PRO FRANKFURT weist Lügen und Unterstellungen zurück

Pro Frankfurt

In einer eindeutigen Klarstellung weist PRO FRANKFURT für eine weltoffene, tolerante und multikulturelle Stadt
Unterstellungen und Lügen zurück, insbesondere jene, daß die Internetseite von PRO FRANKFURT
www.pro-frankfurt.info.ms
von der Anti-Nazi-Koordination und/oder einem ihrerer Sprecher initiiert worden sei, das ist haltloser Unsinn, was die Anti-Nazi-Koordination z.B. zuvor schon in dem Beitrag „“Pro Frankfurt” und “Politically Incorrect” hetzen gegen die Anti-Nazi-Koordination“ öffentlich bekundet hat:
„Wir stellen zusammenfassend gegen die ohne weitere Belege vorgebrachten Anwürfe der bekannten Frankfurter Koran-Expertin fest: wer auch immer hinter der Homepage “PRO FRANKFURT für eine weltoffene, tolerante und multikulturelle Stadt” steht – Hans Christoph Stoodt oder die Anti-Nazi-Koordination haben sie nicht erfunden oder veröffentlicht.“
Hier die Klarstellung von PRO FRANKFURT (mit der ausdrücklichen „Erlaubnis“, sie zu veröffentlichen)

Obwohl unsere Weblogseite „Pro Frankfurt“ schon längere Zeit im Internet zu erreichen ist, werden seit kurzem übelste Unterstellungen, Phantastereien und Lügen über PRO FRANKFURT im Internet verbreitet.

PRO FRANKFURT ist eine Initiative von Bürgerinnen und Bürgern in Frankfurt für eine multikulturelle, weltoffene und tolerante Gesellschaft. Wir haben im Sommer des Jahres 2007 zueinander gefunden und kurze Zeit danach beschlossen, daß wir im Internet für uns und andere interessante Meldungen und Berichte zum bevorstehenden Moscheebau in Hausen zusammentragen. Wann sich die andere Gruppierung mit ähnlichem Internet-Namen gegründet hat, das wissen wir nicht, interessiert uns auch nicht sonderlich, da sie sich der Islamophobie und mehr verschrieben hat.

Nun allerdings wird im Schutz der Anonymität im Internet, zu feige, sich zu erkennen zu geben, übelste Haßpropaganda aus der jämmerlichen Rassistenseele gerotzt und werden wir als „(pseudo-)linke Antideutsche und salon-bolschewistische Wertezerstörer“ angeblich aus „dem Dunstkreis der linksfaschistischen Stoodt-Gruppe („Anti-Nazi-Koordination“)“ beschimpft (Zitate aus einem Kommentar auf der Weblogseite der anderen Pro-Frankfurt-Adresse).

Daneben kommen direkt aus den Reihen der BI Hausen gegen den Moscheebau, namentlich von Frau Schröter, einer selbsternannten, angeblichen Koran-Expertin und Hauptprotagonistin der BI, haltlose Mutmaßungen, Unterstellungen und Schmähungen.

