Manolis Glezos: Ein Unrecht muß gesühnt werden.

Manolis Glezos, populärer griechischer Volksheld wegen seiner spektakulären Aktion gegen die faschistische deutsche Besatzungsmacht am  30. Mai 1941, als er deren Hakenkreuzfahne  von der Akropolis in Athen riss, wurde vor wenigen Tagen bei einem Polizeieinsatz gegen demonstrierende Gewerkschafter von den Hütern der herrschenden Ordnung verprügelt und mit Tränengas besprüht.
In deutschen Medien gilt für die derzeitige Finanzkrise in Griechenland fast durchgehend die „Erklärung“, die griechische Regierung habe sich seinerzeit auf betrügerische Weise die Mitgliedschaft in der Euro-Zone erschwindelt und sich auf Kosten aller übrigen Euro-Volkswirtschaften einen üppigen und finanziell verwöhnten Beamtenapparat geleistet, den, so zB. BILD, jetzt angeblich „wir“ bezahlen sollen.
Manolis Glezos machte kürzlich deutlich, daß nichts ferner von der Wahrheit ist.  Umgekehrt:  noch immer hat der deutsche Staat die berechtigten Forderungen Griechenlands nach Reparationen für die Zeit der faschistischen Besatzung nicht erstattet. Glezos bezeichnet diese Zeit für Griechenland als „die blutigste und erstickendste Sklaverei in den 3000 Jahren seiner bewegten Geschichte“ und rechnet dem deutschen Staat die Milliardensummen vor, die dieser mit vorgeschobenen Gründen zu zahlen sich weigert: Manolis Glezos, Ein Unrecht muß gesühnt werden.
Weitere Informationen zum Kontext: Hellas unterm Hakenkreuz 1941-1944. Die Verbrechen der deutschen Besatzer in Griechenland und die Frage der Entschädigung der Opfer – zwei düstere Kapitel in den deutsch-griechischen Beziehungen. Vortrag und Diskussion mit Martin Seckendorf, Historiker, Berlin (PDF)

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