Heute, Cafe Exzess, 19.30 Uhr: Filmvorführung „private“

Filmveranstaltung mit anschließender Diskussion zum Israel-Palästina-Konflikt. Die Aktionsgruppe für den Aufbau der 3. Reihe zeigt den Film „private“ von Saverio Constanzo, Italien 2003, 90 min.  Der auf einer wahren Begebenheit beruhende Spielfilm schildert die Besatzung in der Westbank anhand der Annexion eines einzelnen Hauses. Der erste Stock des von einer palästinensischen Familie bewohnten Hauses wird von israelischen Soldaten besetzt, nachdem sich die Familie weigert, das Haus zu verlassen. In dieser verdichteten Situation entstehen vielschichtige und unterschiedliche Beziehungs- und Handlungsansätze, die aber unter dem Diktat der Besatzung zum Scheitern verurteilt sind. Zeit und Ort: Montag, 8.12., 19.30 Uhr, Café ExZess (Antifa-Frankfurt.org).
Erkärung der  Aktionsgruppe:

Die Aktionsgruppe für den Aufbau der Dritten Reihe begrüßt Euch zu unserer Filmvorführung. Wir haben uns 2007 zum 7.7. zusammengefunden, um die Gleisblockade in Rödelheim in Zusammenhang mit den verschiedenen antifaschistischen Aktionen gegen den Naziaufmarsch zu organisieren.

Unser Verständnis vom antifaschistischen Widerstand haben wir in der gemeinsamen Veranstaltung im Januar 2008 und in unseren Prozesserklärungen zur Diskussion gestellt. Für uns heißt Antifaschismus nicht nur gegen „Stiefelfaschisten“ auf die Straße zu gehen, sondern ein grundsätzlich antikapitalistisch und antirassistisches Verhältnis. Unser Ziel ist es nicht, bei der Verhinderung dieser Aufmärsche oder anderer Formen des öffentlichen Auftretens stehen zu bleiben, sondern sich gegen jede Form von Rassismus, Sexismus, Unterdrückung und Ausbeutung zu stellen.

Aktuell sind wir Teil der Solidaritätsbewegung zu den Prozessen gegen Axel, Florian und Oliver, die in Berlin wegen antimilitaristischer Aktionen der militanten gruppe verurteilt werden sollen und in der Mobilisierung gegen die Natotagung im April 2009.

Unser Selbstverständnis ist geleitet vom Internationalismus: Es sind die Bedingungen die der Kapitalismus mit all seinen Ausbeutungs- und Repressionsinstrumentarien schafft, gegen die wir hier und gegen die in allen Ländern der Welt gekämpft wird. In den vermeintlich abgesicherten Wohlstandsverhältnissen hier fällt der klare Blick auf die Mechanismen der kapitalistischen Durchdringungen aller Verhältnisse häufig schwer. Die Perspektive auf Befreiung ist oft nur mühsam zu erkennen.
Kämpfe, nicht mit internationalistischen Bewußtsein zu führen, heißt weiterhin dieses kapitalistische Ausbeutungsverhältnis zu reproduzieren und metropolenchauvinistisch vor sich hinzudümpeln.

Für uns ist das Bewußtsein der gemeinsamen Kämpfe aber wichtiges Elixier – auch um hier den Mut nicht zu verlieren .
Unsere Auseinandersetzung mit den Kämpfen in anderen Ländern ist immer davon geleitet, welche emanzipatorischen Kräfte dort intervenieren.
Das Scheitern dieser Kräfte ist Ausdruck des Kräfteverhältnisses nicht nur dort – sondern eines insgesamten Kräfteverhältnisses und letztlich auch der Schwäche der Linken in den kapitalistischen Kernländern geschuldet. Dieses Verständnis von Solidarität ist die Definition des proletarischen Internationalismus: kurz: den Kapitalismus hier bekämpfen!

Unser politisches Verständnis beinhaltet integral den Kampf gegen Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus und hierbei explizit die stärker werdenden anti-islamischen rassistischen Strömungen.

Im letzten Jahr waren wir mit einer für uns unakzeptablen Verquickung der Begrifflichkeiten „Antisemitismus“ und „Antizionismus“ konfrontiert, die in der nichthinterfragbaren Staatspolitik Israels und Kriegstreiberei gipfelt. Mit dem Totschlageargument des Antisemitismus wird jegliche Kritik an der Regierungspolitik Israels tabuisiert.

Eine Linke kann sich nicht solidarisch erklären, mit einem kapitalistischen durchmilitarisierten Staat und der Jahrzehnte andauernden völkerrechtswidrigen Besatzung, den Siedlungsbau, der Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung, den Raub der Ressourcen, den Errichten von ummauerten Protektoraten und einer rassistischen Politik, die sich gegen die nicht jüdischen Bevölkerungsteile richtet, womit sie auch auf deren Vertreibung zielt.

Wir ergreifen Partei für die emanzipatorischen israelischen und palästinensischen Kräfte in diesem Konflikt!
Unsere Unterstützung gilt Initiativen und Aktionen, die für das Ende der Besatzung gegen die Apartheidsmauer und eben auch für das Selbstbestimmungsrecht der PalästinenserInnen und für das Existenzrecht eines lebensfähigen palästinensischen Staates kämpfen.

Wir zeigen jetzt den Film „private“ von Saverio Constanzo (Italien 2003). Der auf einer wahren Begebenheit beruhende Spielfilm schildert die Besatzung in der Westbank anhand der Annexion eines einzelnen Hauses. Der erste Stock des von einer palästinensischen Familie bewohnten Hauses wird von israelischen Soldaten besetzt, nachdem sich die Familie weigert, das Haus zu verlassen.
In dieser verdichteten Situation entstehen vielschichtige und unterschiedliche Beziehungs- und Handlungsansätze, die aber unter dem Diktat der Besatzung zum Scheitern verurteilt sind.

Zu den Hintergründen und der Entstehung des Filmes im Kontext des Israel-Palästina-Konflikts werden nach dem Film Informationen gegeben. Wir freuen uns auf die anschließende Diskussion.

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