  • Schröter schreibt, „…Stoodt folgt dabei wohl einem eingleisigen Denk- und Handlungsschema – Nazi ist, wer nicht denkt wie er –, was immer neue Aggressionen und Fehlinformationen produziert.
    Haltlose Behauptungen und Schmähungen Andersdenkender kennzeichnen die Internetseiten von Frau Schröter und der BI Hausen. Wie in dem oben zitierten Kommentar wird PRO FRANKFURT auch von Frau Schröter mit Herrn Dr. Stoodt in Verbindung gebracht und gemutmaßt, er und „seine“ Anti-Nazi-Koordination wären die Urheber unserer Internetseite. Dazu stellen wir fest, diese Behauptung und Unterstellung ist falsch und bösartig! Wir handeln in unserem eigenen Interesse und lassen uns von niemandem vereinnahmen. Wer anderes behauptet lügt und versucht offenbar damit, die eigene Argumentationslosigkeit zu vertuschen.
  • Schröter schreibt weiter, „Dazu gehört wohl auch die Imitation und Fälschung der Webseite der Hausener Bürgerinitiative gegen den Bau der dritten Moschee …
    Dazu stellen wir fest, daß wir es nicht nötig haben, etwas zu „imitieren“ und/oder zu „fälschen“, wer unsere PRO-FRANKFURT-Seite aufmerksam betrachtet, wird feststellen, daß keine Beiträge der anderen Pro-Frankfurt-Adresse von uns kopiert und verfälscht werden, geschweige denn das grausame Layout oder Design dieser Internetseiten. Diese Mühe würde sich übrigens auch gar nicht lohnen. Vielmehr haben wir eigenständige Inhalte, relevante Zitate und Links zum Thema Moscheebau in einem ansprechenden Weblog-Design gesammelt. Frau Schröter hat sich unsere Seite offenbar nie genau angesehen oder verbreitet hier bewußt Falschinformationen.
    Außerdem stellen wir fest, daß die Frage gestellt werden muß, wer hier von wem kopiert? Welche Initiative namens PRO FRANKFURT existiert länger? Am längsten dürfte übrigens das CityForum ProFrankfurt existieren, daher sollten die selbstgefälligen Protagonisten der anderen Pro-Frankfurt-Seite in ihrem eigenen Interesse ganz ruhig sein.
  • Schröter weiter, „Ein Gauner kreierte die Pro-Frankfurt-Gegenseite, auf der er erfundene, den wahren Absichten der BI diametral entgegenlaufende und daher irritierende Aussagen im Sinne der Pro-Islam-Lobby veröffentlicht und sich für den Bau der 3. Moschee in Hausen ausspricht.
    Dazu stellen wir fest, wir sind viele, nicht einer und daß wir die ehrabschneidende Diffamierung „Gauner“ als Ausdruck einer argumentations- und niveaulosen Beleidigungs-un-kultur ansehen, denn da, wo Argumente fehlen wird eben beleidigt. Von einer intellektuell tuenden „Expertin“ mit Doktortitel hätten wir ein anderes Niveau erwartet. Denn es geht gleich mit einer Lüge weiter, wir „veröffentlichen“ nämlich keine angeblich „erfundenen“ Aussagen. Die meisten Inhalte unserer Internetseite bestehen schlicht und ergreifend aus mühsam zusammengetragenen Zitaten in den Medien (wenn, dann müßten die Frankfurter Rundschau, der Hessische Rundfunk und all die anderen diese erfunden haben)! Daß diese Zitate oft (nicht immer) mutmaßlich den „wahren Absichten der BI diametral entgegenlaufen“, könnte in der Natur der Sache liegen, obwohl uns die „wahren Absichten“ dieser sonderbaren BI letztlich nicht bekannt sind, nur die Auswürfe ihrer selbsternannten Protagonisten, die im Internet und in den Medien veröffentlicht sind. Schließlich „veröffentlichen“ wir keine Inhalte für eine angebliche „Pro-Islam-Lobby“ (wer oder was das auch immer sein soll), sondern für eine weltoffene, tolerante und multikulturelle Stadt und ein friedliches Zusammenleben der Menschen mit unterschiedlichen Religionen und Glaubensrichtungen, ganz im Sinne der Religionsfreiheit unserer Verfassung.
  • Schröter weiter, „Auf seiner Heimatseite wirbt Stoodt für diese (seine?) Seite: https://antinazi.wordpress.com/2008/07/27/pro-frankfurt-begrüsst-moschee-bau-in-hausen/. Das Täuschungsmanöver veranlasst zu der Frage: Folgt Stoodt bereits Allah, der sich selbst als „der beste Ränkeschmied“ bezeichnet?
    Dazu stellen wir fest, ob die Homepage der Anti-Nazi-Koordination die „Heimatseite“ eines bestimmten Menschen ist, das wissen wir nicht, interessiert uns auch nicht. Unseres Wissens ist Herr Dr. Stoodt einer der Sprecher dieser Organisation, weswegen er qua Amt natürlich gelegentlich auf dieser Homepage etwas veröffentlichen dürfte. Wenn er in dieser Funktion auch über uns, PRO FRANKURT, und über unsere zustimmende Haltung zum Moscheebau in Hausen korrekt und fair berichtet, so haben wir dagegen nichts einzuwenden, stellen aber ein letztes Mal in aller Eindeutigkeit fest, daß unsere schöne PRO-FRANKFURT-Seite nicht von Herr Dr. Stoodt und/oder der Anti-Nazi-Koordination Frankfurt ist, das haben wir auch alleine und selbständig geschafft (so schwer ist das schließlich heutzutage nicht mehr). Dies hat Herr Stoodt übrigens auf der Homepage der Anti-Nazi-Koordination ebenso eindeutig betont, weswegen anderslautende Unterstellungen und Mutmaßungen einfach nur dumm und ignorant sind, nichts weiter als Hirngespinste derer, die in ihrer islamophoben Verblendung offenbar unter einer Art anti-islamischen Verfolgungs-Wahns leiden könnten (wir wissen nicht, ob es dagegen schon ein Heilmittel gibt).

