
Offensichtlich sollten die wahren Hintergründe der Tat verschleiert werden. Die Aufklärer von  LKA und LfV führten die Presse und damit die Öffentlichkeit auf eine falsche Fährte (2).</p>
<p>Heute sollen wir ihren &#8222;Informationen&#8220; über einen Doppelselbstmord mit vorheriger Selbstverbrennung Glauben schenken. Es wird höchste Zeit  andere Fragen zu stellen.</p>
<p><span id="more-7064"></span></p>
<p>Warum gibt es keine Informationen zu Autopsieberichten und Tatortberichten? Wer hat in dem Fahrzeug der Neonazis, zumindest ihre politische Überzeugung ist sicher, wen erschossen? Wieso kommt es bei einer Polizeikontrolle zu diesem angeblichen Selbstmord? Immerhin sollen diese Täter mindestens zehn Menschen ermordet haben und verschiedene Banküberfälle durchgeführt haben. Wurde bei den Banküberfällen nur die eine Waffe benutzt, die die Neonazis mit allen Taten in Verbindung bringt? Warum wurde diese Waffe, dieses zentrale Beweismittel, immer mitgeführt? Bedeutet das Schweigen der Behörden, dass hier wieder Lügen aufeinander abgestimmt werden? Vorbehaltlich der Richtigkeit des Protokolls der Defense Intelligence Agency (DIA) könnten bei der Erschießung der Polizistin in Heilbronn sogar Mitarbeiter des türkischen, eines us-amerikanischen und eines deutschen Geheimdienstes anwesend gewesen sein, die im Zusammenhang mit der &#8222;Sauerlandgruppe&#8220; Personen observierten (3).</p>
<p>Welches Interesse steht hinter diesem Verhalten? Brauchen sie so etwas wie eine neonazistische Al-Kaida? Jeder Brandanschlag wird jetzt mit einer Terrorgruppe in Verbindung gebracht. Oder gab es hier nur eine zufällige unglückliche Überschneidung von Interessen verschiedener Dienste? Immer wieder in der Vergangenheit tischten die Behörden absurde Darstellungen auf, wenn verdeckte Ermittler oder bezahlte Spitzel der Geheimdienste involviert waren. Erinnert sei hier nur an das Celler Loch (4), die Ermordung der Familie Genc in Solingen (5) oder die Erschießung von Wolfgang Grams in Bad Kleinen (6).</p>
<p>Auf der Strecke bleibt hier jedenfalls die Wahrheit allgemeiner neo-nazistischer Gewalt. Wesentliches Mittel gesellschaftlicher Veränderung ist für Faschisten die Vernichtung des Gegners. Die diese vorbereitende Entmenschlichung des Gegenübers findet bei Demonstrationen ihren Ausdruck in Sprechchören wie &#8222;Schlagt den Linken die Schädeldecke ein&#8220; und &#8222;Linkes Gezeter, 9 Millimeter&#8220;, in T-Shirt-Aufdrucken wie &#8222;Hunting season&#8220; (7), der darstellt wie auf Schwarze geschossen wird oder Liedern wie denen von Garde18 &#8222;wetzt die langen Messer auf dem Bürgersteig, lasst sie flutschen in den Judenleib&#8220; (8) und anderer Nazibands.</p>
<p>Diesen Auswüchsen standen und stehen stehen die Behörden mit beachtlicher Liberalität gegenüber, während in Frankfurt ein Plakat zur Verhinderung eines Naziaufmarsches, auf dem der Slogan &#8222;&#8220;Den Nazis auf die Pelle rücken&#8220;, illustriert mit einer Gabel in einer Fleischwurst, als Aufruf zur Gewalt gewertet wurde und und seine Beschlagnahmung zur Folge hatte. Die oben zitierten Slogans zB. wurden sämtlich während der Nazidemo am 7.7.2007 in Frankfurt skandiert. Sie stellten Straftatbestände dar &#8211; allerdings nicht in den Augen der anwesenden Staatsanwaltschaft Frankfurt, die der Einsatzleitung nach Aussage eines Journaisten anscheinend die Anweisung erteilt hatte, her gegen nicht einzuschreiten (http://antinazi.wordpress.com/2007/10/19/was-in-frankfurt-strafbar-ist-und-was-nicht/).</p>
<p>Der Verfassungsschutz und die mit ihm verbandelten Behörden sind offensichtlich außer Kontrolle. Die Parlamentarische Kontrollkommission ist eine Farce. Die Parlamentarier erklären öffentlich, dass sie selbst dort unter der Vorgabe der Verschwiegenheit keine Informationen bekommen.</p>
<p>Verfassungsschutz und die sogenannten Staatsschutzabteilungen der Polizeien sind also nicht die Instrumente der bürgerlichen Gesellschaft zur Bekämpfung des Extremismus. Sie sind der ausgeführte bürgerliche Extremismus.<br />
Sie sind nicht auf Grund eines Verwaltungsmangels außer Kontrolle. Sie sind notwendig außer Kontrolle. Sie sehen sich notwendig als letztes innenpolitisches Bollwerk gegen den Feind. Sie brechen Gesetze in einem höheren Interesse, sei dies zur &#8222;nationalen Sicherheit&#8220; verbrämt oder einfach als &#8222;nationales Interesse&#8220; formuliert. Da muss man, um den &#8222;Antiterror-Kampf&#8220; nicht zu gefährden, möglicherweise auch zum Tod einer Polizistin lügen. Sie tun dies und werden von Politikern gedeckt und gefördert.</p>
<p>Dieses innenpolitische Selbstverständnis findet seine Entsprechung in der Außenpolitik. BND und KSK sind hier die Exekutive des bürgerlichen Extremismus. Erinnert sei hier unter Anderem an die Vorwürfe eines KSK-Mannes im Stern, der Angst hatte, dass die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan im Anti-Drogen-Krieg eingesetzt werden sollten. Im Zuge dieses Interviews teilte er mit, dass die KSK in Calw &#8222;assasination&#8220; trainiere (9). Das ist der Terminus für einen Auftragsmord. Ob durch Scharfschützen oder Drohnen ausgeführt, sind solche Aktionen jedenfalls weder mit dem Grundgesetz noch dem Strafgesetzbuch vereinbar. Sie werden aber zum Schutze der Interessen, die sich hinter dem Begriff &#8222;Krieg gegen den Terror&#8220; verbergen, durchgeführt. Zum Glück der Verantwortlichen werden diese Aktionen öffentlich so wenig in Frage gestellt, dass es keiner öffentlichen Rechtfertigungen bedarf (10). Dieser Zustand ist unerträglich.</p>
<p>Der Rechtsextremismus, als Überidentifikation mit der Staatsmacht, führt nur den Krieg, den Deutschland gegen Muslime in Afghanistan führt, gegen den vermeintlichen Feind in diesem Land durch.</p>
<p>Vielleicht erklärt sich hierdurch die Nähe der Akteure.</p>
<p>(1) STERN 2009.07.14 (http://www.stern.de/presse/vorab/phantom-von-heilbronn-ermittler-taeuschten-monatelang-die-oeffentlichkeit-706237.html)</p>
<p>(2) STERN 2010.09.10 (http://www.stern.de/panorama/heilbronner-polizistenmord-die-mysterioese-mafia-islamisten-verbindung-1603210.html)</p>
<p>(3) STERN 2011.11.30 (http://www.stern.de/politik/deutschland/heilbronner-polizistinnenmord-waren-verfassungsschuetzer-zeuge-beim-mord-an-michele-kiesewetter-1757092.html)</p>
<p>(4) WIKIPEDIA (http://de.wikipedia.org/wiki/Celler_Loch)</p>
<p>(5) SPIEGEL 1994.05.30 (http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=13684942&amp;aref=image017/SP1994/022/SP199402200160019.pdf&amp;thumb=false)</p>
<p>(6) SPIEGEL 1994.06.06 (http://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=13685403&amp;aref=image017/SP1994/023/SP199402300300032.pdf&amp;thumb=false)</p>
<p>(7) ANK 2007.07.21 (http://antinazi.wordpress.com/2007/07/21/pressekonferenz-der-anti-nazi-koordination-20-juli-2007-alle-materialien/)</p>
<p>(8) KONTRASTE 2004.08.26 (http://www.rbb-online.de/kontraste/ueber_den_tag_hinaus/extremisten/volksverhetzung_mit.html)</p>
<p>(9) STERN 2005.07.11 (http://www.stern.de/politik/deutschland/3-afghanistan-einsatz-diesmal-wird-es-tote-geben-542896.html)</p>
<p>(10) KONTRASTE 2011.02.03 (http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_03_02/drohnenkrieg.html)</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/antinazi.wordpress.com/7064/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/antinazi.wordpress.com/7064/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/antinazi.wordpress.com/7064/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/antinazi.wordpress.com/7064/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/antinazi.wordpress.com/7064/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/antinazi.wordpress.com/7064/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/antinazi.wordpress.com/7064/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/antinazi.wordpress.com/7064/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/antinazi.wordpress.com/7064/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/antinazi.wordpress.com/7064/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/antinazi.wordpress.com/7064/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/antinazi.wordpress.com/7064/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/antinazi.wordpress.com/7064/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/antinazi.wordpress.com/7064/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=7064&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>&#8222;Total extrem&#8220; &#8211; Auseinandersetzung mit der &#8222;Extremismustheorie&#8220;</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2012 18:03:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verf.</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Theorie und Geschichte des Faschismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Die &#8222;Extremismus&#8220;-Theorie, fleischgeworden in der Gestalt der Bundesfamilinministerin und ihrer Ziehväter Jesse und Backes, im Hintergrund begleitet vom weit rechten &#8222;Extremismusforscher&#8220; Knütters, wird derzeit gegen alles, was links ist, in Stellung gebracht. Sollte Christian Wulff als Bundespräsident sein verdientes Ende finden, droht als sein Nachfolger Joachim Gauck -  ein militanter Anhänger genau dieser Theorie und [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6963&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8222;Extremismus&#8220;-Theorie, fleischgeworden in der Gestalt der Bundesfamilinministerin und ihrer Ziehväter Jesse und Backes, im Hintergrund begleitet vom weit rechten &#8222;Extremismusforscher&#8220; Knütters, wird derzeit gegen alles, was links ist, in Stellung gebracht.<br />
Sollte Christian Wulff als Bundespräsident sein verdientes Ende finden, droht als sein Nachfolger Joachim Gauck -  ein militanter Anhänger genau dieser Theorie und gegen die Linke gerichteten Praxis, und somit Vertreter eines Rechtsrucks hin zur Sarazzinisierung der Gesellschaft.<br />
Daß Gauck in der letzten Bundesversammlung Kandidat von Rot-Grün war, ist da leider kein Gegenargument. Auch Sarazzin ist ja Sozialdemokrat.<br />
Unten folgend findet sich ein Link zur PDF-Version der von der Antifaschistischen Linken Berlin herausgegebenen Broschüre &#8222;Total extrem&#8220;, in der Geschichte und Intention der &#8222;Extremismus&#8220;- bzw. &#8222;Totalitarismustheorie&#8220; im Zusammenhang dargestellt werden. Diese setzt Links und Rechts gleich, verharmlost so die Gefahr von Neonazismus und ist explizit gegen linke, antifaschistische Ansätze gericht. <a href="http://www.antifa-pberg.de/cms/phocadownload/x_trem_web.pdf?download=32%3Aqtotal-extremq">Link zur Broschüre als PDF</a>.  Zusammenfassung des Inhalts:<br />
<span id="more-6963"></span> Zum Inhalt:</p>
<p>Broschüre &#8222;TOTAL EXTREM – die (neue) Funktion der Totalitarismus- und Extremismusideologien&#8220;</p>
<p>Berlins Innensenator Körting spricht von »rotlackierten Faschisten«, im Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Regierung sollen die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel gegen Rassisten und Faschisten auch gegen »Linksextremismus« Anwendung finden. In jedem zweiten Artikel der Massenmedien, in jeder Talkshow gehört die Gleichsetzung von Links und Rechts – ob aktuell oder im historischen Mäntelchen – zum guten Ton, der oftmals noch versucht wird, wissenschaftlich zu verkaufen.</p>
<p>Dass sowohl die Totalitarismus-  als auch die Extremismusideologie explizit gegen linke, antifaschistische Ansätze gerichtet sind, um antikapitalistische Positionen zu diskreditieren und linke Strukturen »zu schleifen«, ist zentrales Thema dieser Broschüre.</p>
<p>Hier wird mit der vermeintlichen Wissenschaftlichkeit solcherlei Ansätze ebenso aufgeräumt wie auch jene Protagonist_innen benannt, die ideologisch an vorderster Front zusammen mit den Innenbehörden fortschrittlichen Ansätzen das Wasser abgraben oder mit Repression überziehen wollen.</p>
<p><strong>Mit Beiträgen von:</strong><br />
Antifaschistische Linke Berlin [ALB] | Avanti Berlin | Florian Back | Christoph Butterwegge | Alex Demirovic/Paulina Baader | Donella Donowitz | LAG Antifaschismus DIE LINKE Berlin | Wolfgang Wippermann | Mezze Wolf</p>
<p><strong>Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:</strong></p>
<p>•    Der Extremismusbegriff | Überblick und Begruffseingrenzung<br />
•    Fatale Gleichsetzung | Politische Funktion des Extremismusansatzes<br />
•    Zwei Seiten, zwei Medaillien | Standhaftigkeit gegen faschistische Gewalt und Brutalität<br />
•    Selbstvergewisserung durch Distanzierung | Über Bündnisarbeit und Akzeptanz verschiedener Aktionsansätze<br />
•    Monopol und Gewalt | Über den zwanghaften Charakter bestehender Verhältnisse<br />
•    »Sistema totalitario« | Wissenschaftliche Dünnhäutigkeit von Totalitarismusansätzen<br />
•    Ein Garten voller Böcke | Who is who beim Übergang vom konservativen Lager zur Neuen Rechten<br />
•    Das Fürchten gelehrt | Über konkrete Auswirkungen der Extremismusideologie<br />
•    Aysche und Klausi Randale | Wenn staatstragende Propaganda als Bildung daherkommt<strong><br />
</strong></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/antinazi.wordpress.com/6963/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/antinazi.wordpress.com/6963/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/antinazi.wordpress.com/6963/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/antinazi.wordpress.com/6963/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/antinazi.wordpress.com/6963/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/antinazi.wordpress.com/6963/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/antinazi.wordpress.com/6963/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/antinazi.wordpress.com/6963/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/antinazi.wordpress.com/6963/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/antinazi.wordpress.com/6963/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/antinazi.wordpress.com/6963/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/antinazi.wordpress.com/6963/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/antinazi.wordpress.com/6963/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/antinazi.wordpress.com/6963/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6963&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Antifaschistisches Info-Blatt (AIB): Der &#8222;Nationalsozialistische Untergrund&#8220;</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 10:21:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verf.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antifa]]></category>
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		<description><![CDATA[AIB veröffentlicht einen informativen Überblick über die bisherigen Erkenntnisse zum &#8222;NSU&#8220; und die staatliche Verwicklung in seine Entstehung: &#8222;Es klang wie das Ende einer Geschichte als am 4. November 2011 zwei Männer im thüringischen Eisenach tot in einem brennenden Wohnmobil aufgefunden wurden. Doch was die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden und die Recherchen von Journalist_innen innerhalb weniger [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6959&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>AIB veröffentlicht einen informativen Überblick über die bisherigen Erkenntnisse zum &#8222;NSU&#8220; und die staatliche Verwicklung in seine Entstehung:<br />
