NPD applaudiert Volker Stein – Jörg Krebs fordert die Hundepeitsche für AntifaschistInnen und dankt für seine Wunderheilung …

Es ist unüblich, auf einem antifaschistischen Blog ausführlich Nazi-Meinungen zu verbreiten. Aber die dankbaren Äußerungen des NPD-Stadtverordneten, stellvertretenden NPD-Landesvorsitzenden und Werwolf-Fans Jörg Krebs, der auch schon mal öffentlich auf seinen Personalausweis spuckt – diese Äußerungen des Beifalls für den Frankfurter Kartätschenprinzen Volker Stein sind es ausnahmsweise wert, in Gänze zitiert zu werden. Krebs bejubelt in einer Pressemitteilung der Frankfurter NPD Reserveoberst Steins Berufsverbotsdrohungen gegen Hans Christoph Stoodt (Anti-Nazi-Koordination) und bezeichnet den kursächsischen Theologen Martin Luther ahnungsloserweise als „grundnational“. Jeder hat die Freunde, die er verdient, Herr Stein!

Stadtrat Volker Stein hat Recht
Auch wenn man als Nationaldemokrat wenig Begeisterung für das etwas merkwürdige Demokratieverständnis des neuen Ordnungsdezernenten Volker Stein (FDP) aufbringen kann, welches sich schon gar nicht für einen erklärten Liberalen geziemt, so muß man dem Frankfurter Stadtrat doch beipflichten, wenn er feststellt, daß ein Geistlicher zur Friedfertigkeit und nicht zum Hass zu mahnen hätte.
Deshalb ist es auch nur folgerichtig, daß Stein indirekt eine Versetzung des als Linksextremist sattsam bekannten Vorbeters der sogenannten „Anti-Nazi-Koordination“ – einer Vereinigung von zum Teil offen gewaltbereiten und –toleranten linksextremen Gruppierungen -, einfordert. So heißt es dazu auf den Weltnetzseiten der Stadt Frankfurt am Main: „An die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gewandt, äußerte Stein die Hoffnung, Stoodt möge seinen Dienst an einem anderen Ort als Frankfurt wahrnehmen, wenn er schon nicht aus dem kirchlichen Dienst entlassen werden könne. Stein forderte den Kirchenpräsidenten auf, sich für eine Versetzung Stoodts zu verwenden.“
Daß ein derartiger Vorstoß eines etablierten Politikers im linksextremen Lager auf nicht allzu viel Gegenliebe stößt, liegt auf der Hand und selbstverständlich fühlt sich Stödtchen keiner Schuld bewußt. Stoodt dazu: „Ich habe mit keinem Wort zum Hass aufgerufen. Allerdings halte ich es für meine Pflicht als Theologe und Bürger, Klartext zu sprechen, wenn es offenen Nazis und Rassisten erlaubt wird, auf dem Römerberg zu demonstrieren, anstatt, wie es in anderen hessischen Gemeinden und Städten durchaus geschieht, solche Zumutungen zu verbieten, wozu sich aber der dafür verantwortliche Volker Stein nicht bereit erklären wollte.“
Herr Stoodt „vergißt“ selbstverständlich zu erwähnen, daß Stein sich in seiner Eigenschaft als Beamter an die geltende Rechtsordnung, bzw. Rechtsprechung zu halten hat und dies im Vorfeld der Kundgebungen vom 19. und 20. Januar auch tat. Daß dies einem H. C. Stoodt nicht in den Kram paßt, ist im Grunde genommen nur wieder bezeichnend, andererseits aber gleichfalls irrelevant. Hierzulande entscheiden nämlich im Zweifelsfalle immer noch Gerichte darüber, wer das grundgesetzlich verbriefte Recht auf Versammlungsfreiheit (Art. 8 GG) in Anspruch nehmen darf und wer nicht. Um dies zu verhindern und der Stadt Frankfurt am Main damit mögliche Kosten zu ersparen, sah der Ordnungsdezernent von einem Verbot ab. Das war sicher keine Gefälligkeit gegenüber der nationalen Opposition, sondern gelebte Gesetzes-, bzw. Rechtstreue. Eine Geisteshaltung, die allerdings bei linksgestrickten Exponenten in der Regel höchst selten anzutreffen ist.
Beinahe komisch mutet es an, wenn sich Stoodt dann ausgerechnet auf Martin Luther beruft. Gewiß, Stoodt ist evangelischer „Geistlicher“. Allein eines ist gewiß: Unter einem Martin Luther wäre ein solcher antideutscher Hetzer ganz sicher nicht Pfarrer geworden! Man kann vielmehr gewiß sein, daß der grundnationale Luther einen solchen Menschen ob dessen Gesinnung mit der Hundepeitsche zum sprichwörtlichen Teufel gejagt hätte, wenn er ihm gegenwärtig geworden wäre. Einer Wertung dieses mutmaßlichen Verhaltens Martin Luthers möchte ich mich an dieser Stelle allerdings lieber enthalten.
Eines aber weiß ich, daß ich blind war und bin nun sehend!
Jörg Krebs

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