Auch wenn es einigen wenigen nicht passen sollte, wir von PRO FRANKFURT sind unabhängige und selbständige Bürgerinnen und Bürger aus Frankfurt, die für eine multikulturelle, weltoffene und tolerante Gesellschaft eintreten und den Bau einer Moschee in Hausen befürworten! Unser PRO steht im Gegensatz zu anderen wirklich FÜR etwas, nämlich FÜR Religionsfreiheit, Toleranz und ein friedliches Zusammenleben.

PRO FRANKFURT
Bürgerinnen und Bürger in Frankfurt für eine multikulturelle, weltoffene und tolerante Gesellschaft
www.pro-frankfurt.info.ms

P.S.
Wir werden diese Stellungnahme auch über unsere privaten Mailverteiler verbreiten, auch der Anti-Nazi-Koordination senden, der wir außerdem erlauben , diese Klarstellung auf ihrer Internetseite zu veröffentlichen, obwohl wir voneinander unabhängig sind. Ebenso dürfen dies andere antirassistische und antinazistische Internetseiten, die für eine multikulturelle, weltoffene und tolerante Gesellschaft eintreten, tun, ohne daß wir gleich von diesen unterwandert wären (dies als Hinweis an alle Islamophobiker).

Frankfurt a.M., August 2008

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8 Gedanken zu “PRO FRANKFURT weist Lügen und Unterstellungen zurück

  1. Was auf der Moscheebau-Gegner-Homepage derzeit alles abgesondert wird, ist erneut erhellend und spricht der Selbststilisierung der dortigen Kommentatoren als Vertreter abendländischer, zivilisatorischer, aufgeklärter Werte Hohn. Im Grunde muß man für diese – freilich durch die Anonymität von Decknamen geschützte – Offenheit dankbar sein. So kann hinterher niemand behaupten, es wäre nicht schon immer klar gewesen, wer hier spricht und was gewollt ist.

    Kleine Kostprobe:

    Aber diese Strömung [gemeint sind die „Islamkritiker“] wird immer stärker, siehe pi-news.net, wo auch viele Ex-Linke und ehemalige Wähler von PDS, SPD, GRÜNEN sich empören über das freche Ausbreiten des demokratie- und freiheitsfeindlichen, mit westlicher emanzipierter und einst als links verstandener Lebensart unvereinbaren Islam und seine das Eigene hassenden deutschen Türöffner), da werden auch unsere verbiesterten, gewaltbereiten Deutschlandfeinde-Nationalverräter von Stoodt und Mittätern letztlich nichts ändern können, der Strom wird über sie hinwegstürzen.
    Sie sind doch im Grunde nur eine im Volk völlig isolierte (weswegen sie sich bei den Türken und Moslems, beide hat hier niemand zur Masseneinwanderung nach Deutschland eingeladen!!, anbiedern müssen), und (wie Ihre Braun-Antipoden) im Wahn der Selbstüberschätzung lebende Sektierergruppe, haben nur einen gewissen Einfluß vor den speziellen Frankfurter Verhältnissen. Kein Unrecht währt ewiglich!!“

    oder:

