Bald Vollversammlung der Hessen-NPD im Knast?

Mit Mario Matthes, derzeit stellvertretender Vorsitzender der Hessen-NPD, wurde heute eine weitere Führungspersönlichkeit dieser Partei wegen schwerer Körperverletzung und Beleidigung verurteilt: 11 Monate Knast – auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Dazu 100 Sozialstunden – fragt sich allerdings: welche soziale Einrichtung muß eine solche Person akzeptieren? Matthes hatte vor kurzem einen antifaschistischen Kommilitonen auf dem Campus der Uni Mainz zusammengeschlagen und anschließend versucht, das ganze als eine Art Duell zu schildern. Der Uni Mainz hatte diese „Erklärung“ ausgereicht, um Matthes nicht zu exmatrikulieren.  Vielleicht nimmt er, ermutigt davon,  das nächste mal ja einen Klappspaten wie sein Kamerad Schnippkoweit, den Matthes sicher im ehemaligen „Nationalen Zentrum“ in Butzbach-Hochweisel kennengelernt haben dürfte – bei Marcel Wöll, der in diesem Monat einem weiteren Prozess entgegensieht: versuchter Totschlag.  Eine Alternative zum Klappspaten wäre noch das Schweizer Sturmgewehr, an dem sich vor einem Jahr Matthes‘ Kamerad Völkel geübt hatte (begleitet von seiner Lebensgefährtin Übelacker), ohne daß das für ihn oder auch sie irgendwelche Konsequenzen gehabt hätte. Matthes war damals noch in der NPD Rheinland-Pfalz aktiv (wie, das ist eine Geschichte für sich…) und zeitgleich mit Völkel und Übelacker übrigens auch in der Schweiz – Zufall? Sicher nicht, denn Matthes hatte denselben schweizerischen Begleiter dabei, der auch mit Völkel zuvor mit dem Sturmgewehr geübt hatte: Roland Wagner von den sogenannten „Schweizer Demokraten“.
Unglaublich, daß angesichts dieser Häufung von Gewaltkriminellen in der Führung der NPD Innenministerium, „Rechtsextremismusexperten“  und Verfassungsschutz Hessens der Ansicht sind: in diesem Bundesland werden Nazis so in erfolgreich Schach gehalten,  daß sie um Hessen „einen Bogen machen“.
Ist das Ahnungslosigkeit oder behördliche Protektion für Nazis?
Der Angeklagte Matthes blieb übrigens der Verhandlung mit der billigsten aller Ausreden fern: Zug verpaßt. Es wurde deshalb in Abwesenheit gegen ihn verhandelt. Bericht auf Chris b-online und NPD.Blog.info.

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