Isolations-Jodler

Kultur der Toleranz à la „westliche Ziviliation“:
Alphorn erlaubt, Minarett verboten

 

Offensichtlich hat die Mehrheit der SchweizerInnen für die extreme Rechte gestimmt und verbittet sich künftig  Minarettbauten in ihrem ringsherum von Bergen umschlossenen Land (TV der Schweiz). Vier Minarette für 400.000 Muslime im Land – da war die Grenze des Erträglichen für die LiebhaberInnen von Käse, Jodeln, Uhren und kriminellem Fluchtkapital in ungezählter Milliardenhöhe offenbar überschritten. Zugleich scheiterte eine Volksabstimmung, mit der Exporte von Kriegswaffen verboten werden sollten.
Nettes Völkchen, die SchweizerInnen! Aber man tickt dort sowieso etwas anders. Das Frauenwahlrecht in Appenzell Innerhoden wurde ja auch erst vor wenigen Jahren gestattet.
Dieses Ausmaß an lokal-bornierter Intoleranz sollte von der EU sofort dahingehend beantwortet werden, daß der Schweiz ein Beitritt zu solch freiheitsschwangeren Bündnissen wie NATO und EU für die weitere Zukunft nur dann garantiert werden kann, wenn sich die dortigen Bergvölker künftig an die in Mitteleuropa üblichen Sitten und Gebräuche halten sowie die Einhaltung von Mindeststandards der westlichen Zivilisation, der Aufklärung, Religionsfreiheit und Toleranz einzuhalten geloben. Und die so ganz besonders um die Frauenrechte in „islamischen Ländern“ besorgte Menschen wie zB. das Führungspersonal der Hessen-CDU samt der neuen Bundesfamilienministerin sollte nun aber ganz schnell alle dortigen Sonderkonten einfrieren oder abziehen.

5 Gedanken zu “Isolations-Jodler

  1. auch wenn das verbot zum teil rassistisch motiviert ist, finde ich den rückzug religiöser symbole im stadtbild nicht verkehrt. gleiches gilt für kirchen und laut läutende glocken am sonntag.
    da sich auch unter den dächern hiesiger moscheen oft genug menschenfeindliches geäußert wird, wie ich nur allzu oft von jugendlichen muslimen bestätigt bekomme, freue ich mich nicht über neugebaute moscheen. gläubige muslime können keine mitstreiter im kampf für emanzipatorische ideen sein. erst recht, wenn es um trennung von staat und religion geht.

  2. Atheist: was aber, wenn ich mich jetzt (was ich nicht tue) über das Verbot einer Organisation von Atheisten freuen würde?

  3. >Atheist: was aber, wenn ich mich jetzt (was ich nicht tue) über
    >das Verbot einer Organisation von Atheisten freuen würde?

    Es geht nicht um das Verbot der Organisation einer Gruppierung – seien es Muslimas oder AtheistInnen – sondern um wie bereits bemerkt die Errichtung von Sakralbauten. Atheismus fällt meiner Meinung nach auch nicht unter „organisierten Aberglauben“, aber das mag sich aus theologischer Sicht anders darstellen.

    „Niemand tue etwas im Verborgenen und will doch öffentlich etwas gelten. Willst Du das, so offenbare Dich vor der Welt.“ (Joh.7,5).

  4. Sehr richtig. Und für eine Welt, in der genau das möglich ist, muß gemeinsam gekämpft werden. Sie ist (noch) nicht vorhanden. Und durch die Schweizer Entscheidung noch weiter weggerückt.
    Es ist absolut interessant zu sehen, wie schwer es Antideutschen fällt, sich von einer solchen Entscheidung des „Volkes“, das Euch doch ansosnten immer eher ein Graus ist, zu distanzieren, Mrs. Adornix.

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