Ein Polizistenhobby – Beginn des Prozesses gegen mit den Nazis sympathisierenden Personenschützer Michel Friedmanns

Man stelle sich mal folgendes vor: in einer Personenschutzeinheit für Roland Koch wird, so kommt heraus, privat „Osama lass es nochmal krachen!“ gespielt. Darin sind drei der vier Personenschützer verwickelt – Fotos, Briefe weitere Indizien belegen es. Die polizeiliche Reaktion: Versetzung des einen Möchtegern-Terroristen in eine Ermittlungseinheit des LKA, die sich mit der Observierung von Islamisten beschäftigt. Der andere wird Referent an einer Polizeihochschule. Als der Skandal ruchbar wird, gibt es eine Fragestunde im Hessischen Landtag. Deren Ergebnis ist gleich Null. Der Landesinnenminister verweigert jede Aussage und schweigt. Nichts passiert, niemand muß zurücktreten.
Ein solches Szenario ist in Hessen unvorstellbar? Es hat sich wirklich ereignet – nur daß der zu Schützende Michel Friedman war und seine Personenschützer sich nicht als „Al-Quaida Einheit Wiesbaden“, sondern als „Leibstandarte Michel Friedman“ bezeichneten, in SS-Uniformen posierten und gegen einen von ihnen – erfolglos – wegen Leugnung des Holocaust ermittelt wurde.
Heute begann in Frankfurt ein Prozess in dieser Angelegenheit – Bericht der FR.
Wir sind gespannt auf Verlauf und Urteil – wie wäre es mit einem längeren Aufenthalt in einem Erziehungscamp, in dem morgens um 05:30 nach Frühsport und öffentlichem Zähneputzen als gemeinsame Erziehungs-Hymne die vertonte Version von Kochs Anstandskatalog gesungen werden muss? Das wird sicher helfen!

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