    Warum kamen die Gastarbeiter ?? Haben die Türken Deutschland wiederaufgebaut??

    oder:

    Sie [zB. die Anti-Nazi-Koordination] solidarisieren sich (ähnlich ihren iran-poussierenden Braunnazi-Zwillingsbrüdern im Geiste des Antidemokratismus) mit einer am Iran (einem Land mit einem der schrecklichsten Regime dieser Zeit) orientierten Schiitengruppe, wo -hat sich diese Hausener Moschee-Gruppe je von den Zuständen im Iran distanziert??!- heute noch grausame Steinigungen gegen unbotmäßige Frauen und Mädchen stattfinden, wo wie bei den Nazis eine totalitäre Gleichschaltung herrscht mit Suspendierung fast aller hier gültiger Grundfreiheiten und Emanzipationswerte.“

    deren „Verteidiger“ sich allerdings in einer Art und Weise ausdrücken, daß es die Sau graust,

    oder:

    Gesinnungs-Terror wie bei Nazis und Stalinisten = links-verratende Schlecht-68er- und ihre noch übleren antideutschen rotGRÜN-Epigonen üben die totalitäre Gleichschaltung…

    oder

    Man hat heute wirklich alle Hände voll zu tun, um Kinder zu eigenständigem Denken zu erziehen. Die kriegen ja nach wie vor die Folgen der 68er-Ideologien in staatlichen Institutionen schon frühzeitig eingeimpft: katholisch=böse, islamisch=gut (und zwar IMMER), us-amerikanisch=böse (außer Obama), Sich wehren=böse; Biodeutsch sind grundsätzlich immer Schuld; Multikulti ist gaaaaanz toll (auch wenn die Eltern nicht neben Muselmanen wohnen wollen) usw. usw.
    Ich erzähle den Kindern dann regelmäßig, was in Ländern wie Afghanistan und dem Iran so mit Frauen und Schwulen passiert (natürlich in kindsverträglicher Form), damit die sich keinen Illusionen hingeben. Inzwischen wurde einer auch schon heftig kulturell bereichert auf dem Schulweg, der ist richtig froh, wenn er mal was anderes hört als das, dass er das doch irgendwie gut finden soll, weil die Kulturbereicherer doch soooo schrecklich benachteiligt sind bei uns. Das hinterlässt bei Kindern einen schweren Schaden, wenn man ihnen nicht den Rücken stärkt, wenn ihnen Unrecht widerfährt
    ;
    [„Biodeutsch“ – gibts das jetzt auch im Aldi??]

    nur noch überboten von:

    Kinderüberraschungseier sollen verboten werden, weil ja die Gefahr besteht, dass einer das Spielzeug essen könne und aus der Schokolade einen Dinosaurier zum Spielen schnitzt, aber auf dem Schulweg ist es ok regelmäßig beklaut, beraubt, verprügelt etc. zu werden. Wirklich eine großartige Ideologie. So festigt man auf 68er Art das Gerechtigkeitsempfinden der Kinder. Supi.

    Aha. Das ist wirklich rührend. Kinderüberraschungseier, aus Schokolade geschnitzte Dinosaurier (??!!), Ideologie, die 68er und das Gerechtigkeitsempfinden – alles zusammen in nur 52 Worten! Wer hätte gedacht, daß es so etwas gibt? Wer aber so etwas kann, der darf auch gegen den „Bau der dritten Moschee in Hausen“ sein, selbst wenn diese Moschee gar nicht dort, sondern im Stadtteil Industriehof entstehen wird.

    Kein Wunder, daß auch auf dem sattsam bekannten Blog „politically incorrect“ Geifer und Blut nur so spritzen. Hier bloggen teilweise dieselben Personen, die im Hausener Moscheeverhinderungsverein das vielfältige und vor allem laute Sagen haben.

