„Melmapalena“ – Vertreter der exilafghanischen Elite und hochrangige Bundeswehrangehörige versprechen sich gegenseitig, füreinander sterben zu wollen

Im Rahmen eines „melmapalena“ bedankten sich, so der Einladungstext, gestern abend in Frankfurt, Restaurant „Orient Palace“ (Vilbeler Landstraße, Fechenheim), Vertreter des offiziellen Afghanistan im Rahmen eines festlichen Empfangs bei hochrangigen Bundeswehrangehörigen für deren Einsatz bei der Besatzung ihres Landes (vgl. dazu den Blog „Soldatenglück„) . Bei dem Wort „melmapalena“ handelt es sich um den Namen eines archaischen Verbrüderungsrituals aus dem Kontext des pashtunischen Ehrenkodex („pashtuwali“). Dabei versichern sich die daran beteiligten Seiten unter anderem, im Ernstfall füreinander sterben zu wollen. Na denn.
Gegen diese „Dankesgeste“ für die Besatzung Afghanistans hatte die Gruppe „Nato.ade“ Proteste angekündigt. Es waren die Namen der auf beiden Seiten Beteiligten veröffentlicht und politisch eingeordnet worden, die Protestaktion wurden in den Kontext der „mg-Prozesse“ sowie das Vorfeld der Aktionen gegen den 60. Jahrestag der NATO-Gründung gestellt. Erklärung der AktivistInnen und Foto zur gestrigen Aktion: Danke Wofür? (PDF-Datei)

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