CDU-Funktionär bezeichnet Dietrich Bonhoeffer als „ganz gewöhnlichen Landesverräter“

Der Chef des Wasserkraftverbands Baden-Württemberg, Manfred Lüttke (CDU), hat, wie erst jetzt bekannt wird, bereits im Juni diesen Jahres in einem der Agentur dpa vorliegenden Schreiben den namhaften evangelischen Theologen der Bekennenden Kirche und Antifaschisten Dietrich Bonhoeffer, 1945 kurz vor der Befreiung vom Nazifaschismus im KZ Flossenbürg hingerichtet, als „ganz normalen Landesverräter“ und „deutschfeindlich“ bezeichnet (Quelle). Der Fall eskalierte kürzlich anlässlich der anstehenden Wiederwahl des Energie-Managers. Martin Hohmann war, was ja ohnehin klar ist, in der Partei des Studienzentrums Weikersheim kein Einzelfall. Die nun erhobenen Forderungen nach einem Ausschluß des Schreibtischtäters aus der CDU sind deshalb im Grunde genauso fehl am Platz wie dessen nachträgliche „Entschuldigung“ für seinen, wie er nun behauptet, „saublöden Spruch„, den er allerdings schriftlich und darum vermutlich im Zustand klaren Bewußtseins abgelassen hat. Trotz vieler Proteste wurde der 73-jährige Verbandsfunktionär sogar in seiner Funktion wiedergewählt –  n a c h  Bekanntwerden seiner Äußerung. Über einen möglichen Ausschluß aus der Abendmahlsgemeinschaft seiner Kirche, falls er einer solchen angehört, ist nichts bekannt.

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