    Und hier wird der Anti-Nazi-Koordination nun sogar Besuch angekündigt – absolut extrem gewaltfrei natürlich:

    „#18 Hausener Bub (07. Aug 2008 18:15)

    In jedem Fall ist es schon traurig, daß man bei Herrschaften wie PFARRER Stoodt höchst vorsichtig sein muß, oder ? Dort gibt es auf jeden Fall einen SA-artigen Saalschutz, der nicht zimperlich ist. Anständige Neosozialisten sind Menschen des “Dialogs” – gelle ? Das nächste Treffen von Stoodts Verein findet übrigens wie so oft im migrantösen Schutz eines “türkischen VOLKSHAUSES” statt: … Ich habe große Lust mit ein paar kemalistischen Freunden aus der Türkei dort einen Tee zu nehmen.“

    Ahja?

    Dankbar notiert dann auch noch der wackere „Templer“ auf „Politically Incorrect“, auch die Antideutschen hätten was gegen den von ihm begeiferten Stoodt und tauscht mit seinem Blogger-Kameraden „Hausener Bub“ kichernd Links aus deren Invektiven gegen Stoodt aus (hier, Kommentar # 22), wie früher die Schulkinder Schund- und Schmutzheftchen unter der Schulbank.

    Da haben sich ja Gottlob endlich die Richtigen zusammengefunden: der Hausener Bub, der „Templer“ und „Dissidenz Olifani“.
    Wäre doch passender, die drei träfen sich mal zum Kaffee – sie hätten sich viel zu erzählen!

  2. wenn die zitierten „deutschlandfeinde-nationalverräter“ wenigstens welche wären. solange sie es nicht sind, sind templer und hausener buben genauso unappetitlich, aber auch nicht spannender.

  3. Dissi, sei doch nicht gleich so traurig, daß Dich noch nie einer aus dem völkischen Mob als „Deutschlandfeind-Nationalverräter“ bezeichnet hat…
    Es kann halt nicht jeder gewinnen. Aber frei nach dem olympischen Motto gilt hier eben auch für Dich: Dabei sein ist alles!
    Kopf hoch!
    Lebbe gehd weider!

  4. ich kann ja auch mal mit einem altklugen sprüchlein antworten:

    hans-christoph, du verfolgst einen gradlinigen pfad, allerdings ohne ziel, an dem du ankommen kannst und unterwegs auch ohne aussicht, die verschiedenen widersprüchlichkeiten zu erkennen und darüber was herauszufinden (etwa die inhalte der volksfront-medien minus ihrer eindeutig mit dem nationalsozialismus der vergangenheit kuschelnden darbietungsweise, die dann unterm strich nicht so weit entfernt wären von politischen parolen vs. israel, usa, markenklamotten, promiskuität, drogen, krieg, globalisierung und so, die du dann vielleicht sogar punktuell teilen könntest).

    ansonsten:
    wenn sich politisches interesse und engagement mit der persönlichen selbstbestätigung verbindet, verliert sich die an sich bestimmt ehrenwerte motivation irgendwann und wird von so ner art fundamentalismus ersetzt.
    in diesem sinne hoffe ich, daß es hier nicht ums „gewinnen“ geht.

    der hausener bub aber kann gerne auf mich verlinken, nur werde ich ihn umgekehrt nicht bei seinen anliegen unterstützen können, das ist dann schon arg konträr.

    es interessiert mich ollen islamophobiker z.b. praktisch gar nich, ob die deutsche gemütlichkeit in hausen „islamisiert“ wird, sondern viel mehr ob der von dir mit „antifaschistischer“ (oder doch eher antiimperialistischer?) inbrunst verteidigtete islam es mittlerweile verbietet, die praxis der scharia vor dem menschenrechtsrat der vereinten nationen zu diskutieren. ich fürchte, die antwort ist ja:
    http://jungle-world.com/artikel/2008/32/22381.html

  5. Dissi –

    ich verteidige nicht „den Islam“, schon gar nicht mit „antifaschistischer Inbrunst“, sondern ich trete, solange es nichts besseres gibt, für die Einhaltung der hierzulande üblichen politischen und rechtlichen Mindeststandards ein, auch wenn es um Moscheen geht. Denen zufolge ist die Frage, ob und wieviele Moscheen irgendwo gebaut werden dürfen und wie groß die sein können nicht Angelegenheit plebiszitärer rassistischer Aufwallungen der dort „autochthonen Biodeutschen“ (wörtliches Zitat), sondern schlicht des kommunalen Baurechts.

