„Blaue Narzisse“: neu-rechte Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung

Am Abend des 27.4. 09 ging es während einer Veranstaltung der Anti-Nazi-Koordination Frankfurt im „Club Voltaire“ um die Kooperation des ehemaligen Bundesministers Dr. Hans Apel (SPD) mit Kreisen der Neuen Rechten wie dem „Institut für Staatspolitik“ (IfS) um Karlheinz Weissmann und Götz Kubitschek, sowie deren Schüler-Ableger, dem Internet-Blog plus Zeitschrift „Blaue Narzisse“:

Aus dem Grüppchen um die „Blaue Narzisse“, Träger der „Konservativ-Subversiven Aktion“ (ungebeten.de) gab es, wie als Beleg für die im Vortrag geschilderte Kooperation Apel – Neue Rechte, prompt einen Störungsversuch der Veranstaltung, der aber erfolgreich verhindert werden konnte. Hier ist (mit anonymisierten Link) der Bericht der beleidigten Neu-Rechten über ihren Fehlschlag nachzulesen.

Zum Anlass der Veranstaltung hier nachlesen – dort finden sich auch weitere Links zum Hintergrund.
Im Folgenden eine Pressemitteilung Frankfurter AntifaschistInnen zur erfolgreichen Verhinderung der geplanten „Konservativ-Subversiven Aktion“:

Junge Rechte aus dem Umfeld der „Blauen Narzisse“ scheitern in Frankfurt/Main kläglich mit dem Versuch einer „Konservativ-Subversiven Aktion“
„Konservativ-Subversive Aktion“ in Frankfurt leider schiefgegangen…

Am Montag (27.04.2009) versuchten einige junge Menschen, die dem Umfeld der neu-rechten Schülerzeitung „Blaue Narzisse“ zuzurechnen sind, eine Vortragsveranstaltung der Frankfurter Anti-Nazi-Koordination im Club Voltaire in der Frankfurter Innenstadt zu stören.
Die Möchtegern-Störer beziehen sich mit der gewählten Aktionsform auf das von Götz Kubitschek (Edition Antaios, Institut für Staatspolitik, ungebeten.de) erdachte Konzept der „Konservativ-Subversiven Aktion“, Aktionsformen der Studentenrevolte sollen im Sinne neurechter und konservativer Politik kopiert werden. Störungen bei Veranstaltungen mit Egon Krenz oder Günter Grass werden hier als tolle Erfolge gefeiert.
Leider wurde aus der Aktion in Frankfurt nichts. AntifaschistInnen hatten vorher über den von Felix Menzel im Blog der „Blauen Narzisse“ großspurig als „schneidige Aktion“ angekündigten Störungsversuch Wind bekommen, einige der bereits im Vortragssaal anwesenden Störer herausgebeten und weitere, die sich dem Veranstaltungsort zu nähern versuchten, zur nächsten U-Bahn verwiesen und freundlich, aber bestimmt gebeten, doch den Abend zu Hause zu verbringen. Hier wurde auch Carlo C. angetroffen, ein junger Mann aus Offenbach/Main, der für die „Blaue Narzisse“ schreibt, auch bereits in der „Jungen Freiheit“ veröffentlicht hat und unter dem Pseudonym „calito89“ auf seinem Blog immer wieder bemüht und fleissig Schreibversuche zu verschiedensten Themen unternimmt und uns an seinen kruden Versuchen, ein moderner Konservativer zu sein, teilhaben lässt.

Der Vortrag von Dr. Hans-Christoph Stoodt, einem der Sprecher der Anti-Nazi-Koordination, unter dem Titel „Im rechtsnationalen Milieu – Hans Apel“, in dem es um die Verstrickungen des Ex-Bundesministers Dr. Hans Apel (SPD) mit dem rechtsnationalen Milieu ging, konnte störungsfrei im gut gefüllten Club Voltaire durchgeführt werden.

Den jungen Menschen, deren „Konservativ-Subversive Aktion“ heute so peinlich danebengegangen ist, sei empfohlen, den Mund nicht so voll zu nehmen und an so schönen Abenden wie dem heutigen doch Sport zu treiben oder etwas anderes nettes zu unternehmen, dann müssen sie nach ihrem Scheitern auch nicht beleidigt in fiesen Bierkneipen herumhängen. Eine wie auch immer geartete „Aktion“ durchzuführen beherrschen sie nicht einmal ansatzweise. AntifaschistInnen in der Region, vor allem in Offenbach am Main, sind nun aufgerufen, sich mit Carlo C. und dessen Umfeld, seinen Aktionen und Publikationen auseinanderzusetzen.

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3 Gedanken zu “„Blaue Narzisse“: neu-rechte Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung

  1. Der unten per Trackback „Kein Zutritt für ungebetene Gäste bei der Antifa Frankfurt « Kein toter Fisch“ verlinkte Kommentar eines der Blauen Narzissen, Carlo C. aus Offenbach, ist nicht untypisch und wird deshalb ausnahmsweise hier zugelassen.
    Die der NPD-Agitation im Oktober 2007 nahestehende politische Diktion („Großmoschee“) und sein Hass auf Muslime zeigen die Ecke an, aus der er stammt. Die Formulierung „Stoodt ist ein Irrer“ ist eine argumentative Meisterleistung, würdig des Niveaus der sich sonst gerne elitär gebenden neu-rechten Blauen Narzisse.
    Zur Fragen der Theologie sind Sie mir noch eine Antwort schuldig, Calito. Erinnern Sie sich? Da kam plötzlich gar nix mehr…
    Und zur Frage der „Gottlosigkeit“: Ihre Positionen, sofern Sie sie äußern können, sind hierarchisch, elitär und anti-egalitär. Schon damit vertreten Sie Ansichten, die mit den Traditionen des Exodus, der Propheten des Alten Testaments, des Lebens, Leidens und Sterbens Jesu von Nazareth sowie den Briefen des Apostels Paulus völlig unvereinbar sind. Wer in Ihrem Sinne ernsthaft „Konservativer“ sein will, kann kein Christ sein.
    Und den „aktionistischen Widerstand“ lassen Sie mal stecken, Calito. Widerstand – Sie haben ja keine Ahnung, was das ist. Leute wie Sie schwammen schon immer mit dem Strom und behaupteten zugleich klagend das Gegenteil.
    Kleiner Literaturtipp? Klaus Gietinger, Der Konterrevolutionär. Waldmar Pabst – eine deutsche Karriere.
    Wenn Sie sich sehr anstrengen, Calito, schaffen Sie es vielleicht, im Sinne dieses Buches ein Konterrevolutionär zu werden. Das ist aber dann auch schon alles – und das inhaltliche Gegenteil von „Widerstand“.

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