Fotos und Videos vom 19./20. Januar 2008

Gruppe Arbeiterfotografie
Fotostrecke zum NPD-Aufmarsch: FR
Fotostecke zur REP-Kundgebung: FR

Advertisements

3 Gedanken zu “Fotos und Videos vom 19./20. Januar 2008

  1. hi, der erste link „Gruppe Arbeiterfotografie“ funktioniert leider nicht, bitte korrigieren! danke!

  2. Korrigierte Fassung: Neonazis (nicht nur in FFM) den Marsch geblasen – dieser jW-Artikel (21.01.08) enthält einen groben Fehler: „Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg konnten Neonazis auf dem Römerberg im Zentrum der Stadt (FrankfurtamMain) demonstrieren ..“ steht da. (jW 21.01.08, Seite 4). Das ist falsch!
    Bereits Rudi Arndt und sein Polizeipräsident Krollmann haben es 1978 der NPD ermöglicht dort zu demonstrieren und 1967 waren es OB Brundert und Polizeipräsident Littmann, zwar nicht auf dem Römer aber im Haus Dornbusch in unmittelbarer Nähe zum HR.

    Bei allem Jubel über diese erfolgreiche Demo gegen die Faschisten, der Artikel von Gitta Düpperthal, Lothar Bassermann und Reimar Paul enthält einen dicken Fehler: 1978, im ersten Jahr meines Berufsverbotes, mitten in einer aufoktoierten Dumm-Schulungsmaßnahme des Arbeitsamtes zum Bürokaufmann – plante und realisierte die NPD unter dem Schutz von einigen Húndertschaften Bereitschaftspolizei aus Hesssen, Niedersachsen und Nordrheinwestphalen eine zentrale Kundgebung entweder anlässlich eines Parteitages oder eines Wahlkampfes und zwar auf dem Frankfurter Römerberg.
    Die Tribüne war direkt vor dem Römer platziert. Eine Gegendemonstration hatte den Römer belagert bis auf eine Zufahrtstraße hinter dem Römer, die von der BePo freigehalten wurde.

    Wir standen als stramme Parteisoldaten in der ersten Reihe -stark und gar nicht stumm und diskutierten mit den Bepos über Scheißlohn, Überstunden,
    hohe Mieten zu große Klassen, Nazisdreck und wofür sie ihre Knochen denn sonstnochso hinhalten müssten… Das schaffte zunächst Beiß- und
    Schlaghemmungen. Joschka Fischer kommandierte derweil seine „Putzrtuppe“ vom sicheren Justitia-Brunnen aus geschützter Höhe und Entfernung. Seine
    Jungs warfen Steine und Farbeier in guter Mischung , kamen aber nicht bis zum NPD-Podium sondern trafen die grünen Jungs und die erste reihe der
    Demonstranten. Das war der Zeitpunkt für die Goldfasanen ihre schlagferige Truppe zurückzupfeifen und aufzuheizen und dann gings los. Nachdem ich nach
    zerschlagenen Fingern an den zur barriere gehaltenen Transparentstangen noch einen Schädelbasisbruch kassiert hatte und ohnmächtig vom ASB vom Platz
    geschafft wurde und die Polizei auch noch den Rest der Demo aufmischte – immerhin so um die 2 bis 3000, konnte die NPD ihre Kundgebung abhalten. Ich
    lag – indirekt Dank Joschka Fischer- derweilen in der ASB-Zentrale und einen Tag später – nach einem Vormittag Umschulung mit schwarzblauem Hämatom im
    Gesicht – dann im Hanauer Stadtkrankenhaus.
    1978 hieß die Polizeikommando zentrale noch OB Rudi Arndt (SPD) und so glaube ich schon Polizeipräsident Hans Krollmann (SPD) der später Kultusminister wurde. Eine weitere Kundgebung hat die NPD in Frankfurt bereits 11 Jahre vorher Dank Polizeischutz noch unter sozialdemokratischer Oberbürgermeisterschaft -Brundert erinnere ich mich verwundert – und unter einem sozialdemokratischen Polizeipräsidenten namens Littmann oder so ähnlich, der dann später ein Unternehmen für Sicherheitstransporte aufmachte (und nicht bei der Neuen Heimat versorgt wurde).
    Bei dieser Gelegenheit durfte ich mir meinen ersten Schädelbruch holen – damals noch nicht Dank Fischer.
    Die Frankfurter Polizei hat ihn mir direkt neben Ellen Weber und Emil Carlebach 1967 beim Versuch geschlagen, den NPD-Parteitag im Frankfurter Haus Dornbusch zu sprengen – mit anschließender Anklage wegen schwerem Land- und Hausfriedensbruch und Widerstand gegen die Staatsgewalt.
    So isses halt!