&#8222;<em>Es klang wie das Ende einer Geschichte als am 4. November 2011 zwei Männer im thüringischen Eisenach tot in einem brennenden Wohnmobil aufgefunden wurden. Doch was die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden und die Recherchen von Journalist_innen innerhalb weniger Tage zum Vorschein brachten, machte schnell deutlich: Der Tod von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos wird in die Geschichtsbücher eingehen, denn, so weiß man heute, er markiert einen traurigen Höhepunkt neonazistischen Terrors in Deutschland und das Versagen der Sicherheitsorgane.</em>&#8220;   <a href="http://aib.nadir.org/index.php/archiv/76-dernsu-93">weiter</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/antinazi.wordpress.com/6959/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/antinazi.wordpress.com/6959/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/antinazi.wordpress.com/6959/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/antinazi.wordpress.com/6959/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/antinazi.wordpress.com/6959/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/antinazi.wordpress.com/6959/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/antinazi.wordpress.com/6959/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/antinazi.wordpress.com/6959/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/antinazi.wordpress.com/6959/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/antinazi.wordpress.com/6959/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/antinazi.wordpress.com/6959/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/antinazi.wordpress.com/6959/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/antinazi.wordpress.com/6959/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/antinazi.wordpress.com/6959/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6959&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>28. Januar: Demo &#8222;STAATLICHE UNTERSTÜTZUNG FUR NAZIS BEENDEN – VERFASSUNGSSCHUTZ AUFLÖSEN!&#8220;</title>
		<link>http://antinazi.wordpress.com/2012/01/05/28-januar-demo-staatliche-unterstutzung-fur-nazis-beenden-verfassungsschutz-auflosen/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 09:44:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verf.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antifa]]></category>
		<category><![CDATA[Neonazis, Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Rechte]]></category>
		<category><![CDATA[NPD, Reps, DVU]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
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		<category><![CDATA[Termine]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Anti-Nazi-Koordination arbeitet im „Netzwerk Frankfurter Antifaschist_innen“ mit, die für den 28. Januar 2012, 14 Uhr, Hauptbahnhof Frankfurt, Kaisersack &#8222;STAATLICHE UNTERSTÜTZUNG FUR NAZIS BEENDEN – VERFASSUNGSSCHUTZ AUFLÖSEN!&#8220; zu einer Demonstration aufruft. Die Demonstrationsroute verläuft vom Hauptbahnhof zur Hauptwache und von dort zum Römerberg. Verschiedene Redebeiträge sind vorgesehen. So wird Peer Heinelt über die Geschichte des [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6951&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Anti-Nazi-Koordination arbeitet im „Netzwerk Frankfurter Antifaschist_innen“ mit, die für den 28. Januar 2012, 14 Uhr, Hauptbahnhof Frankfurt, Kaisersack &#8222;STAATLICHE UNTERSTÜTZUNG FUR NAZIS BEENDEN – VERFASSUNGSSCHUTZ AUFLÖSEN!&#8220;<br />
zu einer Demonstration <a href="http://frankfurtermobi.blogsport.de/demo-28-januar/">aufruft</a>.<br />
Die Demonstrationsroute verläuft vom Hauptbahnhof zur Hauptwache und von dort zum Römerberg. Verschiedene Redebeiträge sind vorgesehen. So wird Peer Heinelt über die Geschichte des „Verfassungsschutzes“ informieren, ein Vertreter der Antifa [f] wird über aktuelle Nazistrukturen im Rhein-Main-Gebiet informieren und Silvia Gingold wird über 40 Jahre Berufsverbote in der BRD referieren – exakt am 40. Jahrestag jener ominösen Konferenz der Ministerpräsidenten, in denen der sog. „Radikalenerlaß“ verabschiedet wurde, auf dessen Basis bis heute aktive AntifaschistInnen verfolgt werden – unter Mithilfe der gleichen Behörden, die zeitgleich Nazis finanzieren, aufrüsten und schützen. Weitere Redebeiträge sind in Planung.<br />
Zudem wollen wir diese Demonstration auch für die Mobilisierung gegen den Dresdner Naziaufmarsch nutzen.<br />
Unseren Aufruf dazu findet Ihr <a href="http://frankfurtermobi.blogsport.de/2011/12/14/dresden-nazifrei-aufruf-2012-online/">hier</a>.<br />
In den nächsten Tagen werden wir für beide Termine plakatieren und Flyer verteilen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/antinazi.wordpress.com/6951/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/antinazi.wordpress.com/6951/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/antinazi.wordpress.com/6951/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/antinazi.wordpress.com/6951/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/antinazi.wordpress.com/6951/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/antinazi.wordpress.com/6951/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/antinazi.wordpress.com/6951/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/antinazi.wordpress.com/6951/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/antinazi.wordpress.com/6951/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/antinazi.wordpress.com/6951/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/antinazi.wordpress.com/6951/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/antinazi.wordpress.com/6951/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/antinazi.wordpress.com/6951/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/antinazi.wordpress.com/6951/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6951&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">ank-redaktion</media:title>
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		<title>Dresden, 18.2. 2012: Aller guten Dinge sind drei &#8211; Naziaufmarsch zum dritten Mal verhindern!</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 09:39:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verf.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antifa]]></category>
		<category><![CDATA[Aufrufe]]></category>
		<category><![CDATA[Neonazis, Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Rechte]]></category>
		<category><![CDATA[NPD, Reps, DVU]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Vorbereitungen zur regionalen Mobilisierung gegen Europas größten Naziaufmarsch laufen auf Hochtouren. Auch in diesem Jahr haben unterschiedliche Nazigruppen wieder angekündigt, am 18. Februar durch Dresden zu marschieren. Damit wollen sie heuchlerisch an die Toten der alliierten Bombenangriffe im Februar 1945 erinnern, denen damals etwa 25.000 Menschen zum Opfer fielen. In geschichtsrevisionistischer Manier stilisieren sich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6948&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vorbereitungen zur regionalen Mobilisierung gegen Europas größten Naziaufmarsch laufen auf Hochtouren.<br />
Auch in diesem Jahr haben unterschiedliche Nazigruppen wieder angekündigt, am 18. Februar durch Dresden zu marschieren.<br />
Damit wollen sie heuchlerisch an die Toten der alliierten Bombenangriffe im Februar 1945 erinnern, denen damals etwa 25.000 Menschen zum Opfer fielen.<br />
In geschichtsrevisionistischer Manier stilisieren sich die Nachfolger der Nazis von damals, der Täter und Kriegstreiber also, als Enkel von Opfern.<br />
Sie blenden dabei aus, daß auch in Dresden die Bevölkerung ganz überwiegend bis zum bitteren Ende an der Seite der Nazi-Führung standen.<br />
Sie mißachten bewußt die historische Tatsache, daß aufgrund der Bobenangriffe Hunderte politischer Häftlinge und aus rassischen Gründen Verfolgter des Naziregimes in Dresden fliehen und so ihr Leben retten konnten.<br />
Sie suchen und finden ihren Platz im Rahmen der offiziellen städtischen Trauerfeierlichkeiten, in denen weithin zwischen Tätern und Opfern des Krieges nicht unterschieden wird.</p>
<p>Zweimal, 2010 und 2011 ist es bereits gelungen, durch massenhafte antifaschistische Menschenblockaden den faschistischen „Trauermarsch“ Tausender Nazis erfolgreich zu verhindern – beide Male gegen die wütenden und gewalttätigen Versuche von Polizei und Nazis, den Faschistenmarsch doch noch durchzusetzen.</p>
<p>In diesem Jahr gibt es zwei weitere Gründe, alle guten Dinge drei sein zu lassen:</p>
<ul>
<li>2011 liefen die sächsischen Sicherheitsbehörden nach der erfolgreichen Blockade quasi Amok: sie überwachten Hunderttausende Handygespräche, brachen in das Pressezentrum des Bündnis „Dresden-Nazifrei“ ein, verfolgten noch monatelang und bis zur Stunde AntifaschistInnen im gesamten Bundesgebiet</li>
<li>wie die gesamte Öffentlichkeit inzwischen nun noch genauer weiß, waren es jahrelang die Sicherheitsbehörden wie etwas der thüringische Verfassungsschutz selber, die mit Hunterttausenden Euro jahrelang Nazitruppen finanziert und damit auch mittelbar bewaffnet haben, sie vor juristischer Verfolgung geschützt, Ihre Unterschlupfe gedeckt haben. Über jahre wurde im Rahmen der SoKos „“Bosporus“ und „Döner“ – unter rassistischen Begrifflichkeiten also, in die falsche Richtung „ermittelt“. Möglicherweise wurde im Zusammenhang der Nazi-Mordserie die Polizistin Michèle Kiesewetter unter den Augen von Angehörigen deutscher und US-amerikanischer Sicherheitsbeamter von Tätern des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) ermordet.</li>
</ul>
<p>Die Anti-Nazi-Koordination arbeitet im „<a href="http://antinazi.wordpress.com/2011/06/01/netzwerk-frankfurter-antifaschistinnen/">Netzwerk Frankfurter Antifaschist_innen</a>“ mit. Wir mobilisieren gemeinsam dafür, daß möglichst viele FrankfurterInnen mit uns am 18.2. nach Dresden fahren, um sich den nazis entgegen zu stellen. Informiert Euch regelmäßig auf unserer seite und auf http://frankfurtermobi.blogsport.de über den Stand der Dinge, kommt zu den Vorbereitungstreffen, helft mit beim Verbreiten des Aufrufs gegen den Nazimarsch in Dresden und vor allem: kommt mit!<br />
<strong>Über Bustickets, Abfahrtszeiten und -orte informieren wir Euch hier und auf der seite des Netzwerks Frankfurter AntifaschistInnen regelmäßig.</strong></p>
<p>Am 28.1.2012, 14 Uhr, Kaisersack (Hauptbahnhof Frankfurt) findet eine Demonstration gegen die staatliche Unterstützung von Nazis, für die Auflösung des verfassungsschutzes und zur Mobilisierung gegen den Dresdner nazimarsch statt. Infos <a href="http://antinazi.wordpress.com/2012/01/05/28-januar-demo-staatliche-unterstutzung-fur-nazis-beenden-verfassungsschutz-auflosen/">hier</a>.</p>
<p><a href="http://www.dresden-nazifrei.com/index.php?option=com_content&amp;view=section&amp;layout=blog&amp;id=8&amp;Itemid=54&amp;lang=de">Bundesweiter Aufruf des Bündnis &#8222;Dresden-Nazifrei&#8220; zum 18.2.</a><a href="http://frankfurtermobi.blogsport.de/2011/12/14/dresden-nazifrei-aufruf-2012-online/"><br />
Frankfurter Aufruf</a> zur Mobilisierung nach Dresden</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/antinazi.wordpress.com/6948/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/antinazi.wordpress.com/6948/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/antinazi.wordpress.com/6948/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/antinazi.wordpress.com/6948/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/antinazi.wordpress.com/6948/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/antinazi.wordpress.com/6948/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/antinazi.wordpress.com/6948/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/antinazi.wordpress.com/6948/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/antinazi.wordpress.com/6948/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/antinazi.wordpress.com/6948/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/antinazi.wordpress.com/6948/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/antinazi.wordpress.com/6948/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/antinazi.wordpress.com/6948/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/antinazi.wordpress.com/6948/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6948&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Die nächste Sitzung der Anti-Nazi-Koordination&#8230;</title>
		<link>http://antinazi.wordpress.com/2011/12/05/die-nachste-sitzung-der-anti-nazi-koordination-13/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 14:26:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verf.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; findet am Mittwoch 25.1.2012, 19 Uhr im Türkischen Volkshaus, Werrastraße 29 (Nähe Westbahnhof), statt. Wir treffen uns auch ansonsten immer am jeweils letzten Mittwoch eines Monats um 19 Uhr im Türkischen Volkshaus. Außerordentliche Termine werden eigens angekündigt.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6940&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; findet am Mittwoch 25.1.2012, 19 Uhr im Türkischen Volkshaus, Werrastraße 29 (Nähe Westbahnhof), statt.<br />
Wir treffen uns auch ansonsten immer am jeweils letzten Mittwoch eines Monats um 19 Uhr im Türkischen Volkshaus.<br />
Außerordentliche Termine werden eigens angekündigt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/antinazi.wordpress.com/6940/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/antinazi.wordpress.com/6940/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/antinazi.wordpress.com/6940/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/antinazi.wordpress.com/6940/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/antinazi.wordpress.com/6940/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/antinazi.wordpress.com/6940/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/antinazi.wordpress.com/6940/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/antinazi.wordpress.com/6940/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/antinazi.wordpress.com/6940/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/antinazi.wordpress.com/6940/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/antinazi.wordpress.com/6940/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/antinazi.wordpress.com/6940/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/antinazi.wordpress.com/6940/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/antinazi.wordpress.com/6940/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6940&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>182 Opfer extrem rechter, rassistischer und neofaschistischer Gewalt&#8230;</title>
		<link>http://antinazi.wordpress.com/2011/11/28/182-opfer-extrem-rechter-rassistsicher-und-neofaschistischer-gewalt/</link>
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		<pubDate>Mon, 28 Nov 2011 12:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verf.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neonazis, Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Rechte]]></category>