    Es wäre leicht, Dir als Retourkutsche auf Deinen ersten Absatz genauso schlüssig „nachzuweisen“, warum es gar kein Zufall ist, weshalb bei Leuten wie dem Hausener Buben, „Politically Incorrect“ und auch Dir die Positionen Antideutscher bezüglich „des Islam“ (welch verzweifelt unmöglicher Begriff …) und bezüglich der Politik des Staates Israel bisweilen einander gleichen wie ein Ei dem anderen. PI nennt sich bereits in der Titelzeile „proamerikanisch, proisraelisch“. Das klingt immer so, als befände man sich damit bereits in einer Art nibelungenhaft-heroischen Defensive – angesichts der realen Machtverhältnisse wirklich lächerlich und der rechten deutschen Selbstveropferungsstilisierung nach 1945 sehr ähnlich. Die Reduzierung der palästinensischen Selbstbefreiungsversuche von 1936 bis heute auf „den Mufti“ findet sich in der Gestalt von Videoclips, Texten, Anspielungen etc.pp. auf Blogs beider Seiten in genau der gleichen Form, während die Faschistenkontakte Avraham Sterns samt seinem Angebot an das Nazideutschland von 1941, zionistischerseits bei der Schaffung eines „judenfreien Europa“ helfen zu wollen, bei beiden unter den Tisch fällt. Aber lassen wir das, das hatten wir schon…

    Im Übrigen möchte ich mal die These aufstellen: jedem, der sich auf Blogs äußert, geht es auch um Selbstbestätigung. Da wollen wir uns allesamt mal gar nichts vormachen. Zu gewinnen gibts da allerdings nichts, da stimme ich zu.

  6. Hallo Dissi,

    es geht tatsächlich erst einmal darum, dass die rechtlichen Standards eingehalten werden. Diese müssen für alle religiösen Gruppen gleich sein.

    Ausnahmen kann es aus meiner Sicht nur für extrem rechte religiöse Gruppen geben. So würde ich mich weder für die Rechte christlicher Fundamentalisten einsetzen noch für die islamistischer Gruppen.
    Die Hazrat Fatima Gemeinde hat ein offenes Konzept vorgelegt und sich bei dmehrern Veranstaltungen als weltoffene Gemeinde präsentiert, die den Koran im historischen Kontext interpretiert. Dies hat es mir sehr einfach gemacht, für ihre Rechte einzutreten. Doch auch „weniger sympathische“ religiöse Gemeinschaften haben das Recht, sich ein Gebets- und Gemeindehaus nach ihren Vorstellungen zu errichten. Von den geneannten Ausnahmen abgesehen haben weder du noch ich noch der Hausener Bügermob darüber zu entscheiden, wo und diese Gebäude stehen sollen und wie sie auszusehen haben.

    Lieber Hans Christoph,

    der Vergleich zwischen Stern und al-Husseini scheint mir weit hergeholt, vor allem weil al-Husseini ein wichtiger Repräsentant der arabischen Nationalbewegung in Palästina war und auch nach ’45 ein wichtiger palästinensischer Politiker, der bis heute zur Ahnengalerie der PLO gehört. Al-Husseini hatte nicht nur Kontakte zur NS-Führung, sondern er hat die deutschen Kriegsanstrengugne und die Vernichtung der europäischen aktiv unterstützt.

    Avraham Stern dagegen hat mit Lechi eine kleine Splittergrupe gegründet. Lechi (Stern-Gruppe) spaltete sich von der Irgun ab, weil sie während des Zweiten Weltkrieges den bewaffneten Kampf gegen die Briten fortsetzen wollten. Angesichts der vor der Tür stehenden deutschen Truppen ein wahnwitziges Unternehmen, dem verständlicherweise nicht viele Juden in Palästina etwas abgewinnen konnten. Die Mehrheit der Zionisten und auch der Revisionisten kämpften auf der Seite Großbritanniens und der Alliierten gegen Deutschland und riefen zum Eintritt in die Jüdische Brigade auf.

