Sarrazin beschmuddelt!

Thilo Sarrazin mag nicht aus der SPD austreten. Deshalb soll da nachgeholfen werden. Mehrere Berliner SPD-Organisationen fordern seinen Ausschluss. Aber Sarrazin will nicht. Sieben Stunden lang währte gerade eine parteiinterne Anhörung zu diesem spannenden Thema. Man hat dabei Sarrazin staubfein und wissenschaftlich nachgewiesen, daß er sich rassistisch geäußert hat, als er erklärte, „70 Prozent der türkischen und 90 Prozent der arabischen Bevölkerung Berlins“ mit seinem berühmten Ausspruch zu den „Kopftuchmädchen“ zu meinen. Sogar ein Gutachten des Moses-Mendelssohn-Zentrum zu Potsdam konnte ihn nicht davon überzeugen, daß sowas glatter Rassismus sei. Vielmehr meinte der sozialdemokratische Bundesbanker über dieses Gutachten laut Bericht des Tagesspiegels umgekehrt, es sei „unsauber, schleimig und widerlich„. Jeder, der das 21-seitige Gutachten des „Afterwissenschaftlers“ anfasse, „laufe Gefahr, sich zu beschmutzen„.
Hoffentlich hat er sich inzwischen die Hände gewaschen.
Oder hat er das Gutachten gar nicht erst angefasst?
Sauber, sauber,  Sarrazin!
Wir freuen uns schon auf Sie.
[Update: Das „Wiesbadener Bündnis gegen Rechts“ ruft für den 9. März, 18:30 Uhr zu einer Protestkundgebung gegen die Anwesenheit Thilo Sarrazins im Jörg-Uwe Hahns Hessischem Justiz- und Integrationsminzterium direkt vor diesem Gebäude auf: Luisenstraße 13.]

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2 Gedanken zu “Sarrazin beschmuddelt!

  1. Meines erachtens hat sarrazin ein großes Egoproblem
    oder er will einfach nur provozieren.
    sarrazin will auf Kosten anderer Aufmerksamkeit erlangen,
    leider erhält er noch viel zu viel davon,
    ein konsequentes ignorieren sarrazins wäre ein Weg. Ok,
    mein Kommentar gibt ihm auch unverdiente Aufmerksamkeit.
    sarrazin ist vielleicht sogar ein Rassist.

    Rassisten haben aber in diesem Land nichts zu suchen,
    auch deshalb finde ich diesen kämpferischen Blog
    und die guten Berichte klasse (leider erst jetzt entdeckt) sarrazin hör auf!!! Ihr macht weiter so!!!

  2. Quer-TV Video-Bericht über die Demo gegen Sarrazins Auftritt:

    Freiheit, die ich meine…Wiesbadener Diskurse so lautete das Thema einer Veranstaltung im hessischen Ministerium für Intregration. Dort durfte Thilo Sarrazin seine in der Vergangeheit gemachten rassistische Äußerungen gegen Ausländer wiederholen und präzisieren. Das Wiesbadener Bündnis gegen Rechts protestierte dagegen, dass dem früheren SPD-Finanzsenator in Berlin dafür ein Podium geboten wurde, während es angeblich darum geht Integrationspolitik in diesem Lande nach vorne zu schieben.
    CDU und FDP hatten Proteste gegen eine Einladung Sarrzins im Vorfeld dieser Veranstaltung mit dem Hinweis auf Meinungsfreiheit verteidigt.
    Die Befürchtung der Demonstranten hatte sich bestätigt. Sarrazin hat bei der Veranstaltung seine früheren Aussagen verteidigt und seine rassistische Hetze fortgesetzt.
    Gruß Willfried

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