		<category><![CDATA[NPD, Reps, DVU]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; gibt es seit 1990. So die Zählung der Antonio Amadeu &#8211; Stiftung, benannt nach einem Opfer der Nazis: Quelle. Ihre Namen dürfen nicht vergessen werden. Die Regierung der BRD behauptet nach wie vor, es handele sich &#8222;nur&#8220; um 48 Morde von Nazis im selben Zeitraum. Wir fordern sie auf, aus der folgenden Liste diejenigen zu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6933&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; gibt es seit 1990. So die Zählung der Antonio Amadeu &#8211; Stiftung, benannt nach einem Opfer der Nazis: <a href="https://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/chronik-der-gewalt/todesopfer-rechtsextremer-und-rassistischer-gewalt-seit-1990">Quelle</a>. Ihre Namen dürfen nicht vergessen werden.<br />
Die Regierung der BRD behauptet nach wie vor, es handele sich &#8222;nur&#8220; um 48 Morde von Nazis im selben Zeitraum.<br />
Wir fordern sie auf, aus der folgenden Liste diejenigen zu streichen, die ihrer Meinung nach unberechtigt in ihr enthalten sind:</p>
<p><strong>182 Todesopfer extrem rechter, rassistischer, antisemitischer und neofaschistischer Gewalt seit 1990</strong></p>
<p><strong>(Quelle: <a href="https://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/chronik-der-gewalt/todesopfer-rechtsextremer-und-rassistischer-gewalt-seit-1990">https://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/news/chronik-der-gewalt/todesopfer-rechtsextremer-und-rassistischer-gewalt-seit-1990</a>) </strong><strong> </strong><strong></strong></p>
<p><strong>1990 </strong><strong></strong></p>
<p><strong>1. Mahmud Azhar, 40 Jahre</strong><br />
Der pakistanische Doktorand Mahmud Azhar wurde am 7. Januar 1990 von einem DDR-Bürger auf dem Gelände der Freien Universität Berlin rassistisch beschimpft und geschlagen. Als er telefonisch Hilfe rufen wollte, schlug ihn der Angreifer mit einem Feuerlöscherrohr auf den Kopf. Am 6.März erlag er seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>2. Andrzej Fratczak</strong><br />
Am 7. Oktober 1990 wurde er bei einem Überfall durch drei Jugendliche vor einem Nachtclub in Lübbenau (Brandenburg) totgeschlagen und -getreten. Die drei deutschen Täter wurden zu Freiheitsstrafen von acht Monaten zu dreidreiviertel Jahren verurteilt. Zwei von ihnen waren an einem Angriff auf das Asylbewerberheim in Lübbenau beteiligt.</p>
<p><strong>3. Amadeu Antonio Kiowa, 28 Jahre </strong><br />
Am 25. November 1990 wurde er in Eberswalde (Brandenburg) bei einem Angriff von 50 Rechtsextremisten auf drei Personen afrikanischer Herkunft vor einem Gasthof mit Knüppeln ins Koma geprügelt. Er starb elf Tage später.</p>
<p><span id="more-6933"></span></p>
<p><strong>4. Klaus-Dieter Reichert, 24 Jahre</strong><br />
Am 11. Dezember 1990 wurde er in seiner Wohnung in Berlin-Lichtenberg von drei Skinheads, die beauftragt waren bei ihm Schulden einzutreiben, zusammengeschlagen. In Panik sprang er aus dem Fenster, fiel zehn Stockwerke tief und starb.</p>
<p><strong>5. Nihad Yusufoglu, 17 Jahre</strong><br />
Er wurde am 28. Dezember 1990 in Hachenburg (Rheinland-Pfalz) von einem gleichaltrigen Skinhead mit einem Messerstich ins Herz getötet.</p>
<p><strong>6. Obdachloser, 31 Jahre </strong><br />
Er wurde am 31. Dezember 1990 in Flensburg (Schleswig-Holstein) von jugendlichen Skinheads zusammengeschlagen und -getreten. Er starb sechs Tage später an seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>7. Alexander Selchow, 21 Jahre, Bundeswehrsoldat</strong><br />
Am 31. Dezember 1990 wurde er in Rosdorf (Niedersachsen) von zwei 18-jährigen Skinheads, die der FAP (Freiheitliche Deutsche Arbeiterpartei) angehörten, mit mehreren Messerstichen schwer verletzt. Er starb am 01.01.1991 an den Folgen des Angriffs.</p>
<p><strong>1991</strong></p>
<p><strong>8. Jorge João Gomondai, 28 Jahre (RT)</strong> <strong>(A)</strong><br />
Am 31. März 1991 wurde Jorge João Gomondai in Dresden (Sachsen) während einer Auseinandersetzung mit Skinheads aus einer fahrenden Straßenbahn gestoßen oder sah sich aus Angst dazu gezwungen, aus der Bahn zu springen. Er starb an seinen schweren Kopfverletzungen.</p>
<p><strong>9. Matthias Knabe, 23 Jahre</strong><br />
Matthias Knabe wurde bei Gifhorn (Niedersachsen) von 15 Rechtsextremen am 08.05.1991 angegriffen. Im Verlauf des Angriffs trieben sie den Punk auf die Bundesstraße 4, wo er von einem Auto erfasst wurde. Er erlitt schwere Hirnverletzungen, die am 4. März 1992 zu seinem Tod führten.</p>
<p><strong>10. Helmut Leja, 39 Jahre, Obdachloser (HM)</strong><br />
Der Obdachlose Helmut Leja wurde am 4. Juni 1991 in Gifhorn-Kästorf (Niedersachsen) von einem Jugendlichen erstochen. Der Täter gehörte der örtlichen Skinheadszene an und beschimpfte Helmut Leja im Vorfeld als „Abschaum“.</p>
<p><strong>11. Agostinho Comboio, 34 Jahre (RT)</strong> <strong>(A)</strong><br />
Am 15. Juni 1991 wurde Agostinho Comboio in Friedrichshafen (Baden-Württemberg) von einem Rechtsextremen verprügelt und erstochen.</p>
<p><strong>12. Samuel Kofi Yeboah, 27 Jahre (RT)</strong> <strong>(A)</strong><br />
Am 19. September 1991 verbrannte Samuel Kofi Yeboah in einem Asylbewerberheim in Saarlouis (Saarland), auf das ein Brandanschlag verübt worden war.</p>
<p><strong>13. Gerd Himmstädt, 30 Jahre</strong><br />
Er wurde am 1. Dezember 1991 in Hohenselchow (Brandenburg) von sieben Jugendlichen mit Baseballschlägern zusammengeschlagen. Die Täter gehören nach eigenem Bekunden „dem Kern der rechten Szene an“. Gerd Himmstädt verstarb am 3. Dezember 1991 an den Folgen des Angriffs.</p>
<p><strong>14. Timo Kählke, 29 Jahre (RT)</strong> <strong>(A)</strong><br />
Er wurde am 12. Dezember 1991 in Meuro (Brandenburg) von Mitgliedern einer &#8222;Wehrsportgruppe&#8220; erschossen, als diese sein Auto für einen geplanten Überfall stehlen wollten.</p>
<p><strong> </strong><strong>1992</strong></p>
<p>15. 18-Jähriger<br />
Ein 18-jähriger Jugendlicher wurde am 05. Januar 1992 in Gransee (Brandenburg) von 15 Neonazis erschlagen.</p>
<p><strong>16. &#8211; 18.  Dreiköpfige Familie aus Sri Lanka</strong><br />
Sie starben am 31. Januar 1992 bei einem Brandanschlag auf ihre Flüchtlingsunterkunft in Lampertheim (Hessen).</p>
<p><strong>19. Dragomir Christinel, 18 Jahre, Asylbewerber </strong><br />
Er wurde am 15. März 1992 bei einem Überfall von 25 Skinheads auf ein Asylbewerberheim in Saal (Mecklenburg-Vorpommern) aus Rache für eine vorausgegangene Auseinandersetzung zwischen Deutschen und Rumänen zu Tode geprügelt.</p>
<p><strong>20. Gustav Schneeclaus, 52 Jahre, Seemann</strong><br />
Weil er Hitler als &#8222;großen Verbrecher&#8220; bezeichnet hatte, wurde er am 18. März 1992 in Buxtehude (Niedersachsen) von Skinheads so schwer misshandelt, dass er am 22. März 1992 an den Folgen seiner Verletzungen starb.</p>
<p><strong>21. Ingo Finnern, 31 Jahre, Obdachloser</strong><br />
Nachdem er sich am 19. März 1992 in Flensburg (Schleswig-Holstein) gegenüber einem Skinhead als Sinto zu erkennen gegeben hatte, wurde er  von diesem ins Hafenbecken gestoßen und ertrank.</p>
<p><strong>22. Erich Bosse</strong><br />
Er kam am 4. April 1992 bei einem Brandanschlag auf ein Asylbewerberheim in Hörstel (Nordrhein-Westfalen) ums Leben.</p>
<p><strong>23. Nguyen Van Tu, 24 Jahre</strong><br />
Am 24. April 1992 wollte er zwei vietnamesischen Freunden helfen, die in Berlin-Marzahn von einer Gruppe rechter Jugendlicher verprügelt wurden. Er wollte die Jugendlichen zur Rede stellen und wurde jedoch von einem von ihnen mit einem Messer erstochen.</p>
<p><strong>24. Thorsten Lamprecht, 23 Jahre</strong><br />
Am 9. Mai 1992 wurde er in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) bei einem Überfall von 60 Skinheads auf eine Punk-Fete mit Baseballschlägern angegriffen. Er erlag seinen Verletzungen am 11. Mai 1992.</p>
<p><strong>25. Emil Wendtland, 50 Jahre, Obdachloser</strong><br />
Er wurde am 1. Juli 1992 von drei Skinheads, die sich zum &#8222;Penner klatschen&#8220; verabredet hatten, im Rosengarten von Neuruppin (Brandenburg) zusammengeschlagen und anschließend erstochen.</p>
<p><strong>26. Sadri Berisha, 56 Jahre</strong><br />
Am 8. Juli 1992 wurde der Kosovo-Albaner von sieben Skinheads, die &#8222;Polacken klatschen&#8220; wollten, bei einem Angriff auf seine Unterkunft in Ostfildern-Kemnat (Baden-Württemberg) mit einem Baseballschläger erschlagen.</p>
<p><strong>27. Dieter Klaus Klein, 49 Jahre, Obdachloser</strong><br />
Weil er sich über den Lärm und die &#8222;Sieg Heil&#8220;-Rufe beschwert hatte, wurde er am 1. August 1992 im Stadtpark von Bad Breisig (Rheinland-Pfalz) von zwei Skinheads zusammengetreten und danach mit einem Kampfmesser erstochen.</p>
<p><strong>28. Ireneusz Szyderski, 24 Jahre, Erntehelfer</strong><br />
Nach dem Besuch eines Diskozeltes am 3. August 1992 in Stotternheim (Thüringen) wurde er nach dem Versuch das Gelände über einen Zaun zu verlassen, von drei Ordnern, die der Skinheadszene angehörten, so schwer verprügelt, dass er an den Verletzungen an Kopf und Rücken starb.</p>
<p><strong>29. Frank Bönisch, 35 Jahre, Obdachloser</strong><br />
Er starb am 24. August 1992, als ein 23-jähriger Skinhead auf dem Zentralplatz in Koblenz (Rheinland-Pfalz) die gesamte Munition seiner Handfeuerwaffe auf eine Gruppe Obdachloser, Punks und Drogenabhängiger abfeuerte.</p>
<p><strong>30. Günter Heinrich Hermann Schwannecke, 58 Jahre, Obdachlose</strong><br />
Am 29. August 1992 wurden er und ein weiterer Obdachloser auf einer Parkbank in Berlin-Charlottenburg von einem Mitglied des Ku-Klux-Klan mit einem Baseballschläger zusammengeschlagen. Er erlag am 5. September 1992 seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>31. Waltraud Scheffler, Aushilfskellnerin</strong><br />
Sie versuchte, bei einem Überfall von Neonazis auf ein Lokal in Geierswalde (Sachsen) am 11. Oktober 1992 auf die mit &#8222;Sieg Heil&#8220;-Rufen Eindringenden einzureden und wurde dabei mit einer Holzlatte auf den Kopf geschlagen. An ihren schweren Verletzungen starb sie zwölf Tage später.</p>
<p><strong>32. Rolf Schulze, 52 Jahre, Obdachloser</strong><br />
Am 7. November 1992 wurde er bei Lehnin (Brandenburg) von zwei Skinheads getreten, geschlagen, mit einer Propangasflasche verprügelt und mehrmals in den Kölpinsee untergetaucht. Seine Leiche wurde mit Benzin übergossen und angezündet.</p>
<p><strong>33. Karl-Hans Rohn, 53 Jahre, Metzger</strong><br />
Am 13. November 1992 wurde er in Wuppertal (Nordrhein-Westfalen) in einem Lokal von zwei Rechtsextremisten geschlagen, angezündet und erstickt, nachdem er sich als Jude ausgegeben hatte.</p>
<p><strong>34. Alfred Salomon, 92 Jahre</strong><br />
Der jüdische Holocaustüberlebende Alfred Salomon wurde am 21. November 1992 in einem Altenheim in Wülfrath (Nordrhein-Westfalen) von einem Oberführer in der Organisation &#8222;Todt&#8220; wegen seiner jüdischen Herkunft beschimpft. Er starb an einem Herzinfakt nach dem ihn der Täter mehrmals schlug.</p>
<p><strong>35. Silvio Meier, 27 Jahre, Drucker</strong><br />
Er gehörte zu einer Gruppe von vier Linken, die am 21. November 1992 in Berlin in eine Auseinandersetzung mit fünf Neonazis gerieten, als jene einen von ihnen aufforderten, den Aufnäher &#8222;Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein&#8220; abzunehmen. Zwei der Begleiter Silvio Meiers wurden schwer verletzt, er selbst mit Messerstichen in die Lunge getötet.</p>
<p><strong>36. Bahide Arslan, 51 Jahre</strong><br />
Am 23. November 1992 verbrannte sie in Mölln (Schleswig-Holstein) bei einem von Neonazis verübten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der Türkei stammenden Familien bewohnt wurde.</p>
<p><strong>37. Ayse Yilmaz, 14 Jahre</strong><br />
Am 23. November 1992 verbrannte sie in Mölln (Schleswig-Holstein) bei einem durch Neonazis verübten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der Türkei stammenden Familien bewohnt wurde.</p>
<p><strong>38 Yeliz Arslan, 10 Jahre</strong><br />
Am 23. November 1992 verbrannte sie in Mölln (Schleswig-Holstein) bei einem durch Neonazis verübten Brandanschlag auf ein Haus, das von aus der Türkei stammenden Familien bewohnt wurde.</p>
<p><strong>39. Bruno Kappi, 55 Jahre, Zeitungsverteiler</strong><br />
Am 15. Dezember 1992 wurde er vor einem Kaufhaus in Siegen tot aufgefunden. Zwei Neonazis schlugen Bruno Kappi brutal zusammen, traten dann auf ihn ein und ließen ihn anschließend sterbend am Boden liegen.</p>
<p><strong>40. Hans-Jochen Lommatsch, 51 Jahre, Baumaschinist</strong><br />
Er wollte am 18. Dezember 1992 in Oranienburg (Brandenburg) nach seinem Auto sehen, als er von zwei Skinheads angegriffen und von einem der beiden mit Tritten und Faustschlägen getötet wurde.</p>
<p><strong>41. Sahin Calisir, 20 Jahre</strong><br />
Er wurde am 27. Dezember 1992 auf der Autobahn 57 bei Meerbusch (Nordrhein-Westfalen) von einem Rechtsradikalen mit dem Auto verfolgt und gerammt. Aus Angst verließ Sahin Calisir seinen Wagen, wurde von einem vorbeifahrenden Auto überfahren und starb.</p>
<p><strong> </strong><strong>1993</strong></p>
<p><strong>42. Karl Sidon, 45 Jahre, Parkwächter</strong><br />
Am 18. Januar 1993 geriet er in Arnstadt (Thüringen) mit rechten Jugendlichen, mit denen er schon mehrfach Auseinandersetzungen gehabt hatte, in einem Streit und wurde bewusstlos geschlagen. Danach zogen ihn die Jugendlichen auf die Straße, wo er von vorbeifahrenden Autos überfahren wurde. Er starb im Krankenhaus.</p>
<p><strong>43. Mario Jödecke, 23 Jahre</strong><br />
Am 24. Januar 1993 kam es in Schlotheim (Thüringen) vor einer Pizzeria während eines &#8222;Heavy-Metal-Abends&#8220; zu einer Schlägerei zwischen einer Gruppe linker Punks und einer Gruppe rechter Heavy Metals. Im Verlauf der Schlägerei wurde Mario Jödecke, der mit einem Baseballschläger bewaffnet war, von einem 17-jährigen Skinhead durch einen Messerstich ins Herz getötet.</p>
<p><strong>44. Mike Zerna, 22 Jahre</strong><br />
Er wurde am 19. Februar 1993 in Hoyerswerda (Sachsen) bei einem Überfall von rechten Skinheads auf linke Musiker zusammengeschlagen. Sie riefen &#8222;&#8220;Schlagt die Zecken tot!&#8220;" und kippten ein Auto auf den schon am Boden liegenden Mike Zerna. Er starb sechs Tage später an seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>45. Mustafa Demiral, 56 Jahre</strong><br />
Am 9. März 1993 wurde der Herzkranke in Mülheim/Ruhr (Nordrhein-Westfalen) von zwei Deutschen rassistisch angepöbelt. Als er sich zur Wehr setzte, zielten sie mit einer Gaspistole auf seinen Kopf. Mustafa Demiral brach zusammen und starb kurz darauf an einem Herzanfall.</p>
<p><strong>46. Hans-Peter Zarse, 18 Jahre</strong><br />
Am 12. März 1993 geriet der Skinhead mit einem weiteren Mitglied der Szene in der Nähe von Uelzen (Niedersachsen) während einer Moped-Panne in Streit. Sein Kamerad fühlte sich in seiner „Ehre beeinträchtigt“, um sie &#8222;wieder herzustellen&#8220; erstach er den 18-Jährigen.</p>
<p><strong>47. Matthias Lüders, 23 Jahre, Wehrpflichtiger</strong><br />
Bei einem Überfall von 40 rechten Skinheads auf eine Diskothek in Obhausen (Sachsen-Anhalt) am 24. April 1993 erhielt er zwei Schläge auf den Kopf und erlag zwei Tage später seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>48. Belaid Baylal, 42 Jahre, Asylbewerber</strong><br />
Am 4. November 2000 starb er an den Spätfolgen eines Angriffs zweier Skinheads am 8. Mai 1993 in einer Gaststätte in Belzig (Brandenburg). Er war seinerzeit beschimpft und verprügelt worden und hatte mit lebensgefährlichen Verletzungen am Dünndarm ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen. Er starb schließlich am dritten Darmverschluss.</p>