    Lechis Angebote zur Zusammenarbeit mit den Deutschen blieben ein reines Planspiel, während die Zusammenarbeit der Deutschen mit der arabischen Nationalbewegung Realität war.

    P.S.: Beim googlen nach Lechi habe ich einen Beitrag auf Hagalil gefunden: Witzigerweise steht dort, dass Lechi für seine „antiimperialistische Ideologie“ bekannt gewesen sei http://www.hagalil.com/lexikon/index.php?title=Lechi

  7. Lieber Stephan,

    ich kenne diese Etikettierung Sterns als „Antiimperialisten“. Der Verweis darauf bringt natürlich nichts, weil er sich auf den Kontext der inner-revisionistischen zionistischen Debatte nach dem Beginn des 2. Weltkriegs bezieht, als Stern eben eine andere Position bezog als Begin. Das an Nazi-Deutschland von der Lechi-Gruppe adressierte Dokument mit dem Vorschlag gemeinsamen Vorgehens ist übrigens allgemein zugänglich im Internet: http://www.marxists.de/middleast/ironwall/irgunazi.htm. Dessen Existenz hinderte die israelische Regierung des Jahres 1980 nicht daran, eine eigene Auszeichnung für die Mitglieder der Stern-Gruppe zu erlassen. Desgleichen gibt es eine israelische Briefmarke zur Ehrung der beiden Mörder des britischen Lord Moyne von 1944, die der Stern-Gruppe angehörten, und auf der Briefmarke als „Märtyrer“ ausgewiesen werden. Krieg ist Krieg – aber so unwichtig war die Gruppe nicht, sonst würde nicht heute noch stolz an sie erinnert. Einer ihrer Aktivisten war übrigens später Leibwächter Ben-Gurions: http://de.wikipedia.org/wiki/Lechi. Mit anderen Worten: weder Likud noch Mapai hatten Berührungsprobleme mit Lechi. Das waren keine marginalisierten Extremisten, jedenfalls wurden sie später nicht so behandelt.

  8. Al-Husseini war ein Repräsentant der arabischen Nationalbewegung und einer der Führer des arabischen Aufstands 1936-39. Husseini traf sich mit Hitler, Himmler und danderen führenden Nationalsozialisten. Der Delegierte der Stern-Gruppe konnte einmal einen deutschen Diplomaten der dritten Klasse treffen. Von 1948-1959 war Husseini Chef der „arabische Regierung für ganz Palästina“ (der palästinensischen Exil-Regierung in Ägypten). Dass diese Regierung keine demokratisch gewählte war, sondern eine von Ägyptens Gnaden ändert nichts daran, dass er – ein in Jugoslawien in Abwesenheit verurteilter Kriegsverbrecher – auch in dieser Zeit ein Repräsentant der arabischen Nationalbewegung war.

    Lechi stand 1940-1944/45 nicht nur gegen die zionistische Mehrheit, sondern auch gegen Jabotinsky (den Begründer der revisionistischen Linie im Zionismus), auf dessen Initiative die Irgun 1940 ihre Aktionen gegen die britischen Besatzung einstellte. Während die zionistischen Organisationen zum Eintritt in die britische Kolonialarmee aufriefen und zehntausende Juden aus Palästina in ihr gegen dei Wehrmacht kämpften und während die Revisionisten zum Aufbau einer Jüdischen Armee an der Seite Großbritanniens aufriefen, kämpfte Lechi weiter gegen die Briten als „Hauptfeind“. Lechi hat sich damit gegen die übergroße Mehrheit der Juden in Palästina wie weltweit gestellt, die in großer Zahl in den alliierten Armeen gegen das natinalsozialistische Deutschland und seine Verbündeten kämpften.

    Lechi war eine kleine Terrogruppe. Nach dem Mord an Graf Folke Bemadotte wurde sie 1948 von der israelischen Regierung verboten. In den meisten Büchern zur Geschichte Palästinas/Israels ist sie nur eine Fußnote. Daran ändert auch nichts, dass einzelne Mitglieder von Lechi in den 80er und 90er Jahren in Israel Regierunsposten eingenommen haben.

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