    Karl Gerold kam dann auch noch als alles bereits etwas niedergeschlagen war und hat etwas heftig mit der Polizei geschimpft. Aber der kam immer erst,
    wenn alles schon nicht mehr so schlimm war (das macht übrigens auch neben Entscheidenderem den Unterschied zwischen Karl Gerold und Emil Carlebach.
    Karl kam aus der für SPDler sicheren Schweiz und Emil musste sich erst mit allen anderen aus Buchenwald befreien.)

    Dieser Staat bereitet mir ziemlich viel Kopfzerbrechen !!!

  3. 1977: 4000 NPDler auf dem Römerberg, 1978 NPD-Demo verhindert
    Hartmut Barth-Engelbart 21.01.2008 – 23:37

    Es ist nicht meine Ergänzung , sondern ein sehr wertvolles Feedback aus
    Frankfurt von dem LINKEN Volkhard Mosler, der übrigens auch in FFM für den
    Landtag kandidiert: Er korrigiert mich und ich merke, dass die Schädelbrüche
    nicht spurlos an mir verbeigeschlagen wurden: Tatsache aber bleibt, dass es
    dieses Wochenende nicht das erste Mal war, dass die NeoNazis auf dem
    Römerberg demonstriert haben. Auch hätte ich nicht gedacht, dass sich der
    Schönling Knut Müller doch so lange als Polizeichef gehalten hat. Hans
    Krollmann wurde sein Nachfolger. Und jetzt die Korrektur:
    Lieber Hartmut, auch Dein Erinnerung ist getrübt. Am 17. Juni 1978 – ich
    hatte ebenfalls eine Plaztwunde am Kopf – konnte die NPD nicht auf dem
    Römer, obwohl die Polizei die etwa 6000 Gegendemonstranten mit Wasserwerfern
    und lagenHolknüppeln runtergeprügelt hatte. Nach einer Stunde gab Knut
    Müller, damaliger Polizeipräsident, durch den Polizeifunk zu, dass er die
    Innenstadt nicht unter Kontrolle bekäme und es daher nicht verantworten
    könne, die NPD auf den Römer zu lassen. Ein Jahr zuvor hatten wir (SAG und
    KBW) eine Gegendemo organisiert, ich wurde am Zoo (Rhönstraße) festgenommen
    und kassierte einen Landfriedensbruchprozess (den ich gewann). 1977 am
    17.Juni konnte die NPD mit 4000 Anhängern auf dem Römer ihren
    „Deutschlandtag“ durchziehen, 1978 wurden sie von der Polizei auf Ratsweg
    gestoppt. 1978 war deshalb ein Riesenerfolg der Antifaschisten und die
    Voraussetzung für den Aufschwung einer antifaschistischen Bewegung in
    Westdeutschland, der dann 1979 mit Rock gegen Rechts seinen Höhepunkt fand.
    Von da an ging es bergab mit der >NPD sie verlor einen großen Teil ihrer
    Mitglieder und die Republikaner Schönhubers versuchten dann – vorübergehend
    erfolgreich – mit ihrem „faschismus-light“-Image die Lücke zu füllen, die
    die NPD hinterlassen hatte. Die Unterlagen von 1978/79 habe ich gut
    archiviert bei mir in meinem Privatarchiv.
    Gruß Volkhard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s