<p><strong>49. Jeff Dominiak, 25 Jahre</strong><br />
Am 26. Mai 1993 wurde der deutsch-ägyptische Schauspieler Jeff Dominiak bei Waldeck (Brandenburg) von einem betrunkenem 17-jährigen Neonazi mit einem gestohlenen Auto überfahren.</p>
<p><strong>50. Gürsün Inçe, 27 Jahre</strong><br />
Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus in Solingen (Nordrhein-Westfalen).</p>
<p><strong>51. Hatice Genç, 18 Jahre</strong><br />
Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus in Solingen (Nordrhein-Westfalen).</p>
<p><strong>52. Hülya Genç, 9 Jahre</strong><br />
Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus in Solingen (Nordrhein-Westfalen).</p>
<p><strong>53. Saime Genç, 4 Jahre</strong><br />
Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus in Solingen (Nordrhein-Westfalen).</p>
<p><strong>54. Gülüstan Öztürk, 12 Jahre</strong><br />
Sie starb am 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag auf das von der Familie Genç bewohnte Haus in Solingen (Nordrhein-Westfalen).</p>
<p><strong>55. Horst Hennersdorf, 37 Jahre, Obdachloser</strong><br />
Am 5. Juni 1993 wurde er in Fürstenwalde (Brandenburg) von zwei jungen Rechtsextremisten zu Tode gequält. Mehrere Zeugen beobachteten die Tat ohne einzuschreiten.</p>
<p><strong>56. Obdachloser, 33 Jahre</strong><br />
Der Schlafende wurde am 16. Juli 1993 in Marl (Nordrhein-Westfalen) als &#8222;Judensau&#8220; beschimpft und von einem rechten Skinhead mit Schlägen und Tritten bewusstlos geschlagen. Er starb drei Monate später, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben.</p>
<p><strong>57. Hans-Georg Jakobson, 35 Jahre</strong><br />
Am 28. Juli 1993 wurde der Schlafende von drei rechten Skinheads in einer S-Bahn nahe Strausberg (Brandenburg) geschlagen und getreten. Anschließend warfen sie ihn aus der fahrenden S-Bahn. Er starb an seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>58. Bakary Singateh, 19 Jahre, Asylbewerber</strong><br />
Er wurde am 7. Dezember 1993 im Eilzug von Hamburg nach Buchholz (Niedersachsen) von einem 54-jährigen Deutschen durch einen Messerstich in den Bauch tödlich verletzt, weil sich dieser durch den Asylbewerber gestört gefühlt hatte.</p>
<p><strong> </strong><strong>1994</strong></p>
<p><strong>59. Ali Bayram, 50 Jahre, Unternehmer</strong><br />
Am Abend des 18. Februar 1994 wurde er in seiner Wohnung in Darmstadt (Hessen) von seinem Nachbarn erschossen. Auch seine Tochter wurde von einer Kugel am Arm verletzt. Der Nachbar war der Familie schon längere Zeit als Neonazi bekannt. Er begründete die Tat damit, dass die fünfköpfige Familie zu laut gewesen sei.</p>
<p><strong>60. Eberhart Tennstedt, 43 Jahre</strong><br />
Der Obdachlose Eberhart Tennstedt wurde am 5. April 1994 in Quedlinburg (Sachsen-Anhalt) von einer Clique im Alter von 21 bis 23 Jahren geschlagen und mit Schüssen aus einer Gaspistole in einen Fluss getrieben. Die Täter hinderten ihr Opfer daran den Fluss zu verlassen, woraufhin der alkoholisierte Tennstedt ertrank. </p>
<p><strong>61. Klaus R., 43 Jahre</strong><br />
Er geriet am 28. Mai 1994 mit einer Gruppe von sechs rechten Skinheads, die eine Wohnung in einem Mietshaus in Leipzig (Sachsen) besetzt hatten, in einen Streit und wurde von diesen zu Tode geprügelt.</p>
<p><strong>62. Beate Fischer, 32 Jahre, Prostituierte</strong><br />
Am 23. Juli 1994 wurde sie von drei Skinheads getötet und vor die Mülltonnen eines Hauses in Berlin-Reinickendorf gelegt. Sie war den Tätern zunächst freiwillig gefolgt, wollte nach einer Misshandlung jedoch gehen. Daraufhin wurde sie mehrfach vergewaltigt und anschließend erwürgt.</p>
<p><strong>63. Jan W., 45 Jahre, Bauarbeiter</strong><br />
Am 26. Juli 1994 wurde der Pole von einer Gruppe junger Deutscher in die Berliner Spree getrieben, gewaltsam daran gehindert ans Ufer zurückzuschwimmen und ertrank.</p>
<p><strong>64. Gunter Marx, 42 Jahre</strong><br />
Am 6. August 1994 wurde er in Velten (Brandenburg) von einer Gruppe von Rechten, die ihn ausrauben wollten, vom Fahrrad getreten. Als er ihnen sagte, dass er kein Geld bei sich habe, wurde er von einem der Rechten mit einem schweren Schraubenschlüssel erschlagen.</p>
<p><strong>65. Piotr Kania, 18 Jahre</strong><br />
Am 6. November 1994 geriet er auf dem Bahnhof von Rotenburg/Fulda (Hessen) in eine Auseinandersetzung mit fünf Bundeswehrrekruten. Nach Zeugenaussagen war einer der Soldaten eindeutig als Rechter erkennbar, weswegen ihn Kania als &#8222;Nazischwein&#8220; bezeichnete und ihn bis zum Bahnhofsvorplatz verfolgte, wo jener sich schließlich plötzlich umdrehte und ihm einen Stoßdolch gezielt ins Herz rammte.</p>
<p><strong>66. Michael Gäbler, 18 Jahre</strong><br />
Am 20. November 1994 kam es in einem Jugendklub in Zittau (Sachsen) während einer Party zu einem Streit mit einem Gast, der auf Grund nationalistischer Sprüche Hausverbot erteilt bekam. Gäbler und ein Begleiter führten danach eine verbale Auseinandersetzung mit ihm, 150 Meter vom Klubhaus entfernt. Als sich der Begleiter zum Gehen abwandte, stach der bekennende Nazi mehrmals auf Gäbler ein, der daraufhin an den schweren Verletzungen starb.</p>
<p><strong>1995</strong></p>
<p><strong>67. Horst Pulter, 65 Jahre, Obdachloser</strong><br />
Am 5. Februar 1995 wurde der auf einer Parkbank im Stadtpark von Velbert (Nordrhein-Westfalen) Schlafende von sieben rechtsextremistischen Jugendlichen durch Tritte verletzt. Einer der Jugendlichen versetzte ihm zum Schluss einen tödlichen Messerstich.</p>
<p><strong>68. Peter T., 24 Jahre, Bundeswehrsoldat</strong><br />
Am 25. Mai 1995 wurde er bei einem Ausflug an einen Stausee bei Hohenstein/Ernstthal (Sachsen) von etwa zwanzig Skinheads, die zuvor Pakistanis angegriffen hatten, zusammengeschlagen. Er starb neun Tage später.</p>
<p><strong>69. Dagmar Kohlmann, 25 Jahre</strong><br />
Am 16. Juli 1995 wurde sie in Altena (Nordrhein-Westfalen) vom vorbestraften und per Haftbefehl gesuchten Neonazi Thomas Lemke und seiner Freundin stundenlang auf das Schwerste misshandelt und nach ihrem gewaltsamen Tod in einem Wald verscharrt. Während der Gerichtsverhandlung teilte der Täter mit, dass er jemanden habe umbringen wollen, &#8222;einfach irgendjemanden, der dumm genug ist, in unsere Wohnung mitzukommen&#8220;.</p>
<p><strong>70. Klaus-Peter Beer, 48 Jahre</strong><br />
In der Nacht zum 7. September 1995 wurde der Homosexuelle von zwei Skinheads in Amberg (Bayern) in die Vils geworfen und ertrank.</p>
<p><strong> </strong><strong>1996</strong></p>
<p><strong>71. Maiamba Bunga</strong><br />
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><strong>72. Nsuzana Bunga</strong><br />
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><strong>73. Françoise Makodila</strong><br />
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><strong>74. Christine Makodila</strong><br />
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><strong>75. Miya Makodila</strong><br />
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><strong>76. Christelle Makodila</strong><br />
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><strong>77. Legrand Makodila</strong><br />
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><strong>78. Jean-Daniel Makodila</strong><br />
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><strong>79. Rabia El Omari</strong><br />
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><strong>80. Sylvio Amoussou</strong><br />
Verbrannt in der Nacht zum 18. Januar 1996 bei einem Anschlag auf ein Flüchtlingsheim in Lübeck (Schleswig-Holstein).</p>
<p><strong>81. Patricia Wright, 23 Jahre</strong><br />
Am 3. Februar 1996 wurde sie in Bergisch Gladbach (Nordrhein-Westfalen) von dem Neonazi Thomas Lemke misshandelt, vergewaltigt und anschließend erstochen, weil sie bei einer früheren Begegnung einen &#8222;Nazis Raus&#8220;-Aufnäher auf der Jacke getragen hatte.</p>
<p><strong>82. Sven Beuter, 23 Jahre</strong><br />
Am 15. Februar 1996 wurde er in Brandenburg/Havel (Brandenburg) von einem Skinhead so schwer verprügelt, dass er fünf Tage später starb. Der Täter wollte an ihm seinen Hass auf &#8222;Zecken&#8220;, wie Linke und Punks von der rechten Szene genannt werden, ablassen.</p>
<p><strong>83. Martin Kemming, 26 Jahre</strong><br />
Am 15. März 1996 wurde der Aussteiger aus der rechten Szene in Dorsten-Rhade (Nordrhein-Westfalen) von dem Neonazi Thomas Lemke erschossen. Dieser hatte Kemming für einen Verräter gehalten, da er von ihm angezeigt und belastet worden war.</p>
<p><strong>84. Bernd G., 43 Jahre, Geschäftsmann</strong><br />
Am 8. Mai 1996 wurde er in Leipzig-Wahren (Sachsen) nach einer Zechtour mit drei Rechtsextremisten von ihnen zusammengeschlagen und erstochen. Die Leiche versenkten die drei Täter im Ammelshainer See, wo sie eine Woche später gefunden wurde.</p>
<p><strong>85. Boris Morawek, 26 Jahre</strong><br />
Am 11. Juli 1996 wurde er auf einem Platz in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern) von zwei Skinheads mit Tritten und Schlägen traktiert, weil er als &#8222;Kinderschänder keine Rechte mehr habe&#8220;. Von Zeugen gerufene Polizisten verhinderten nicht, dass weiterhin auf ihn eingetreten wurde. Zwei Tage später starb er an seinen schweren Kopfverletzungen.</p>
<p><strong>86. Werner Weickum, 44 Jahre, Elektriker</strong><br />
Er wurde am 19. Juli 1996 am Bahnhof von Eppingen (Baden-Württemberg) von einer rechtsgerichteten Jugendbande überfallen, ausgeraubt und zu Tode geprügelt.</p>
<p><strong>87. Andreas Götz, 34 Jahre</strong><br />
Er starb an den Folgen eines Überfalls durch sechs rechte Jugendliche am 1. August 1996 in Eisenhüttenstadt (Brandenburg). Sie erbeuteten 90 DM und erpressten die Geheimnummer seiner EC-Karte, indem sie auf ihn einschlugen und ihm auf den Kopf sprangen.</p>
<p><strong>88. Achmed Bachir, 30 Jahre, Asylbewerber</strong><br />
Er wurde am 23. November 1996 in Leipzig (Sachsen) vor einem Gemüseladen mit einem Messerstich ins Herz getötet, als er zwei deutschen Kolleginnen zu Hilfe kommen wollte, die von zwei Skinheads attackiert und als &#8222;Türkenschlampen&#8220; bezeichnet worden waren.</p>
<p><strong>1997</strong></p>
<p><strong>89. Phan Van Toau, 42 Jahre</strong><br />
Er wurde am 31. Januar 1997 am Bahnhof Fredersdorf (Brandenburg) von einem 30-Jährigen und einem 36-Jährigen auf Grund ihres Ausländerhasses mehrfach geschlagen und mit dem Kopf auf den Betonboden geworfen. Er starb am 30. April 1997 in einer Rehabilitationsklinik.</p>
<p><strong>90. Frank Böttcher, 17 Jahre</strong><br />
Der zur Punk-Szene Zugehörige wurde am 8. Februar 1997 in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) von einem Gleichaltrigen mit Springerstiefeln getreten. Anschließend stach dieser dem am Boden Liegenden mit einem Butterfly-Messer mehrfach in den Rücken. Frank Böttcher starb kurz darauf im Krankenhaus.</p>
<p><strong>91. Antonio Melis, 37 Jahre</strong><br />
Er wurde am 13. Februar 1997 in Caputh (Brandenburg) von einem 18-Jährigen und einem 25-Jährigen mit Schlägen und Tritten schwer misshandelt und anschließend von dem 18-Jährigen in der Havel ertränkt. Zeugen berichteten von rassistischen Äußerungen gegenüber dem Opfer.</p>
<p><strong>92. Stefan Grage, Polizist</strong><br />
Am 23. Februar 1997 wurde er auf dem Autobahn-Parkplatz Roseburg (Schleswig-Holstein) vom flüchtigen Rechtsextremisten Kai Diesner erschossen.</p>
<p><strong>93. Olaf Schmidke</strong><br />
Nach einem Streit unter vier Rechtsextremen stachen zwei von ihnen ihre Kameraden am 17. April 1997 in Berlin-Treptow nieder. Die Täter sowie die Opfer gehörten der rechtsextremen Szene in Berlin und dem angrenzenden Umland an.</p>
<p><strong>94. Chris Danneil</strong><br />
Nach einem Streit unter vier Rechtsextremen stachen zwei von ihnen ihre Kameraden am 17. April 1997 in Berlin-Treptow nieder. Die Täter sowie die Opfer gehörten der rechtsextremen Szene in Berlin und dem angrenzenden Umland an.</p>
<p><strong>95. Horst Gens, 50 Jahre, Arbeitsloser</strong><br />
Am 22. April 1997 wurde er in Sassnitz (Mecklenburg-Vorpommern) von vier jungen Männern entführt, geschlagen und in einen Straßengraben geworfen. Die Täter kamen später nochmals zurück und erschlugen ihn mit einem 30 Kilogramm schweren Stein. Als Motiv für die Tat gaben sie an, dass sie „Assis klatschen“ wollten.</p>
<p><strong>96. Augustin Blotzki, 59 Jahre, Arbeitsloser</strong><br />
Am 8. Mai 1997 wurde er in Königs-Wusterhausen (Brandenburg) von einer Gruppe junger Rechtsextremisten zweimal innerhalb weniger Stunden in seiner Wohnung überfallen und zuletzt zu Tode geprügelt.</p>
<p><strong>97. Matthias S., 39 Jahre</strong><br />
Am 23. September 1997 wurde er in Cottbus (Brandenburg) von einem 19-jährigen Skinhead erstochen, nachdem er diesen als &#8222;Nazisau&#8220; beschimpft hatte.</p>
<p><strong>98. Erich Fisk, Obdachloser</strong><br />
Am 23. September 1997 wurde er in Angermünde (Brandenburg) mit schweren Kopfverletzungen aufgefunden, die ihm junge Männer zugefügt hatten. Ohne aus dem Koma ergewacht zu sein starb Erich Fisk am 30. August 1998 im Krankenhaus.</p>
<p><strong>99. Georg V., 46 Jahre</strong><br />
Er wurde am 27. September 1997 vom selben Skinhead, der vier Tage zuvor Matthias S. erstochen hatte, in Cottbus (Brandenburg) wegen geringfügiger Geldschulden getötet.&#8220;</p>
<p><strong>100. Josef Anton Gera, 59 Jahre, Rentner</strong><br />
Am 14. Oktober 1997 wurden ihm in Bochum (Nordrhein-Westfalen) von zwei 26- und 34-jährigen rechten Skinheads schwere innere Verletzungen mit einem Stahlrohr zugefügt, denen er am 17. Oktober 1997 erlag. Nach Angaben der beiden Täter hatte ihnen das spätere Opfer sexuelle Avancen gemacht.</p>
<p><strong> </strong><strong>1998</strong></p>
<p><strong>101. Jana Georgi, 14 Jahre</strong><br />
Sie wurde am 26. März 1998 in Saalfeld (Thüringen) auf offener Straße von einem rechtsgerichteten 15-Jährigen erstochen, den sie zuvor als &#8222;&#8220;Fascho&#8220;" bezeichnet hatte.&#8220;</p>
<p><strong>102. Nuno Lourenco, Zimmermann</strong><br />
Im Juli 1998 wurde er von acht rechtsgerichteten Männern zwischen 18 und 20 Jahren in Leipzig (Sachsen) zusammengeschlagen. Er starb am 29. Dezember 1998 in Portugal an den Folgen der Verletzungen.</p>
<p><strong>1999</strong></p>
<p><strong>103. Farid Guendoul (alias Omar Ben Noui), 28 Jahre, Asylbewerber</strong><br />
In der Nacht zum 13. Februar 1999 wurde er in Guben (Brandenburg) von einer Gruppe junger Rechtsextremisten gejagt und trat auf der Flucht eine Glastür ein, wobei er sich tödliche Verletzungen zuzog.</p>
<p><strong>104. Egon Efferts, 58 Jahre, Frührentner</strong><br />
Am 17. März 1999 wurde er in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) von drei bekennenden rechten Skinheads &#8222;aus purer Lust auf Menschenjagd&#8220; totgetreten.</p>
<p><strong>105. Peter Deutschmann, 44 Jahre, Obdachloser</strong><br />
Am 9. August 1999 wurde er in Eschede (Niedersachsen) von einem 17-Jährigen und einem 18-Jährigen totgetreten, nachdem er sie mehrmals aufgefordert hatte, &#8222;&#8220;den Scheiß mit dem Skinhead-Gehabe zu lassen&#8220;.</p>
<p><strong>106. Carlos Fernando, 35 Jahre</strong><br />
Der Mosambikaner wurde am 15. August 1999 in Kolbermoor (Bayern) von einem 31-jährigen Mann totgeprügelt, der sich zuvor darüber aufgeregt hatte, dass das Auto seiner Freundin von Afrikanern zugeparkt worden war.</p>
<p><strong>107. Patrick Thürmer, 17 Jahre, Lehrling</strong><br />
