1. August 2009: gemeinsam gegen Nazis und Rassisten in Friedberg und Nidda!

Im Rahmen ihres Treffens am 8. Juni hat die Anti-Nazi-Koordination einen Aufruf gegen den Friedberg-Niddaer Naziaufmarsch diskutiert, der für den 1. August angemeldet worden ist. Der Wortlaut des Aufrufs folgt unten.
Wir werden in den kommenden Tagen an einigen Stellen der Stadt Flugblätter gegen den Naziaufmarsch verteilen und  bereiten für den 30. Juni 2009, 19 Uhr, DGB-Jugendclub, eine öffentliche Info-Veranstaltung zu diesem Thema vor. Dabei werden aus Anlass des Naziaufmarschs am 1. August besonders die anti-islamisch-rassistischen Inhalte der Nazi-Propaganda in den letzten beiden Jahren, die Serie von in diesen Kontext gehörenden mehr oder weniger gelungenen Nazi-Demonstrationen (Wiesbaden 2006, Frankfurt und Nidda 2007, Mainz 2008) analysiert und der Zusamenhang mit dem Frankfurter Moscheebaustreit und seinen Protagonisten: „Hausener Bub“, Moschee-Baugegner-Initiative und Hiltrud Schröter, Wolfgang Hübner und Mina Ahadi, die „pro-„Bewegung, die NPD und die REPs bei bestehenden Unterschieden in seiner gemeinsamen rassistischen und islamfeindlichen Ausrichtung hergestellt.
Ein Diskussionspapier der ANK zur Frage des aktuellen antiislamischen Rassismus  findet sich hier: Anti-Islamischer Rassismus (PDF-Datei)

Für die Vorbereitungen von Aktionen gegen die Demonstration der Nazis am 1. August – dem 65. Jahrestag des  Warschauer Aufstands 1944 –  rufen wir alle antifaschistischen Gruppen zum gemeinsamen Vorgehen gegen die NPD auf, mit dem Ziel, ihre Demonstrationen zu verhindern. Unser Aufruf soll dazu den Beitrag leisten, in Frankfurt für den 1. August zu mobilisieren. Aktuelle Infos von den OrganisatorInnen der Gegenaktionen gegen die Nazi-Demos gibt es immer hier: www.wetterau-nazifrei.de.vu
Zum Aufruf:

Schluss mit der rassistischen Nazi-Hetze gegen Muslime!
Keine NPD-Demonstrationen in Friedberg, Nidda oder sonstwo!

Für den 1. August 2009 hat die NPD eine bundesweite Demonstration in Friedberg und Nidda angemeldet.

Unter dem Motto „Deutsche wehrt Euch – gegen Islamisierung und Überfremdung!“ knüpft die Partei der weitgehend staatlich finanzierten und geduldeten Neonazis an den NS-Slogan der antisemitischen Boykotte vom April 1933 an („Deutsche, wehrt Euch, kauft nicht bei Juden“). Sie verbindet diese antisemitische Losung der historischen NS-Faschisten mit der weitverbreiteten anti-islamischen Hetze, wie sie von der Mitte der Gesellschaft bis an deren rechte Ränder um sich greift. Die NPD versteht sich, so ihr Aufruf zu Demo am 1. August, als „Vorreiterin“ gegen die „schleichende Islamisierung“ und angebliche „Landnahme“ von Muslimen in Deutschland und möchte aus diesem Grund gegen ver-meintliche „Großmoscheen“ in Hessen mobil machen.

In den vergangenen Monaten haben wir diese Verbindung von Antisemitismus und anti-islamischen Rassismus während der Auseinandersetzung um den Moscheebau in Frankfurt-Hausen erlebt: es waren dieselben, die einerseits gegen die angebliche „Islamisierung“ Frankfurts hetzten, andererseits den Ehemann der heutigen Dezernentin für Interkulturelle Fragen im Moscheebaukonflikt wegen sei-ner Zugehörigkeit zur jüdischen Gemeinde angriffen. Europaweit sind Kräfte, die mit rassistischen, antisemitischen und antiziganistischen Parolen Stimmung machen wollen auf dem Vormarsch. Die Ergebnisse der Eurowahlen in Holland, Österreich, Dänemark, Ungarn, der Slowakei, Bulgarien und Rumänien haben das besonders deutlich gezeigt. Diese Entwicklung macht auch um unser Land keinen Bogen. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise müssen wir ihr besonders wachsam und energisch entgegentreten.

Für ihre Demonstration hat sich die NPD den 65. Jahrestag des Warschauer Aufstands (1. August 1944) ausgesucht. An diesem Gedenktag des antifaschistischen Widerstands wollen in Friedberg und Nidda der Bundesvorsitzende Udo Voigt, der Landesvorsitzende Jörg Krebs, dessen Stellvertreter Mario Matthes und weitere Funktionsträger der von Finanzskandalen und zahlreichen Strafverfahren wegen Körperverletzung und anderen schweren Delikten erschütterten Partei öffentlich auftreten. Nazis und Rassisten haben in den vergangenen 20 Jahren 136 ihnen mißliebige Menschen umge-bracht. Aus der unmittelbaren Nachbarschaft Friedbergs stammt Kevin Schnippkoweit, der im vergan-genen Jahr durch seine Klappspaten-Attacke auf eine schlafende Dreizehnjährige bekannt wurde – zur Zeit ist er schon wieder auf freiem Fuß.

Wir möchten nicht in einer Region leben, wo ein solches Vorhaben ohne heftigen Widerspruch mög-lich ist. Was wir dazu beitragen können, die NPD-Demos am 1. August 2009 in Friedberg und Nidda unmöglich zu machen, werden wir tun. Wir rufen alle Frankfurter DemokratInnen und AntifaschistInnen zu entschlossenem und gemeinsamen Handeln gegen die NPD auf. Wir werden dazu beitragen, daß möglichst viele Personen und Gruppen, die sich im Ziel der Verhinderung dieser Demonstrationen einig sind, schon im Vorfeld gemeinsame Absprachen dazu treffen.

Beteiligt Euch an den Aktionen gegen die Nazi-Demos am 1. August in Friedberg und Nidda!
Nieder mit Nazis, Rassisten und Antisemiten!

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