Wolfgang Hübner: Mentor des neu-rechten Lokal-Nachwuchses

Nach einem Bericht der FR hat Frankfurts parlamentarischer Brückenkopf der Neuen Rechten im Römer, Wolfgang Hübner, aktuell bestätigt, daß der Aktivist der „konservativ-subversiven Aktion“ (ksa) Carlo Clemens, bei ihm bzw. in seiner Fraktion ein Praktikum absolviert habe. Hübner, dem seit vielen Jahren Dinge vorgehalten werden wie seine für 1999 belegte Verbindung zu Nazi Horst Mahler, Hetze gegen AntifaschistInnen, Antisemitismus, Hetze gegen den ehemaligen grünen Stadtrat Jean-Claude Diallo sowie Nargess Eskandari-Grünberg, seine Querfrontaktivitäten gegen den Islam  gemeinsam mit der „Kommunistin“ Mina Ahadi – dieser Hübner ist ein Wiederholungs- und Überzeugungstäter, dessen Rechtslastigkeit selbst in seiner eigenen Fraktion bisweilen Anstoß erregt.

Seine Verbindungen ins schmuddelig neu-rechte Milieu sind bedeutend älter und stärker als „nur“ ein Praktikum für einen reaktionären Abiturienten, der anschließend gemeinsam u.a. mit dem Bundeswehr-Reserveoffizier und ksa-Drahtzieher Götz Kubitschek („Raki am Igman„) und rechten Ideologen Felix Menzel eine Veranstaltung mit Eskandari-Grünberg, Cohn-Bendit und Laschet stört. So wird zB. das Layout von Hübners BFF-Blättchens seit längerer Zeit von einem als „Vordenker der Neuen Rechten“ bezeichneten Claus Wolfschlag verantwortet, der bereits 2002 selbst dem Bayerischen Verfassungsschutz als Exponent der Verharmlosung des Rechtsextremismus galt. Aber nicht nur zu den BFF reichen die neu-rechten Verbindungen. CDU-Mann Thilo Stratemann zB. ermöglichte im Juni 2008 dem knallrechten Think-Tank „Institut für Staatspolitik“ eine – vermutlich städtisch subventionierte – Tagung im Frankfurter „Haus der Heimat“, dem Sitz des „Bundes der Vertriebenen“. Hier konnte sich Menzel in einem Haus der Frankfurter Saalbau AG über das Thema „Aufbau einer rechten Ikonographie“ verbreiten. Und die Freunde von IfS-Gründer und Theoretiker einer Neuauflage der „Konservativen Revolution“, Karlheinz Weissmann, saßen und sitzen zB. in Gestalt von Lorenz Jäger und anderen auch in der Redaktion der FAZ. Karlheinz Weissmann referierte übrigens im Juni 2008 ebenfalls in Erika Steinbachs „Haus der Heimat“. Eine seiner Thesen dort lautete: eine Demokratie in unsererm Sinne kann nur illiberal sein. Und Götz Kubitscheks Lebensgefährtin Ellen Kositza  referierte vor einiger Zeit bereits in den Räumen der Frankfurter „Burschenschaft Arminia“ im Rahmen einer  Vortragsreihe „Die Burschenschaft und ihr politisch-gesellschaftlicher Auftrag“ zu dem Thema: „Die desolat verkommene und wertelose Gesellschaft als Folge von Emanzipation / Feminismus – warum die deutsche Frau die Emanzipation nicht braucht.“ Leider ist es seit Jahren Praxis, daß in Frankfurt IdeologInnen dieser „konservativ-revolutionären“ Couleur immer wieder Foren geboten werden, als seien sie völlig ungefährliche, im Grunde harmlose Spinner. Das sind sie nicht.

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7 Gedanken zu “Wolfgang Hübner: Mentor des neu-rechten Lokal-Nachwuchses

  1. Ja und jetzt haben die bösen, rassistischen, reaktionären, islamophoben „Rechtspopulisten“ in der Schweiz per Volksabstimmung den Bau von Minaretten verbieten lassen.

    Schlappe 60% der Bevölkerung wollten von ewiggestrigen, jammernden und in hohem Maße faschistoid, allzeit aggressiv, gewaltbereit und auffallend intolerant auftretenden „Antifaschisten“ und ihrem gescheiterten Kulturrelativismus nichts wissen.

    Dem schnaubenden Pfarrer Stoodt wünsche ich einen schönen ersten Advent und das er erkennt, daß er es in Frankfurt auch nicht mit einer Minderheit zu tun hat, die er schäumend und mit seiner üblichen Denunziationsmasche und Einschüchterungstaktik bekämpft und unvorsichtigerweise in irgendwelche rechtsextremistischen Kreise von Dumpfbacken einsortiert.

    Das Volk beginnt aufzustehen, nur die Antifa und der Pfarrer bleiben hocken und klatschen zur blutrünstig-barbarischen Schlachtung tausender Tiere zum „Bayram-Fest“ auch noch tolleranten und super-vielfältigen Beifall.

  2. Dass die national-konservative Schweizerische Volkspartei mit ihrer Initiative gegen den Bau von Minaretten erfolgreich die Angst vor militantem Islam schürt, bedeutet noch lange keinen Volksaufstand der SchweizerInnen und ist schon gar nicht auf Frankfurt übertragbar. Die Moscheen unterliegen in der Schweiz nach wie vor keinem Bauverbot, in Frankfurt auch die Minarette nicht. Noch immer entfalten die Grundrechte ihre Wirkungskraft, wie Artikel 4 (2) des Grundgesetzes: „ Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet“ und die islamischen Gemeinden unterschiedlicher Nationalität beginnen aufgrund ihres Glaubens gemeinsame Ziele im Sinne einer gemeinsamen Kultur zu artikulieren für ein supervielfältiges Miteinander in der Stadt Frankfurt.

  3. Wunderbare Rassistenmathemathik. 57.5% bei einer Beteiligung von 54% sind also 60% der Bevölkerung.
    Aber wie soll so ein Aushifsarier auch mit arabischen Zahlen umgehen können. Da muß man sich natürlich feuchte Träume über eine Machtübernahme brauner Vollhonks in Frankfurt herbeifantasieren.
    Ich lach mich tot.

  4. Das Bauverbot für weitere Minarette hat offensichtlich Signalwirkung über die Schweiz hinaus für ganz Europa. Der Europäische Gerichtshof muss dringend überprüfen, ob ein derartiges Verbot nicht gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstößt, um einem unheilvollen Dominoeffekt zu begegnen.

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