In der Nacht zum 2. Oktober 1999 griffen rechte Skinheads ein Punkfestival in Hohenstein-Ernstthal (Sachsen) an. Thürmer und einem Freund gelang es zunächst, zu einem Bauernhof zu flüchten. Dort wurde er von drei Skinheads, die ihn verfolgt hatten, mit Fußtritten, einer Axt und einem Billardqueue bewusstlos geprügelt. Am Morgen darauf fanden ihn Anwohner. Er starb wenige Stunden später im Krankenhaus.</p>
<p><strong>108. Kurt Schneider, 38 Jahre, Sozialhilfeempfänger</strong><br />
In der Nacht zum 6. Oktober 1999 wurde er von vier Skinheads in Berlin-Lichtenberg zu Tode gequält.</p>
<p><strong>109. Hans-Werner Gärtner, 37 Jahre</strong><br />
Am 8. Oktober 1999 wurde Hans-Werner Gärtner in Löbejün (Sachsen-Anhalt) aufgrund seiner geistigen Behinderungen Opfer dreier Erwachsener im Alter von 25 bis 27 Jahren. Die Täter schlugen und misshandelten ihr Opfer so sehr, dass Gärtner seinen schweren Verletzungen erlag.</p>
<p><strong>110. Daniela Peyerl, 18 Jahre</strong><br />
Daniela Peyerl, Karl-Heinz Lietz, Horst Zillenbiller und Ruth Zillenbiller wurden am 1. November 1999 vom 16-jährigen Martin Peyerl, dem Bruder Daniela Peyerls, in Bad Reichenhall (Bayern) erschossen. Der Täter, der über eine rechtsextreme und gewaltverherrlichene Einstellung verfügte, tötete sich anschließend selbst.</p>
<p><strong>111. Karl-Heinz Lietz, 54 Jahre</strong><br />
Daniela Peyerl, Karl-Heinz Lietz, Horst Zillenbiller und Ruth Zillenbiller wurden am 1. November 1999 vom 16-jährigen Martin Peyerl, dem Bruder Daniela Peyerls, in Bad Reichenhall (Bayern) erschossen. Der Täter, der über eine rechtsextreme und gewaltverherrlichene Einstellung verfügte, tötete sich anschließend selbst.</p>
<p><strong>112. Horst Zillenbiller, 60 Jahre</strong><br />
Daniela Peyerl, Karl-Heinz Lietz, Horst Zillenbiller und Ruth Zillenbiller wurden am 1. November 1999 vom 16-jährigen Martin Peyerl, dem Bruder Daniela Peyerls, in Bad Reichenhall (Bayern) erschossen. Der Täter, der über eine rechtsextreme und gewaltverherrlichene Einstellung verfügte, tötete sich anschließend selbst.</p>
<p><strong>113. Ruth Zillenbiller, 59 Jahre</strong><br />
Daniela Peyerl, Karl-Heinz Lietz, Horst Zillenbiller und Ruth Zillenbiller wurden am 1. November 1999 vom 16-jährigen Martin Peyerl, dem Bruder Daniela Peyerls, in Bad Reichenhall (Bayern) erschossen. Der Täter, der über eine rechtsextreme und gewaltverherrlichene Einstellung verfügte, tötete sich anschließend selbst.</p>
<p><strong>114. Jörg D., 39 Jahre</strong><br />
In Halle-Neustadt (Sachsen-Anhalt) wurde Jörg D. von drei Männern, einer davon ein bekennender Neonazi, aufgrund seiner geistigen Behinderungen am 29. Dezember 1999 ermordet. Die Täter traten ihn mit Springerstiefeln ins Gesicht, nachdem sie in seiner Geldbörse lediglich etwas Kleingeld fanden. Er starb später an den Folgen der Tat.</p>
<p><strong>2000 </strong></p>
<p><strong>115. Bernd Schmidt, 52 Jahre, obdachloser Glasdesigner</strong><br />
Er wurde in seiner Baracke in Weißwasser (Sachsen) von zwei 15-jährigen und einem 16-jährigen Jugendlichen über einen Zeitraum von drei Tagen zu Tode geprügelt. Sie wollten 900 DM für ein Moped erpressen, doch Bernd Schmidt konnte diese nicht zahlen. Er starb am 31. Januar 2000 an Hirnblutungen und einer Lungenentzündung, die er sich durch das Einatmen von Blut zugezogen hatte.</p>
<p><strong>116. Helmut Sackers, 60 Jahre</strong><br />
Am 29. April 2000 wurde er von einem Neonazi im Treppenhaus eines Plattenbaus in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) erstochen, weil er sich über das laute Abspielen von Nazimusik, unter anderem des Horst-Wessel-Liedes, beschwert und die Polizei verständigt hatte.</p>
<p><strong>117. Dieter Eich, Sozialhilfeempfänger</strong><br />
Am 25. Mai 2000 wurde er von vier rechten Jugendlichen, die &#8222;einen Asi klatschen&#8220; wollten, in seiner Wohnung in Berlin-Pankow zusammengeschlagen und erstochen.</p>
<p><strong>118. Falko Lüdtke, 22 Jahre</strong><br />
Er wurde am 31. Mai 2000 in Eberswalde (Brandenburg) von einem Angehörigen der rechten Szene vor ein Taxi gestoßen und überfahren.</p>
<p><strong>119. Alberto Adriano, 39 Jahre</strong><br />
Er wurde am 11. Juni 2000 in der Nähe des Stadtparks in Dessau (Sachsen-Anhalt) von drei rechten Jugendlichen bewusstlos geschlagen und getreten, in den Park geschleift und weiter geschlagen, bis die Polizei kam. Drei Tage später starb er an seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>120. Thomas Goretzky, 35 Jahre, Polizist</strong><br />
Am 14. Juni 2000 erschoss der Neonazi Michael Berger in Dortmund und Waltrop (Nordrhein-Westfalen) die drei Polizisten Thomas Goretzky (35 Jahre), Yvonne Hachtkemper (34 Jahre) Matthias Larisch von Woitowitz (35 Jahre) und anschließend sich selbst. Der im Auto sitzende Täter eröffnete während einer Kontrolle plötzlich das Feuer, tötete Goretzky und auf der Flucht Hachtkemper und von Woitowitz. In seiner Wohnung fand die Polizei später weitere Schusswaffen und Mitgliedsausweise der DVU und Republikaner.</p>
<p><strong>121. Yvonne Hachtkemper, 34 Jahre, Polizistin</strong><br />
Am 14. Juni 2000 erschoss der Neonazi Michael Berger in Dortmund und Waltrop (Nordrhein-Westfalen) die drei Polizisten Thomas Goretzky (35 Jahre), Yvonne Hachtkemper (34 Jahre) Matthias Larisch von Woitowitz (35 Jahre) und anschließend sich selbst. Der im Auto sitzende Täter eröffnete während einer Kontrolle plötzlich das Feuer, tötete Goretzky und auf der Flucht Hachtkemper und von Woitowitz. In seiner Wohnung fand die Polizei später weitere Schusswaffen und Mitgliedsausweise der DVU und Republikaner.</p>
<p><strong>122. Matthias Larisch von Woitowitz, 35 Jahre, Polizist </strong><br />
Am 14. Juni 2000 erschoss der Neonazi Michael Berger in Dortmund und Waltrop (Nordrhein-Westfalen) die drei Polizisten Thomas Goretzky (35 Jahre), Yvonne Hachtkemper (34 Jahre) Matthias Larisch von Woitowitz (35 Jahre) und anschließend sich selbst. Der im Auto sitzende Täter eröffnete während einer Kontrolle plötzlich das Feuer, tötete Goretzky und auf der Flucht Hachtkemper und von Woitowitz. In seiner Wohnung fand die Polizei später weitere Schusswaffen und Mitgliedsausweise der DVU und Republikaner.</p>
<p><strong>123. Klaus-Dieter Gerecke, Obdachloser</strong><br />
Er wurde in der Nacht zum 24. Juni 2000 in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) von einem der rechten Szene zuzuordnenden 21-jährigen Mann und zwei Frauen zu Tode geprügelt. Eine der Begleiterinnen hatte dem Täter zugerufen: „Da ist der Assi, klatsch ihn tot“.</p>
<p><strong>124. Jürgen Seifert, 52 Jahre, Obdachloser</strong><br />
Am 9. Juli 2000 wurde er von fünf Rechtsextremisten in einem Abrisshaus in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) mit Schlägen und Tritten so schwer misshandelt, dass er wenig später seinen Verletzungen erlag.</p>
<p><strong>125. Norbert Plath, 51 Jahre, Obdachloser</strong><br />
Am 27. Juli 2000 wurde er in Ahlbeck (Mecklenburg-Vorpommern) von vier jungen Rechtsextremisten zu Tode geprügelt, weil sie ihn für „asoziale[n] Dreck“ hielten.</p>
<p><strong>126. Enver Şimşek, 38 Jahre</strong><br />
Am 9. September 2000 wurde Enver Şimşek in Schlüchtern (Hessen) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;&#8220;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220;" an seinem mobilen Blumenstand mit acht Schüssen aus zwei Pistolen angeschossen. Er erlag zwei Tage später an seinen schweren Verletzungen.</p>
<p><strong>127. Malte Lerch, 45 Jahre, Obdachloser</strong><br />
In der Nacht zum 12. September 2000 wurde er in Schleswig (Schleswig-Holstein) von zwei Skinheads erschlagen, nachdem er mit ihnen auf einer Wiese gezecht hatte. Die beiden Skinheads fühlten sich beleidigt, da Malte Lerch schlecht über die Skinhead-Szene gesprochen hatte.</p>
<p><strong>128. Eckhardt Rütz, 42 Jahre, Obdachloser</strong><br />
Am 25. November 2000 wurde er in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) vor der Mensa der Universität von drei rechten Skinheads getreten und mit Baumstützpfählen zusammengeschlagen, weil &#8222;so einer wie Rütz dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liegt&#8220;. Eckhardt Rütz starb an seinen schweren Kopfverletzungen.<br />
 <br />
<strong>2001</strong></p>
<p><strong>129. Willi Worg, 38 Jahre</strong><br />
Am 25. März 2001 wurde er in Milzau (Sachsen-Anhalt) von fünf Männern, von denen mindestens drei zur rechten Szene gehörten, vor einer Diskothek zusammengeschlagen und getreten. Drei Tage später erlag er seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>130. Fred Blanke, 51 Jahre, Frührentner</strong><br />
Am 26. März 2001 wurde er in seiner Wohnung in Grimmen (Mecklenburg-Vorpommern) von zwei jungen Männern der rechten Szene getreten und mit Stuhlbeinen und Faustschlägen geschlagen. Die beiden waren auf Zechtour und benötigten Geld, doch Fred Blanke hatte sich geweigert den ihm flüchtig bekannten Angreifern Geld zu geben. Er starb an Gehirnblutungen.</p>
<p><strong>131. Mohammed Belhadj, 31 Jahre, Asylbewerber</strong><br />
Am 22. April 2001 wurde er nahe Jarmen (Mecklenburg-Vorpommern) von vier Männern mit rassistischer Gesinnung umgebracht. Zuvor hatten sie Belhadj auf Haschisch angesprochen und in ihr Auto steigen lassen. Kurz darauf kam es zu einem Streit, weil er ihnen keine Drogen besorgen konnte. Im Auto und an einem nahegelegenen Kiessee wurde er geschlagen und getreten, ehe er gezwungen wurde ins Wasser zu gehen. Im Wasser kniend wurde ihm schließlich ein schwerer Stein an den Kopf geworfen, woraufhin er ins Wasser fiel und ertrank.</p>
<p><strong>132. Abdurrahim Özüdoğru, 49 Jahre</strong><br />
Am 13. Juni 2001 wurde Abdurrahim Özüdoğru in Nürnberg Langwasser (Bayern) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; mit zwei Kopfschüssen aus einer Pistole in seiner Änderungsschneiderei ermordet.</p>
<p><strong>133. Süleyman Taşköprü, 31 Jahre</strong><br />
Am 27. Juni 2001 wurde Süleyman Taşköprü in Hamburg Bahrenfeld nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; mit drei Kopfschüssen aus zwei Pistolen im Obst- und Gemüseladen seines Vaters erschossen. Einen Tag später wurde er von seinem Vater tod aufgefunden. </p>
<p><strong>134. Klaus-Dieter Harms, 61 Jahre</strong><br />
Am 9. August 2001 wurde er von zwei Männern in seiner Wohnung in Wittenberge (Brandenburg) zu Tode geprügelt. Das Gericht stellte fest, dass die beiden Täter den gehbehinderten Alkoholiker als verachtungswürdigen Menschen betrachtet und aus „Mordlust“ gehandelt hätten.</p>
<p><strong>135. Dieter Manzke, 61 Jahre, Obdachloser</strong><br />
Am 9. August 2001 wurde er von fünf jungen Männern in einem leer stehenden Gartenbungalow in Dahlewitz (Brandenburg) erschlagen, da sich die Täter &#8222;gestört fühlten&#8220; und angesichts seiner Lebensweise &#8222;Ordnung schaffen wollten&#8220;.</p>
<p><strong>136. Dorit Botts, 54 Jahre, Ladeninhaberin</strong><br />
Am 17. August 2001 wurde sie in Fulda (Hessen) in ihrem Military Shop Opfer eines 19-jährigen Neonazis. Der Täter stach dreizehn mal mit einem Messer auf sein Opfer und raubte Kleidung und Bargeld. Sie verblutete durch einen tödlichen Schnitt in den Hals. Bei der Tat des Täters handelte es sich um ein Aufnahmeritual in die &#8222;Deutsche Heidenfront&#8220;, eine Thüringer Neonaziorganisation.</p>
<p><strong>137. Habil Kılıç, 38 Jahre</strong><br />
Am 29. August 2001 wurde Habil Kılıç in München Ramersdorf (Bayern) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; mit zwei Kopfschüssen in seinem Obst- und Gemüseladen erschossen.</p>
<p><strong>138. Arthur Lampel, 18 Jahre </strong><br />
Dem aus Russland stammenden Aussiedler wurde am 9. September 2001 bei einem Fest in Bräunlingen (Baden-Württemberg) von einem Skinhead ein Weizenbierglas auf den Kopf geschlagen. Ein Splitter drang in die Halsschlagader ein, woran Arthur Lampel schließlich verblutete.</p>
<p><strong>139. Ingo B., 36 Jahre</strong><br />
Am 6. November 2001 wurde der Herzkranke in einer Berliner Wohnung von drei angetrunkenen Rechtsextremisten getreten, geschlagen und gewürgt, da sie angeblich 40 DM Schulden eintreiben wollten. Er starb daraufhin an einem Herzinfarkt.</p>
<p><strong>2002</strong><br />
<strong> </strong><br />
<strong>140. Kajrat Batesov, 24 Jahre</strong><br />
Am 4. Mai 2002 wurde der Aussiedler zusammen mit einem Freund in Wittstock (Brandenburg) von mehreren jungen Männern mit Schlägen und Tritten traktiert. Kajrat Batesov wurde anschließend ein 18 Kilogramm schwerer Feldstein auf die Brust geworfen. Am 23. Mai 2002 erlag er schließlich seinen schweren Verletzungen. Während des Gerichtsprozesses stellte die Kammer eine „diffuse Fremdenfeindlichkeit&#8220; bei den Tätern fest.</p>
<p><strong>141. Klaus Dieter Lehmann, 19 Jahre</strong><br />
Am 15. Mai 2002 lud der geistig und körperlich Behinderte zwei betrunkene rechte Skinheads in sein Zimmer in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) ein. Dort rissen sie Poster afroamerikanischer HipHop-Sänger von den Wänden. Danach gingen sie gemeinsam zu einem See, und da er &#8222;genervt&#8220; habe, schlugen ihn die beiden Täter zu Boden, ehe einer der Skinheads ihm mit Tritten den Kopf zertrümmerte. Klaus Lehmann starb an Hirnquetschungen.</p>
<p><strong>142. Ronald Masch, 29 Jahre, Dachdecker</strong><br />
Am 1. Juni 2002 wollten vier Rechtsextremisten den betrunkenen Ronald Masch in der Nähe von Neu Mahlisch (Brandenburg) ausrauben. Sie schlugen ihn zusammen, und einer der Täter stach etwa vierzigmal in Niere, Brustkorb und Hals. Der Fahrer eines Mähdreschers fand die Leiche elf Tage später.</p>
<p><strong>143. Marinus Schöberl, 17 Jahre</strong><br />
Marinus Schöberl wurde am 12. Juli 2002 von drei Rechtsextremisten in einer Wohnung in Potzlow (Brandenburg) auf das Schwerste erniedrigt und misshandelt. Anschließend wurde er zu einem Schweinestall gebracht und weitermalträtiert. Nach stundenlanger Quälerei wurde er schließlich am Morgen des 13. Juli mit einem „Bordsteinkick“ ermordet. Seine Leiche wurde im November 2002 in einer Jauchegrube gefunden. Die beiden 17-jährigen und der 23-jährige Täter hatten Schöberl für &#8222;minderwertig&#8220; gehalten, weil er Sprachschwierigkeiten hatte und mit seinem HipHop-Outfit nicht ihrem Geschmack entsprach.</p>
<p><strong>144. Ahmet Sarlak, 19 Jahre, Lehrling</strong><br />
Am 9. August 2002 wurde er auf einem Volksfest in Sulzbach (Saarland) von einem Rechtsextremisten mit fünf Messerstichen in Bauch und Brust verletzt, nachdem er ihn versehentlich mit einer weggeschnippten Zigarettenkippe getroffen hatte. Sarlak starb einen Tag später an seinen schweren Verletzungen.<br />
 <br />
<strong>2003</strong></p>
<p><strong>145. Hartmut Balzke, 48 Jahre</strong><br />
Am 25. Januar 2003 hatte er seinen Sohn zu einer Punk-Party in Erfurt (Thüringen) begleitet. Als er mit einer Gruppe Punks auf der Straße stand, wurden sie überraschend von einer Gruppe Rechtsextremer angegriffen. Zeugen fanden einen Punk und Hartmut Balzke mit schweren Kopfverletzungen auf der Straße liegend. Er erlag am 27. Januar 2003 seinen Verletzungen.</p>
<p><strong>146. Andreas Oertel, 40 Jahre</strong><br />
Er wurde Opfer einer Gruppe zweier Erwachsener (26 und 29 Jahre) und zweier Jugendlicher im Alter von 15 bis 17 Jahren, die ihr Opfer aufgrund seiner geistigen Behinderung und homosexuellen Orientierung ermordeten. Oertel starb nachdem er misshandelt und geschlagen wurde an den Folgen schwerer Schläge und Tritte gegen seinen Kopf am 21. März 2003 in seiner Wohnung in Naumburg (Sachsen-Anhalt).</p>
