HR: Festnahme nach Überfall auf Sommercamp

2008-07-21_hr-hessenschau_naziueberfall

HR Hessenschau, 21.07.2008:
„Nach einem Angriff auf ein Zeltlager des Jugendverbands der Partei „Die Linke“ im Schwalm-Eder-Kreis hat die Polizei vier Tatverdächtige festgenommen. Gegen einen 19-jährigen Rechtsextremisten wurde Haftbefehl erlassen. Er wird des versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletung verdächtigt. Der Rechtsextremist soll bei dem Überfall am Sonntag mit einem Klapp-Spaten und einer Bierflasche auf ein 13-jähriges Mädchen eingeschlagen und es schwer verletzt haben.“

Zitat aus dem Beitrag:
Hans-Manfred Jung, Staatsanwaltschaft Kassel:
„Als Täter ist inzwischen verhaftet worden, ein Neunzehnjähriger, gegen diesen jungen Mann ist Untersuchungshaftbefehl erlassen worden, wegen Verdachts des versuchten Totschlages. Nach eigenen Angaben hat er aus politischen Motiven heraus aufgrund einer ‚rechten Gesinnung‘ die beiden Schlafenden angegriffen und erheblich verletzt.“

Auch in der 20.00-Uhr ARD-Tagesschau wird über den Vorfall berichtet:
Video: „Angriff auf Sommercamp von Linkspartei

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Ein Gedanke zu “HR: Festnahme nach Überfall auf Sommercamp

  1. Die Fraktion DIE LINKE. im Römer zeigt sich schockiert und empört über den feigen Neonaziüberfall auf das Zeltcamp der Jugendorganisation [solid] Hessen: Am vergangenen Wochenende haben Neonazis ein Zeltcamp der parteinahen Jugendorganisation der LINKEN – Linksjugend [solid] – am Neuenhainer See überfallen.

    Hierbei erlitt eine dreizehnjährige Teilnehmerin lebensgefährliche Kopfverletzungen. DIE LINKE. zeigt sich in einer ersten Reaktion „entsetzt und schockiert“ über die Gewalt gegen Mitglieder Ihrer Jugendorganisation. „Zur Stunde ist der Gesundheitszustand des Mädchens unklar. Wir, DIE LINKE. im Römer wünschen ihr gute Besserung und hoffen, dass der brutale Überfall ohne Langzeitfolgen bleibt. Das ist das Wichtigste momentan“, so die Stv. Fraktionsvorsitzende Carmen Thiele. „ Allerdings zeigt dies wieder einmal, wie wichtig das Engagement gegen Rechts ist. Auch in Frankfurt gab es schon Übergriffe, wenn auch bisher zum Glück nicht mit so gravierenden Folgen wie nun in Nordhessen.“ DIE LINKE. erinnert vor dem Hintergrund der Gewalttat daran, dass es auch in Frankfurt eine „kleine, aber aktive braune Szene gibt, die mit einem NPD-Stadtverordneten zudem noch ein Sprachrohr im Römer besitzt.“ „Auch im Parlament zeigt der NPD-Vertreter oft genug das wahre Gesicht der Neonazis, wenn er beispielweise gegen Muslime („Das ist das Ergebnis. Die Moslems werden erst ihre Moscheen bauen und dann schmeißen sie uns die Bomben um die Ohren“ – Stadtverordnetensitzung vom 6. September 2007) hetzt oder Andersdenkende kaum verhohlen mit den vermeintlichen Folgen ihres
    politischen Engagements droht („….Aber das werden Sie dann ja nicht mehr erleben..:“)“, so die Stadtverordnete weiter.
    DIE LINKE. erwartet nun, dass angesichts solcher Ereignisse deutlich wird, dass nicht „linke Gegendemonstranten“ das Problem darstellen, sondern die Gewalttäter von Rechts!
    Pressemitteilung 21.07.08, DIE LINKE. Fraktion im Römer

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