Antifaschistisches Bündnis in Wiesbaden vor der Gründung

In Wiesbaden wird derzeit ein antifaschistisches Bündnis gegründet. Vorangegangen waren längere Diskussionen über selbstverständnis und Handlungsperspektiven. Ein Selbstverständnispapier hebt hervor: „Ziel des Wiesbadener Bündnisses gegen Rechts ist es, auf breiter Basis handlungsfähig gegen Aktivitäten von Neonazis zu werden. … Wir wollen Aufmärschen und Kundgebungen mit rechtsextremen, rassistischem oder antisemitischem Charakter organisiert und entschlossen entgegengetreten, mit dem Ziel, die Veranstaltung zu unterbinden. Gegenöffentlichkeit zum Auftreten Rechtsextremer wird möglichst am Ort des Geschehens hergestellt.In ähnlicher Form hatte sich erst kürzlich das südhessische Aktionsbündnis „Schöner leben ohne Nazis“ gegründet. Die Anti-Nazi-Koordination begrüßt diese Entwicklung und wünscht uns allen erfolgreiche und gemeinsame Aktion gegen Nazis, Antisemtien und Rassisten im Rhein-Main-Gebiet. Selbstverständnispapier aus Wiesbaden:

Wiesbadener Bündnis gegen Rechts

Ziel des Wiesbadener Bündnisses gegen Rechts ist es, auf breiter Basis handlungsfähig gegen Aktivitäten von Neonazis zu werden.
– Wir wollen Aufmärschen und Kundgebungen mit rechtsextremen, rassistischem oder antisemitischem Charakter organisiert
und entschlossen entgegengetreten, mit dem Ziel, die Veranstaltung zu unterbinden. Gegenöffentlichkeit zum Auftreten
Rechtsextremer wird möglichst am Ort des Geschehens hergestellt.
– Wir wollen die Verharmlosung rechtsextremen Gedankenguts nicht tolerieren. Die Politik „Reden an Gedenktagen,
Schweigen im Alltag“ ist gefährlich: Wo Neonazis ohne gesellschaftlichen Widerspruch agieren, breitet sich der
Rechtsextremismus aus. Deswegen wollen wir Informationsblockaden öffentlicher Stellen oder Medien mithilfe
gesellschaftlichen Drucks durchbrechen.

Das Wiesbadener Bündnis gegen Rechts besteht aus unterschiedlichen Gruppen, Parteien und Einzelpersonen. Die Vielfalt der unterschiedlichen Ansätze verstehen wir als Stärke, mit der wir uns den Neonazis und ihrer Ideologie entgegenstellen. Das Bündnis steht allen offen, die auf dieser Grundlage gegen Rechts aktiv sein wollen. Um die Vielfalt des Bündnisses zu wahren:

– wird ein Nebeneinander unterschiedlicher Aktionsformen akzeptiert und gefördert;
– wird angestrebt, sich bei gemeinsamen Aktionen wechselseitig und vorab über das geplante Vorgehen zu informieren;
– werden Termine von Aktionen möglichst in Absprache mit den anderen am Bündnis beteiligten Organisationen getroffen,
sodass eine breite Beteiligung möglich ist;
– werden öffentliche Stellungnahmen, die im Namen des Bündnisses erfolgen, abgesprochen;
– wird kein Bündnispartner einen anderen politisch zu übervorteilen versuchen.

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