<p><strong>147. Enrico Schreiber, 25 Jahre</strong><br />
In der Nacht zum 29. März 2003 wurde der Punk in der Wohnung einer Plattenbausiedlung in Frankfurt/Oder (Brandenburg) von drei rechtsgesinnten Männern so schwer misshandelt, dass er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.</p>
<p><strong>148. Günter T., 35 Jahre</strong><br />
Er war am 20. April 2003 in Riesa (Sachsen) in einem Jugendhaus über mehrere Stunden Misshandlungen ausgesetzt gewesen und starb später an schweren Kopfverletzungen. Die vier Täter (29 bis 36 Jahre) verurteilte das Gericht wegen Totschlags und kritisierte zugleich das ganze Dorf Stauchitz, dass dem Tod von Günter T. kaum Beachtung schenkte.</p>
<p><strong>149. Gerhard Fischhöder, 49 Jahre</strong><br />
Er wurde am 10. Juli 2003 in einer Obdachlosenunterkunft in Scharnebeck bei Lüneburg (Niedersachsen) von einem 38 Jahre alten Mann mit Tritten zu Tode getreten. Bereits vorher pöbelten Neonazis vor dem Obdachlosenheim und wendeten Gewalt gegen die Obdachlosen an. </p>
<p><strong>150. Hartmut Nickel, 61 Jahre</strong><br />
Am 7. Oktober 2003 fuhr der 45-jährige Neonazi Thomas Adolf zusammen mit seiner 19-jährigen Freundin Jennifer D. zum Haus des Rechtsanwalts Hartmut Nickel in Overath (Nordrhein-Westfalen). Dort erschoss er zuerst Nickels Ehefrau Mechthild, dann fesselte D. den Rechtsanwalt und seine Tochter Alja, ehe Adolf sie durch Kopfschüsse aus nächster Nähe tötete. Im Gerichtsverfahren beschrieb der Täter sich selbst als &#8222;engagiertes Mitglied der Nazi-Szene&#8220;. Weiterhin äußerte er rechtsextreme Hasstiraden gegen &#8222;das deutsche Rechtswesen&#8220; und meinte: &#8222;Alle Juristen müssen vernichtet werden.&#8220; Die Morde nannte er eine &#8222;von mir selbst durchgeführte Maßnahme zur Gesundung des deutschen Volkes&#8220;, die &#8222;mehr als notwendig&#8220; gewesen sei.</p>
<p><strong>151. Mechthild Bucksteeg, 53 Jahre</strong><br />
Am 7. Oktober 2003 fuhr der 45-jährige Neonazi Thomas Adolf zusammen mit seiner 19-jährigen Freundin Jennifer D. zum Haus des Rechtsanwalts Hartmut Nickel in Overath (Nordrhein-Westfalen). Dort erschoss er zuerst Nickels Ehefrau Mechthild, dann fesselte D. den Rechtsanwalt und seine Tochter Alja, ehe Adolf sie durch Kopfschüsse aus nächster Nähe tötete. Im Gerichtsverfahren beschrieb der Täter sich selbst als &#8222;engagiertes Mitglied der Nazi-Szene&#8220;. Weiterhin äußerte er rechtsextreme Hasstiraden gegen &#8222;das deutsche Rechtswesen&#8220; und meinte: &#8222;Alle Juristen müssen vernichtet werden.&#8220; Die Morde nannte er eine &#8222;von mir selbst durchgeführte Maßnahme zur Gesundung des deutschen Volkes&#8220;, die &#8222;mehr als notwendig&#8220; gewesen sei.</p>
<p><strong>152. Alja Nickel, 26 Jahre</strong><br />
Am 7. Oktober 2003 fuhr der 45-jährige Neonazi Thomas Adolf zusammen mit seiner 19-jährigen Freundin Jennifer D. zum Haus des Rechtsanwalts Hartmut Nickel in Overath (Nordrhein-Westfalen). Dort erschoss er zuerst Nickels Ehefrau Mechthild, dann fesselte D. den Rechtsanwalt und seine Tochter Alja, ehe Adolf sie durch Kopfschüsse aus nächster Nähe tötete. Im Gerichtsverfahren beschrieb der Täter sich selbst als &#8222;engagiertes Mitglied der Nazi-Szene&#8220;. Weiterhin äußerte er rechtsextreme Hasstiraden gegen &#8222;das deutsche Rechtswesen&#8220; und meinte: &#8222;Alle Juristen müssen vernichtet werden.&#8220; Die Morde nannte er eine &#8222;von mir selbst durchgeführte Maßnahme zur Gesundung des deutschen Volkes&#8220;, die &#8222;mehr als notwendig&#8220; gewesen sei.</p>
<p><strong>153. Petros C., 22 Jahre </strong><br />
Petros C. und Stefanos C. starben am 6.12.2003 nach einem Brandanschlag eines 22 Jahre alten Mannes aus Kandel (Rheinland-Pfalz) auf ein Haus, indem mehrheitlich Migrantinnen und Migranten wohnten. Der Täter betrank sich vor der Tat mit befreundeten Neonazis des &#8222;Nationalen Widerstands Kandel&#8220;.</p>
<p><strong>154. Stefanos C., 23 Jahre</strong><br />
Petros C. und Stefanos C. starben am 6.12.2003 nach einem Brandanschlag eines 22 Jahre alten Mannes aus Kandel (Rheinland-Pfalz) auf ein Haus, indem mehrheitlich Migrantinnen und Migranten wohnten. Der Täter betrank sich vor der Tat mit befreundeten Neonazis des &#8222;Nationalen Widerstands Kandel&#8220;. </p>
<p><strong>155. Viktor Filimonov, 15 Jahre</strong><br />
In der Nacht zum 20. Dezember 2003 wurden die Aussiedler in Heidenheim (Baden-Württemberg) von einem 17-jährigen, der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen erstochen. Der Täter wollte in eine Diskothek, hatte dort jedoch wegen einer vorherigen Prügelei bereits Hausverbot. Vor dem Lokal kam es zu einer Auseinandersetzung mit den Opfern, in deren Verlauf die drei Jugendlichen tödlich verletzt wurden.</p>
<p><strong>156. Aleksander S., 17 Jahre</strong><br />
In der Nacht zum 20. Dezember 2003 wurden die Aussiedler in Heidenheim (Baden-Württemberg) von einem 17-jährigen, der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen erstochen. Der Täter wollte in eine Diskothek, hatte dort jedoch wegen einer vorherigen Prügelei bereits Hausverbot. Vor dem Lokal kam es zu einer Auseinandersetzung mit den Opfern, in deren Verlauf die drei Jugendlichen tödlich verletzt wurden.</p>
<p><strong>157. Waldemar I., 16 Jahre</strong><br />
In der Nacht zum 20. Dezember 2003 wurden die Aussiedler in Heidenheim (Baden-Württemberg) von einem 17-jährigen, der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen erstochen. Der Täter wollte in eine Diskothek, hatte dort jedoch wegen einer vorherigen Prügelei bereits Hausverbot. Vor dem Lokal kam es zu einer Auseinandersetzung mit den Opfern, in deren Verlauf die drei Jugendlichen tödlich verletzt wurden.</p>
<p><strong>2004</strong></p>
<p><strong>158. Oleg V., 27 Jahre</strong><br />
In der Nacht zum 21. Januar 2004 wurde der Aussiedler in Gera/Bieblach-Ost (Thüringen) von drei der Skinheadszene zuzurechnenden Jugendlichen mit Schlägen, Tritten und Messerstichen traktiert, sodass Oleg V. schließlich an seinen schweren Verletzungen starb.</p>
<p><strong>159. Martin Görges, 46 Jahre</strong><br />
Am 30. Januar 2004 wurde der wohnungslose Görges Opfer zweier junger Neonazis in Burg (Sachsen-Anhalt). Die beiden Täter im Alter von 16 und 22 Jahren schlugen ihr Opfer vor einer Diskothek zusammen, nachdem sie ihn daran hinderten mit ihrer Mutter zu tanzen und erfuhren, dass er wegen Kindesmissbrauch eine Haftstrafe abgesessen habe. Anschließend töteten die beiden Neonazis Görges durch Fußtritte auf seinen Hinterkopf auf einer Bordsteinkante. Diesen &#8222;Bordsteinkick&#8220; entnahmen sie aus einer Szene des amerikanischen Films &#8222;American History X&#8220;.</p>
<p><strong>160. Yunus Turgut, 25 Jahre</strong><br />
Am 25. Februar 2004 wurde Yunus Turgut in Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; mit einem Kopfschuss in einem Imbissstand erschossen.</p>
<p><strong>2005 </strong></p>
<p><strong>161. Oury Jalloh, 21 Jahre</strong><br />
Oury Jalloh starb am 7. Januar 2005 in einer Zelle des Polizeireviers Dessau (Sachsen-Anhalt). Der Asylbewerber aus Sierra Leone kam unter bis heute nicht genau aufgeklärten Umständen während eines Brandes ums Leben. Zum Zeitpunkt seines Todes war der Bürgerkriegsflüchtling mit ausgestreckten Armen und Beinen auf einer Matratze liegend angebunden. Nachdem die Matratze aus schwer entflammbarem Material aus ungeklärter Ursache in Flammen aufgegegangen war, verstarb der Gefangene an einem Hitzeschock. Während die Polizei von einem Freitod sprach, kamen im Laufe der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zahlreiche Widersprüche zutage, die zumindest unterlassene Hilfeleistung der diensthabenden Polizisten wahrscheinlich machen. Der Prozess wird wieder neu aufgenommen.</p>
<p><strong>162. Thomas Schulz, 32 Jahre</strong><br />
Am 28. März 2005 trafen in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) ein 17-jähriger Neonazi und seine 16-jährige Freundin gegen 19 Uhr in der U-Bahn-Station Kampstraße auf den 32-jährigen Punk Thomas Schulz. Nach einer verbalen Auseinandersetzung zog der Neonazi ein Messer und stach auf das Opfer ein. Thomas Schulz verstarb noch am selben Abend im Krankenhaus.</p>
<p><strong>163. Mann, 44 Jahre</strong><br />
Er wurde am 1. Juli 2005 in Essen von zwei 15 und 17 Jahre alten Neonazis zu Tode geprügelt. Die beiden Brüder waren bereits zuvor wegen diverser Gewalt- und Vermögensdelikte auffällig geworden.</p>
<p><strong>164. Ismail Yaşar, 50 Jahre</strong><br />
Am 9. Juni 2005 wurde Ismail Yaşar in Nürnberg (Bayern) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; mit fünf gezielten Schüssen in seinem Dönerstand ermordet.</p>
<p><strong>165. Theodorus Boulgarides, 41 Jahre</strong><br />
Am 15. Juni 2005 wurde Theodorus Boulgarides in München Westend (Bayern) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; in seinem Schlüsselladen mit einem gezielten Kopfschuss ermordet.</p>
<p><strong>166. Tim Maier, 20 Jahre </strong><br />
Er wurde am 26. November 2005 in Bad Buchau (Baden-Württemberg) Opfer eines Neonazis. Der Täter, ein ehemaliges NPD-Mitglied, stach mit einem Messer während eines Handgemenges auf sein 20-jähriges Opfer ein, nachdem er zuvor mit einem weiteren Neonazi sein Opfer und seine Begleiter rassistisch beschimpft hatte. In der Wohnung des 24-jährigen Täters fand die Polizei neben einer Pistole, Hakenkreuzfahnen und Landser-Hefte.</p>
<p><strong>2006</strong></p>
<p><strong>167. Andreas Pietrzak, 41 Jahre</strong><br />
Der Obdachlose Andreas Pietrzak wurde in der Nacht vom 5. zum 6. Mai 2006 Opfer eines 19-jährigen Neonazis in Plattling (Bayern). Zunächst trank der Täter mit seinem Opfer, schlug aber dann mit einem Holzpflock und mit Tritten auf ihn ein, bis dieser bewusstlos wurde. Daraufhin raubte er sein Opfer aus und zündete Pietrzak mit Spiritus an. Gemeinsam mit einem weiteren Bekannten hatte der Täter sein Opfer schon einmal misshandelt.</p>
<p><strong>168. Mehmet Kubaşık, 39 Jahre</strong><br />
Am 4. April 2006 wurde Mehmet Kubaşık in Dortmund (Nordrhein-Westfalen) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; mit mehreren Schüssen in seinem Kiosk niedergeschossen und starb an seinen schweren Verletzungen.</p>
<p><strong>169. Halit Yozgat, 21 Jahre</strong><br />
Am 6. April 2006 wurde Halit Yozgat in Kassel (Hessen) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; in seinem Internetcafé durch zwei gezielte Kopfschüsse ermordet.</p>
<p><strong>2007</strong></p>
<p><strong>170. Andreas F., 30 Jahre</strong><br />
Nach einem Streit am Morgen des 1. Januar 2007 wurde der 30-jährige Familienvater aus der rechtsextremen Szene in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) von örtlichen Kameraden ermordet.</p>
<p><strong>171. Michèle Kiesewetter, 22 Jahre </strong><br />
Am 25. April 2007 wurde die Polizistin Michèle Kiesewetter in Heilbronn (Baden-Württemberg) nach aktuellem Kenntnisstand von der terroristischen Neonazivereinigung &#8222;Nationalsozialistischer Untergrund&#8220; mit einem Kopfschuss in ihrem Streifenwagen ermordet. Ihr zwei Jahre älterer Kollege wurde ebenfalls schwer verletzt.</p>
<p><strong>172. M. S., 17 Jahre</strong><br />
Er wurde in der Nacht zum 14. Juli 2007 von seinem 23-jährigen Täter mit einer Eisenstange in Brinjahe (Schleswig-Holstein) erschlagen. Das Opfer, das zuvor Kontakte zur rechten Szene hatte, wurde auf einer Feier von seinem Täter, ein ehemaliges NPD-Mitglied und Bundeswehrsoldat, bereits mehrfach geschlagen. Daraufhin erstatte M.S. bei zwei Polizisten Anzeige gegen Unbekannt. Auf dem Heimweg traf er erneut auf den Täter, der ein Merkblatt der Polizei zum Thema Opferschutz bei ihm fand und aufgrund dessen ihn als &#8222;Spitzel&#8220; beschimpfte und mit einer Eisenstange auf ihn einschlug.</p>
<p><strong>2008</strong></p>
<p><strong>173. Peter Siebert, 40 Jahre</strong><br />
Er wurde am 26. April 2008 von einem 21-jährigen Neonazi in Memmingen (Bayern) mit einem Bajonett erstochen. Bereits zuvor beschwerte sich Siebert mehrmals über die rechtsextreme Musik seines Mörders. In der Tatnacht waren beide alkoholisiert und hatten erneut Streit über die zu laute Musik und die rechte Gesinnung des Mörders. </p>
<p><strong>174. Bernd Köhler, 55 Jahre</strong><br />
Bernd K. wurde in der Nacht zum 22. Juli 2008 in Templin (Brandenburg) von zwei Rechtsextremen zunächst massiv misshandelt, gewürgt und schließlich getötet. In der Gerichtsverhandlung hielt der Richter fest, dass das neonazistische Menschenbild des Täters bei der Auswahl des als &#8222;asozial&#8220; angesehenen Opfers entscheidend war.</p>
<p><strong>175. Karl-Heinz Teichmann, 59 Jahre</strong><br />
Am 23. Juli 2008 wurde der Obdachlose Teichmann von einem 18-jährigen Neonazi in Leipzig mit massiven Schlägen und Tritten misshandelt. Er erlag zwei Wochen später an seinen schweren körperlichen Verletzungen. Der betrunkene Täter besuchte eine Mahnwache unter dem Motto &#8222;Todesstrafe für Kinderschänder&#8220; und war auf dem Weg nach Hause, als er auf sein wehrloses Opfer stieß.</p>
<p><strong>176. Hans-Joachim Sbrzesny, 50 Jahre (HM)</strong><br />
Am 1. August 2008 wurde Hans-Joachim S. vor dem Hauptbahnhof in Dessau (Sachsen-Anhalt), wo er auf einer Parkbank übernachtete, von zwei der rechtsextremen Szene nahestehenden Männern getreten und geschlagen. Außerdem prügelte einer der beiden mit einem fünf Kilogramm schweren Metall-Mülleimer so lange mit voller Wucht auf Kopf und Oberkörper des Opfers ein, bis die Täter von dessen Tod überzeugt waren. Vor Gericht zeigten beide eine „tiefe innere Miss- und Verachtung“ für ihr Opfer und ein „Gefühl der Überlegenheit“ über den Mann, der in ihren Augen ein „Penner“ und „Asozialer“ war, so der Oberstaatsanwalt.</p>
<p><strong>177. Rick Langenstein, 20 Jahre (RT)</strong> <strong>(A)</strong><br />
Der Kunststudent Rick L. verweigerte am Abend des 13. August 2008 in der Nähe der Diskothek &#8222;Funpark&#8220; in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) dem gleichaltrigen, wegen Körperverletzung und Volksverhetzung vorbestraften Neonazi Bastian O. eine Zigarette. Dieser schlug und trat daraufhin sein Opfer zusammen. Die mörderische Reaktion des Täters auf eine Nichtigkeit lässt sein menschenverachtendes Weltbild erkennen. Rick L. erstickte an einer nahegelegenen Bushaltestelle an seinem eigenen Blut.</p>
<p><strong>178. Marcel W., 18 Jahre</strong><br />
Marcel W. wurde am 24. August 2008 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) über mehrere Stunden von David B. misshandelt und in Brust und Bauch gestochen, ehe er an seinen Verletzungen starb. David B. hatte Marcel W. erstmals im November 2007 zusammengeschlagen und wollte eine Zeugenaussage W.s im Prozess zur Tat verhindern. Der Täter war als rechtsextremer Gewalttäter polizeilich in Erscheinung getreten. Während des Gerichtsprozesses betonten Zeugen darüber hinaus, die feste Verankerung des Täters in der Neonaziszene.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong><strong>2009 </strong></p>
<p><strong>179. Marwa El-Sherbiny, 31 Jahre</strong><br />
Während einer Strafverhandlung am 1. Juli 2009 im Landgericht Dresden (Sachsen), zu der Marwa El-Sherbini als Zeugin geladen war, wurde sie vom Angeklagten Alex W., einem bekennenden Sympathisanten der NPD, aus antimuslimischem Rassismus heraus erstochen.</p>
<p><strong> </strong><strong>2010</strong></p>
<p><strong>180. Sven M., 27 Jahre</strong><br />
In einem Neonazi-Hinterhofclub in Hemer (Nordrhein-Westfalen) wurde Sven M., selbst in der rechten Szene aktiv, am 14.Mai 2010 vom Betreiber des Neonazi-Clubs mit einem Jagdmesser die Kehle bis zur Wirbelsäule durchschnitten. Vier weitere Tatbeteiligte halfen ihm anschließend die Leiche in einem Waldstück zu verscharren.</p>
<p><strong>181. Kamal Kilade, 19 Jahre</strong><br />
Er starb nach einem Angriff zweier Nazis am 24. Oktober 2010 an den Folgen eines Messerstiches in den Bauch am Leipziger Bahnhof (Sachsen). Die beiden Täter waren zuvor mehrfach wegen Gewaltdelikten vorbestraft.</p>
<p><strong> </strong><strong>2011</strong></p>
<p><strong>182. André K., 50 Jahre</strong><br />
Am 27.Mai 2011 wurde der Obdachlose André K. in Oschatz (Sachsen) von drei Männern im Alter von 25 bis 36 mit Schlägen und Tritten schwer misshandelt. Der 50-jährige starb sechs Tage später in einem Krankenhaus in Leipzig.</p>
<p>Weitere Fälle sind noch im Zustand der Überprüfung. Die Dunkelziffer ist darüber hinaus hoch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/antinazi.wordpress.com/6933/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/antinazi.wordpress.com/6933/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/antinazi.wordpress.com/6933/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/antinazi.wordpress.com/6933/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/antinazi.wordpress.com/6933/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/antinazi.wordpress.com/6933/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/antinazi.wordpress.com/6933/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/antinazi.wordpress.com/6933/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/antinazi.wordpress.com/6933/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/antinazi.wordpress.com/6933/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/antinazi.wordpress.com/6933/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/antinazi.wordpress.com/6933/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/antinazi.wordpress.com/6933/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/antinazi.wordpress.com/6933/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6933&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">ank-redaktion</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Aktionen gegen die NSU-Morde und die Verwicklung des staatlichen Sicherheitsapparats in den Naziterror</title>
		<link>http://antinazi.wordpress.com/2011/11/26/aktionen-gegen-die-nsu-morde-und-die-verwicklug-des-staatlichen-sicherheitsapparats-in-den-naziterror/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 14:06:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verf.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anti-Nazi-Koordination]]></category>
		<category><![CDATA[Antifa]]></category>
		<category><![CDATA[Neonazis, Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[NPD, Reps, DVU]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>

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		<description><![CDATA[Die nächsten Aktionen im Zusammenhang der NSU-Morde und für die Mobilisierung des erneut bevorstehenden europaweiten Naziaufmarschs in Dresden, Februar 2012 sind:Dienstag, 29.11., 18 Uhr, Biebergasse (Rückseite Buchhandlung Hugendubel, Richtung Fressgass’) Mahnwache des Gedenkens und des Zorns. 13 Jahre Nazi-Morde – Warum? (Veranstalter: Türkisches Volkshaus, ANK, LINKE, SPD, GRÜNE und andere) Mi, 30.11., 19 Uhr, Türkisches [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6925&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die nächsten Aktionen im Zusammenhang der NSU-Morde und für die Mobilisierung des erneut bevorstehenden europaweiten Naziaufmarschs in Dresden, Februar 2012 sind:<span id="more-6925"></span></strong>Dienstag, 29.11., 18 Uhr, Biebergasse (Rückseite Buchhandlung Hugendubel, Richtung Fressgass’)<br />
Mahnwache des Gedenkens und des Zorns. 13 Jahre Nazi-Morde – Warum?<br />
(Veranstalter: Türkisches Volkshaus, ANK, LINKE, SPD, GRÜNE und andere)</p>
<p><strong>Mi, 30.11., 19 Uhr, Türkisches Volkshaus</strong><br />
Treffen der Anti-Nazi-Koordination Frankfurt (<a title="blocked::http://www.antinazi.wordpress.com/" href="http://www.antinazi.wordpress.com/">www.antinazi.wordpress.com</a>)</p>
<p><strong>Mi, 30.11., Wiesbaden, ab 18.​30 Uhr vor dem Mu­se­um Wies­ba­den (Fried­rich-​Ebert-​Al­lee 2)<br />
</strong>Demo gegen den VS (<a href="http://imkwiesbaden.blogsport.de/2011/11/21/30-november-kundgebung-gegen-den-verfassungsschutz/">http://imkwiesbaden.blogsport.de/2011/11/21/30-november-kundgebung-gegen-den-verfassungsschutz/</a>)</p>
<p><strong>Donnerstag, 1.12., Studierendenhaus</strong><br />
Treffen des Netzwerks Frankfurter Antifaschist_innen (<a title="blocked::http://frankfurtermobi.blogsport.de/" href="http://frankfurtermobi.blogsport.de/">http://frankfurtermobi.blogsport.de/</a>)</p>
<p><strong>Ferner wird für Di, 6.12.2011 ein Go-In bei der Frankfurter Staatsanwaltschaft angekündigt</strong>.<br />
Hintergrund ist die notorische Weigerung dieser staatlichen Behörde wie auch der Polizei, Informationen über Naziumtriebe ernst- oder auch nur entgegenzunehmen, vergleiche dazu als einige von vielen Beispielen:</p>
<p><a title="blocked::http://antinazi.wordpress.com/2007/07/01/frankfurts-polizeiprasident-achim-thiel-das-probem-sind-die-linksradikalen/" href="../2007/07/01/frankfurts-polizeiprasident-achim-thiel-das-probem-sind-die-linksradikalen/">http://antinazi.wordpress.com/2007/07/01/frankfurts-polizeiprasident-achim-thiel-das-probem-sind-die-linksradikalen/</a><br />
<a title="blocked::http://antinazi.wordpress.com/2007/07/02/schwarzer-humor-warum-daschismus-kein-verbrechen-sondern-eine-meinung-ist-boris-rhein/" href="../2007/07/02/schwarzer-humor-warum-daschismus-kein-verbrechen-sondern-eine-meinung-ist-boris-rhein/">http://antinazi.wordpress.com/2007/07/02/schwarzer-humor-warum-daschismus-kein-verbrechen-sondern-eine-meinung-ist-boris-rhein/</a><br />
<a title="blocked::http://antinazi.wordpress.com/2007/10/19/was-in-frankfurt-strafbar-ist-und-was-nicht/" href="../2007/10/19/was-in-frankfurt-strafbar-ist-und-was-nicht/">http://antinazi.wordpress.com/2007/10/19/was-in-frankfurt-strafbar-ist-und-was-nicht/</a></p>
<p>Weitere Infos dazu folgen.</p>
<p><strong>Für Samstag, den 10.12. werden derzeit in verschiedenen Gruppierungen der Stadt Diskussionen über eine stadtweite Demonstration geführt. Es gibt die Überlegung, gemeinsam zu der „Menschenkette für Menschenrechte“, die traditionell am Abend diesen Tages am Mainufer durchgeführt wird, abzuhalten.</strong></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/antinazi.wordpress.com/6925/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/antinazi.wordpress.com/6925/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/antinazi.wordpress.com/6925/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/antinazi.wordpress.com/6925/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/antinazi.wordpress.com/6925/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/antinazi.wordpress.com/6925/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/antinazi.wordpress.com/6925/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/antinazi.wordpress.com/6925/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/antinazi.wordpress.com/6925/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/antinazi.wordpress.com/6925/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/antinazi.wordpress.com/6925/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/antinazi.wordpress.com/6925/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/antinazi.wordpress.com/6925/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/antinazi.wordpress.com/6925/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6925&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">ank-redaktion</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Wolf Wetzel, Über Synergien zwischen neonazistischem Terror und Staatsterrorismus. Thesen zur neonazistischen Mordserie des ›Nationalsozialistischen Untergrundes‹ / NSU</title>
		<link>http://antinazi.wordpress.com/2011/11/26/wolf-wetzel-uber-synergien-zwischen-neonazistischem-terror-und-staatsterrorismus-thesen-zur-neonazistischen-mordserie-des-nationalsozialistischen-untergrundes-nsu/</link>
		<comments>http://antinazi.wordpress.com/2011/11/26/wolf-wetzel-uber-synergien-zwischen-neonazistischem-terror-und-staatsterrorismus-thesen-zur-neonazistischen-mordserie-des-nationalsozialistischen-untergrundes-nsu/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 26 Nov 2011 13:41:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verf.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Antifa]]></category>
		<category><![CDATA[Neonazis, Nazis]]></category>
		<category><![CDATA[NPD, Reps, DVU]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

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		<description><![CDATA[Die späteren Mitglieder des Nationalistischen Untergrund/NSU waren jahrelang in neonazistischen ›Freien Kameradschaften‹ organisiert. Zu deren Credo gehört, alles, was nicht deutsch genug aussieht, in Angst und Schrecken zu versetzen, mit dem Ziel, ›national befreite Zonen‹ zu schaffen. Dazu zählten Angriffe auf MigrantInnen und Geschäfte, die diesen gehörten genauso, wie Angriffe auf antifaschistische Gruppierungen und Mitglieder. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6921&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die späteren Mitglieder des Nationalistischen Untergrund/NSU waren jahrelang in neonazistischen ›Freien Kameradschaften‹ organisiert. Zu deren Credo gehört, alles, was nicht deutsch genug aussieht, in Angst und Schrecken zu versetzen, mit dem Ziel, ›national befreite Zonen‹ zu schaffen. Dazu zählten Angriffe auf MigrantInnen und Geschäfte, die diesen gehörten genauso, wie Angriffe auf antifaschistische Gruppierungen und Mitglieder. Dass Todeslisten von diesen organisierter Neonazis existieren, ist seit langen &#8211; auch den Polizei- und Verfassungsschutzbehörden &#8211; bekannt.</p>
<p>Obwohl die Polizei 1998 in Jena eine Bombenwerkstatt der späteren Mitglieder des NSU entdeckte, über 1,4 Kilo Sprengstoff und Rohrbomben beschlagnahmte, wurden Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe nicht verhaftet. Sie nutzen diese staatliche Fürsorge und tauchten ab.</p>
<p>Bislang werden im Zeitraum zwischen 2001 und 2006 zehn Morde, denen fast ausschließlich Menschen türkischer Herkunft zum Opfer fielen, dem Nationalistischen Untergrund/NSU zugeordnet. Zwei Mitglieder des NSU sollen sich 2011 das Leben genommen haben, das dritte Mitglied, Beate Zschäpe, soll am selben Tag das Haus in dem sie wohnte, in Brand gesteckt haben.</p>
<p>Über 13 Jahre wurde die Mordserie stereotyp und unisono einem kriminellen, ausländischen Milieu zugeordnet. Von ›Döner-Morden‹ war die Rede.</p>
<p>Die hier vorgestellten Thesen stützen sich auf bisher in die Öffentlichkeit gelangtes Material. Angesichts der Tatsache, dass über 13 Jahre staatliche Ahnungslosigkeit geherrscht haben soll und nun im Stundentakt neue Fakten und Indizien an die Öffentlichkeit gelangen, darf man davon ausgehen, dass einiges, was hier offen blieben muss, in wenigen Tagen geklärt ist.</p>
<p><strong>Über Synergien zwischen neonazistischem Terror und Staatsterrorismus</strong></p>
<p><strong></strong>Über 13 Jahre verbreiteten Polizei, Verfassungsschutzbehörden und Medien über die politischen Motive der neun Morde eine Version. Es handele sich dabei um Abrechnungen innerhalb eines kriminellen und ausländischen Milieus. <span id="more-6921"></span>Obwohl genau dieses Motiv in keinem einzigen Fall bewiesen werden konnte, blieben alle bei dieser Version, obwohl den Polizei- und Verfassungsschutzbehörden auch andere Indizien, Zeugenaussagen und Hinweise vorlagen. Ihre Unterschlagung ist kein Fehler, sondern Ausdruck einer politisch motivierten Vorgehensweise. Wenn Polizei, Verfassungsbehörden und Presse dieser Mordserie das Brandmal ›<em>Döner-Morde</em>‹ geben, wenn sich eine Sonderkommission der Polizei den Namen ›<em>Soko Bosporus</em>‹ gibt, dann verschweigen sie nicht nur rassistische, neonazistische Motive, sie bedienen sich genau dieser rassistischen Zuschreibungen.</p>
<p>Wenn innerhalb von Tagen und Stunden Fakten, Indizien, Beweise und Zusammenhänge auftauchen, die die Morde einer neonazistische Terrorgruppe zuordnen können, dann haben Polizei und Verfassungsschutzbehörden nicht schnell gearbeitet, sondern auf alles zurückgegriffen, was jahrelang in diesen Ämtern unter Verschluss gehalten wurde. Was heute so schnell, so schlagartig auftaucht, sind jahrelang unterschlagene Akten, seit Jahren gesicherte Spuren und Indizien.</p>
<p>Die Erleichterung über die so schnelle Aufklärung dieser unfassbaren Mordserie ist für alle Unbeteiligten nachvollziehbar. Diese mit der Anti-Terror-Einheit GSG-9 ins Bild gesetzten Erfolge verdecken jedoch eine entscheidende Frage: Warum ist jetzt etwas möglich, was über 13 Jahre mit allen Mitteln verhindert wurde? Wer hat das Schloss dieser konzertierten Vertuschung geknackt? Welches Ereignis hat das Fass zum Überlaufen gebracht? War es der Mord an die Polizistin Michele Kiesewetter 2006? Ein Mord, der die Spannungen zwischen Polizei und Verfassungsbehörden auf die Spitze treiben musste, gerade dann, wenn eine Kollegin ermordet werden konnte, weil Verfassungsbehörden einen schützende Hand über die Mitglieder der NSU hielten?</p>
<p>Es ist eine Legende, dass die im Jahr 1998 abgetauchten Neonazis ›spurlos‹ verschwunden seien. Tatsache ist vielmehr, dass diese Neonazis nur abtauchen konnten, weil sie den Schutz von Verfassungsbehörden genossen. Unter Berufung auf das Thüringer Landeskriminalamt berichtete der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), »<em>dass die drei Hauptverdächtigen 1998 kurz nach ihrem Untertauchen von Zielfahndern aufgespürt worden waren. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei habe die Möglichkeit zum Zugriff gehabt, sei aber im letzten Moment zurückgepfiffen worden.</em>«</p>
<p>Wer hat die Polizei daran gehindert, wenn nicht der Verfassungsschutz in Thüringen, der unter Berufung auf höhere, gewichtigere Interessen Polizeiaktionen unterbinden kann? Weiterhin steht fest, dass V-Männer des Verfassungsschutzes auch nach ihrem Untertauchen Kontakt pflegten.</p>
<p>Die Behauptung, dass die Mordserie nicht mit neonazistischen Tätern in Verbindungen gebracht werden konnte, weil das typische Bekennerschreiben fehlte, ist vorsätzlich irreführend. Den ermittelnden Behörden waren die Verbindungen zwischen deutschen neonazistischen und ›Blood &amp; Honour‹-Gruppen bekannt. Diese propagieren seit Jahren einen Rassenkrieg, der gezielte (Mord-)Anschläge auf MigrantInnen miteinschließt. Explizit verzichten sie dabei auf Bekennerschreiben, da sie ganz auf eine Strategie der Angst und des Terrors setzen.</p>
<p>Die ›Versäumnisse‹ und ›Pannen‹, die Polizei- und Verfassungsbehörden einräumen, werden mit mangelnder Zusammenarbeit erklärt. Dies geht mit der Forderung einher, dass in Zukunft Polizei und Verfassungsschutz enger und koordiniert (in Lagezentren) zusammen arbeiten müssten. Diese Eingeständnisse führen nicht nur in die Irre, die Forderung nach koordinierten Lagezentren stellt eine weitere Verhöhnung der Opfer dar.</p>
<p>Dass über 13 Jahre eine Mordserie als Milieutaten unter Ausländern ausgegeben werden konnte, dass eine Festnahme der (späteren) drei NSU-Mitglieder verhindert wurde, dass V-Männer verschiedener Verfassungsbehörden Kontakt zum Umfeld und möglicherweise zu den Mördern selbst hatten, beweist gerade, dass Verfassungsbehörden hervorragend zusammen gearbeitet haben. Nicht die fehlende Zusammenarbeit hat die Mordserie möglich gemacht, sondern die politische, geistige Nähe, die Verfassungsschutzbehörden zu neonazistischen Gruppierungen hatten und haben. Dass der Umstand, dass jeder dritte in Deutschland rassistische und nationalistische Theoreme teilt, keine anonyme Größe ist, belegt der ehemalige Verfassungsschutzchef in Thüringen Helmut Roewer, der von 1994 bis 2000 das Sagen hatte. Unter seiner Führung wurden nicht nur V-Männer (wie Tino Brandt und Thomas Dienel z.B.) in neonazistischen Kameradschaften (Anti-Antifa-Ostthüringen und Thüringer Heimatschutz) finanziert, deren ›Vergütungen‹ (über 200.000 Mark alleine über den V-Mann Tino Brandt) direkt in den Aufbau dieser Organisationen flossen. Für ihn stellten antifaschistischen Aktivitäten eine größere Gefahr als neonazistische Kameradschaften dar, deren Handlungen er als »Propagandadelikte« (Die Zeit) verharmloste. All das tat dieser Mann nicht aus Unwissenheit, sondern auf dem Hintergrund einer politischen Gesinnung, die ohne Umschweife an neonazistische Theoreme herreicht. 1999 war er Gast einer Podiumsveranstaltung: »Er sprach damals über das ›Dritten Reich‹ und dass man ältere Menschen verstehen müsse, die nicht nur schlechte Seiten daran gesehen hätten.« (Die Zeit)</p>
<p>Dass es nicht an fehlender Zusammenarbeit lag, die die Mordserie möglich gemacht hatte, sondern an der Übereinstimmung in rassistischen Grundannahmen, die in Verfassungsschutzbehörden geteilt wurde, belegt ein weiteres Beispiel:</p>
<p>Im April 2006 wurde der Inhaber eines Internetcafés in Kassel ermordet. Kassel liegt in Hessen und zur Mordzeit und am Tatort war auch Andreas T., ein Mitarbeiter des hessischen Verfassungsschutzes zugegen. Dieser Verfassungsschutzbeamte war nicht nur im ›Sachgebiet Ausländerextremismus‹ beschäftigt, er hatte auch Papiere neonazistischer Gruppierungen zu Hause und Auszüge aus ›Mein Kampf‹. Außerdem führte dieser Beamte einen V-Mann, einen deutschen Neonazi, »der vor seiner Anwerbung dreimal bei Kundgebungen in Thüringen gewesen sein soll« (FR vom 24.11.2011). Die letzte Version, die seine Anwesenheit erklären soll, lautet zur Zeit: Er sei rein zufällig und privat dort gewesen und hätte ahnungslos an der Theke bezahlt, während der Besitzer bereits tot hinter der Theke lag.</p>
<p>Würde irgend jemand dieser Serie von Zufälligkeiten Glauben schenken, wenn es um die Aufklärung einer ›linken Straftat‹ ginge? Und, angenommen, es wäre so: Warum verschwieg der damalige hessische Innenminister Volker Bouffier (CDU) all diese beruflichen Implikationen?</p>
<p>Dass neonazistische Lebenseinstellungen nicht nur in Kameradschaften Platz finden, sondern auch in staatlichen Behörden, bekam Michel Friedman, ehemaligen Vize-Präsidenten des Zentralrats der Juden, zu spüren. Als Personenschützer wurden ihm vom hessischen Innenministerium 2007 auch Neonazis zur Seite gestellt: »Der Einsatz von drei möglicherweise rechtsradikalen Polizisten als Personenschützer des ehemaligen Vize-Präsidenten des Zentralrats der Juden, Michel Friedman, hat heftige Kritik beim Zentralrat ausgelöst. Zentralrats-Präsidentin Charlotte Knobloch zeigte sich über den Vorfall ›entsetzt und schockiert‹. Sie kritisierte auch die Frankfurter Staatsanwaltschaft, die zwei von drei Verfahren gegen die Polizisten eingestellt hat. &#8230; Zur Einstellung der Verfahren meinte sie: ›Es ist nicht hinnehmbar, wenn das Posieren eines Polizeibeamten in einer SS-Uniform und das stolze Herumzeigen dieser Aufnahmen im Kollegenkreis von der Staatsanwaltschaft im vorauseilenden Gehorsam als Kavaliersdelikt eingestuft werden.‹«</p>
<p>Der oberste Dienstherr war damals der Innenminister Volker Bouffier (CDU), der es mit dieser Einstellung bis zum hessischen Ministerpräsidenten geschafft hat.</p>
<p>Wie in Thüringen, aber auch in Hessen mit nationalsozialistischen Verbrechen umgegangen wird, beschreibt der letzte Akt in diesem Fall: Einer der abgezogenen Personenschützer wurde anschließend in die Staatsschutzabteilung des LKA versetzt, wo er mit der Fahndung nach untergetauchten NS-Tätern beschäftigt wurde.</p>
<p>Der Tod der beiden NSU-Mitglieder in Zwickau im November 2011 wird unisono als Selbstmord ›kommuniziert‹. Wenn viele Medien reumütig einräumen, dass sie sich jahrelang an der Nase herumführen ließen, dass sie mitgeholfen haben, falsche Fährten zu legen, warum hegen sie bei dieser Version keine Zweifel?</p>
<p>Begründet wird dieser Selbstmord mit deren »aussichtslosen Lage«. Was war daran aussichtslos? Erst begehen sie einen erfolgreichen Banküberfall und bringen sich dann um?</p>
<p>Wenn irgend jemand über 12 Jahre hinweg im ›Untergrund‹ sicher war, dann war es der Nationalsozialistische Untergrund/NSU! Was war an dieser staatlich lizenzierten Erfolgstory aussichtslos?</p>
<p>Warum fragt niemand, wie das Motiv der Aussichtslosigkeit mit dem Umstand zusammenpasst, dass das Haus, in dem sie jahrelang unerkannt wohnten, am selben Tag abbrannte? Welchen Grund sollten sie dazu haben, wenn alles verloren ist? Warum bringen sich Neonazis um, und sind dabei so umsichtig, dass sie alle Spuren für die Nachwelt vernichten?</p>
<p>Der Brand des Hauses in Zwickau, das In-Brand-Stecken des Wohnwagens, in dem sie sich umgebracht haben sollen, würde andere Motive viel plausibler erscheinen lassen. Wurde hier etwa ein Selbstmord inszeniert, der vor allem der Beseitigung von Spuren diente, an die Aussichtslose keine Sekunde denken würden? Warum wird nicht der Möglichkeit nachgegangen, dass die beiden NSU-Mitglieder beseitigt, ermordet, abgeschaltet wurden?</p>
<p>Alleine die Tatsache, dass in dem abgebrannten Haus in Zwickau legal-illegale Papiere gefunden wurden (die den Brand überstanden haben), also amtlich gefälschte Identitäten, verstärkt doch den vielfach belegten Verdacht, dass es zwischen diesen NSU-Mitgliedern und Verfassungsschutzbehörden ›Verbindungen‹ gab, die über Kontakte zu V-Männern weit hinausgingen: »<em>Nach Informationen des Tagesspiegels konnte ein Mitglied des NSU, Uwe Mundlos, über eine sächsische Meldebehörde an einen falschen Reisepass herankommen. Die Meldebehörde habe auf der Basis eines ebenfalls gefälschten Personalausweises einen so genannten legalen illegalen Reisepass ausgestellt, hieß es aus Sicherheitskreisen</em>.«</p>
<p>Die Legitimation des Verfassungsschutzes wird immer wieder damit begründet, dass die von ihm finanzierten V-Männer Einblick in neonazistische Strukturen gewähren, um Straftaten und Verbrechen zu verhindern. Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall: Ohne das Zutun verschiedener Verfassungsschutzbehörden wäre die Mordserie nicht möglich gewesen. Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch der SPD-Abgeordnete Gentzel: »Unter Roewers Ägide sei es in der Behörde ›drunter und drüber gegangen‹ &#8211; eine Unterstützung des Mordtrios hält Gentzel deshalb durchaus für möglich.« (Die Zeit)</p>
<p>Wie viele ›braune Zellen‹ gibt es in Polizei- und Verfassungsdienststellen, wenn man davon ausgehen muss, dass systematisch Spuren falsch gelegt, Spuren, die zu neonazistischen Organisationen geführt hätten, verschwiegen und unterschlagen wurden?</p>
<p>Christian Schlüter, ein Frankfurter Rundschau-Redakteur stellte am Ende seiner Betrachtungen die Frage: »<em>Was hindert uns noch daran, von Staatsterrorismus zu reden?</em>«</p>
<p>Die Faktenlage ist es jedenfalls nicht.</p>
<p>Fügt man alle bis heute aufgetauchten Indizien, Spuren und Beweise zusammen, darf festgehalten werden: Die Existenz des Nationalsozialistischen Untergrundes/NSU ist ohne die NPD denkbar, aber nicht ohne die finanzielle, logistische und geheimdienstliche Unterstützung des Verfassungsschutzes in Thüringen.</p>
<p>Bevor man in die Forderung einstimmt, die NPD müsse verboten werden, sollte man einen Vorschlag ernsthaft prüfen: Wenn man den Verfassungsschutz abschaltet, hätte man zumindest das staatliche Umfeld neonazistischer Ideologien und Organisationen ›trocken gelegt‹. Danach wüsste man zumindest zweifelsfrei, was von der NPD noch übrig bliebe, wenn alle V-Männer abgezogen, alle finanziellen Unterstützungsleistungen und alle logistischen Hilfen eingestellt worden wären.</p>
<p>Und solange Polizei- und Landesführungen fortgesetzt mit Tausenden von Polizeibeamten neonazistische Aufmärsche schützen, unter dem Credo: Die größte Herausforderung, also Gefahr ist der Antifaschismus &#8230; gilt mehr denn je der Satz von Konstantin Wecker: »<em>Antifaschismus darf man nicht dem Staat überlassen</em>.«</p>
<p>Wolf Wetzel</p>
<p>Wer davon noch nicht genug hat bzw. das hier beschriebene für einen landesspezifischen Sonder – also Einzelfall hält, wird zu einer Reise durch hessische Geheimdienste eingeladen:</p>
<p>›<em>Es geht nicht darum, einen guten Verfassungsschutz zu haben, sondern gar keinen</em>‹</p>
<p>https://wolfwetzel.wordpress.com/2008/09/20/es-geht-nicht-darum-einen-guten-verfassungsschutz-zu-haben-sondern-gar-keinen/</p>
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			<media:title type="html">ank-redaktion</media:title>
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		<title>Prozess gegen Katinka mit Vergleich beendet</title>
		<link>http://antinazi.wordpress.com/2011/11/21/prozess-gegen-katinka-mit-vergleich-beendet/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 18:00:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verf.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Anti-Nazi-Koordination]]></category>
		<category><![CDATA[Antifa]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>

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		<description><![CDATA[Der polizeiliche Angriff gegen eine Frankfurter Antifaschistin liegt nun mehr als vier Jahre zurück: am 20. Oktober 2007 hatte Katinka Poensgen, Frankfurter Antifaschistin und eine der Sprecher_innen der ANK, während einer Nazidemo einen Polizeibeamten aus Notwehr in den Daumen gebissen. Das Ergebnis dieses Zwischenfalls: eine zivilechtliche Auseinandersetzung des Landes Hessen mit Katinka, die sich bin [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=antinazi.wordpress.com&amp;blog=753955&amp;post=6908&amp;subd=antinazi&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left:30px;">Der polizeiliche Angriff gegen eine Frankfurter Antifaschistin liegt nun mehr als vier Jahre zurück: am 20. Oktober 2007 hatte Katinka Poensgen, Frankfurter Antifaschistin und eine der Sprecher_innen der ANK, während einer Nazidemo einen Polizeibeamten <a href="http://antinazi.wordpress.com/2010/01/30/antifaschismus-mit-bis-prozes-gegen-katinka-poensgen-am-kommenden-donnerstag/">aus Notwehr in den Daumen gebissen.</a><br />
Das Ergebnis dieses Zwischenfalls: eine zivilechtliche Auseinandersetzung des Landes Hessen mit Katinka, die sich bin vor wenigen Wochen hinzog, und in der es um den Ersatz für einen einwöchigen Arbeitsausfall des gebissenen Beamten ging, welchen dieser durch die Notwehrhandlung von Katinka erlitten haben soll. Keinerlei Rolle spielten in diesem Zusammenhang die <a href="http://antinazi.wordpress.com/2007/10/25/video-der-festnahme-von-katinka-poensgen/">Mißhandlungen</a>, die Katinka bei der Festnahme über sich ergehen lassen mußte (<a href="http://antinazi.wordpress.com/2007/10/23/hier-kannst-du-schreien-wie-du-willst-gedachtnisprotokoll-zu-polizeiubergriff-auf-katinka-poensgen-am-20-oktober/">Protokoll der Ereignisse</a>). Nachdem Katinka deshalb in erster Instanz zu einer Zahlung von über <a href="http://antinazi.wordpress.com/2010/02/05/daumenbiss-fur-1350-euro-pressespiegel-zum-prozess-gegen-katinka/">1300 Euro Verdienstausfall verurteilt</a> worden war, ging sie in <a href="http://antinazi.wordpress.com/2010/04/29/25-april-fortsetzung-des-prozesses-land-hessen-vs-katinka-poensgen/">Berufung</a>.<br />
Dort einigten sich nun das klagende Land Hessen und die angeklagte Antifaschistin auf einen Vergleich: beide Seiten zahlen 650 Euro.<br />
Es ist einerseits zu begrüßen, daß der Vorgang damit nun endlich abgeschlossen ist. Betrachtet man das Urteil genauer stellt sich auch durchaus heraus, daß das Land Hessen nicht alle seine Forderungen durchsetzen konnte und durch den Wegfall der Gerichtskosten für beide Seiten sowie durch die Tatsache, daß das Gericht dem Antrag des Landes auf Zahlung von Zinsen durch Katinka  nicht Folge leisten wollte, im Grunde sogar weniger als die Hälfte seiner Forderungen erstritten hat.<br />
Politisch wiegt allerdigns die Tatsache schwer, daß das überharte und vor allem in der Sache nach unserer Ansicht in nichts begründete Vorgehen eines Beamten der Bereitschaftspolizei Hessen straflos blieb und zwei Instanzen der Frankfurter Justiz nach unserer Beobachtung keinen großen Eifer in die eigentlich recht eindeutigen Sachverhalte des 20. Oktober setzen wollten:</p>
<ul>
<li>Wie kann es sein, daß der Polizeibeamte nach seiner Aussage eine so heftige Bisswunde davontrug, daß er eine Woche lang nicht zum Dienst erscheinen konnte, wenn ihm die Uniklinik als einziges Heilmittel Voltaren-Salbe verabreichte &#8211; ein Medikament, das ausdrücklich nicht auf offene Wunden gelangen darf?</li>
<li>Wieso wurde der Beamte am 20. Oktober 2007 in der Uniklinik am Knie geröntgt, woer doch vor Gerict behauptete, am Schienbein verletzt worden zu sein (wörtliche Aussage hierzu: &#8222;<em>ich bin Sportler, und bei mir reicht das Schienbein bis zum Knie</em>&#8222;)?</li>
<li>Wie konnte er am 20.10.2007 auf dem Polizeipräsidium aussagen und nicht zu Protokoll geben, dienstunfähig zu sein?</li>
<li>Wie kann es sein, daß er sich heute nicht mehr erinnern kann, wie er am Abend des 20. Oktober 2007 in seinen weit entfernten Heimatort gelangte?</li>
<li>Warum wurde er erst Tags darauf von seinem Hausarzt, nicht aber zuvor von dem behandelnden Arzt der Uniklinik auf einem Rezeptblock krankgeschrieben?</li>
</ul>
<p style="padding-left:30px;">All diese und eine Reihe weiterer Fragen bleiben ungeklärt, deren politisch schwerwiegendste lautet:<br />
Warum wurde der eindeutige Angriff eines Polizeibeamten auf die Versammlungsleiterin einer ordnungsgemäß angemeldeten Versammlung &#8211; eine Straftat nach §21 des Versammlungsgesetzes &#8211; vom Gericht nicht den Tatsachen entsprechend bewertet?</p>
<p>Ist der Ausgang des Prozesses also materiell erträglich, so bleibt das Ereignis selbst und seine juristische &#8222;Aufarbeitung&#8220; durch die Fankfurter Justiz aus antifachistischer Sicht ein bezeichnender Vorgang, der sich politisch in die sich seit Jahren immer deutlicher abzeichnende Tendenz einordnet, Aktionen zivilen Ungehorsams zu kriminalisieren und ihre deutlich sichtbaren Exponent_innen durch juristische Verfolgung einzuschüchtern.</p>
<p>Hiergegen scheint derzeit kein juristisches Vorgehen möglich zu sein &#8211; die gebühende Antwort darauf kann also nur auf der politischen Ebene erfolgen. Wir arbeiten daran.</p>
<p style="padding-left:30px;">
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