Randale, Bambule, Frankfurter Schule …

Foto:
Adolf Heusinger, General der faschistischen Wehrmacht, ab dem 15. Oktober 1940 Chef der Operationsabteilung des Generalstabes im Oberkommando des Heeres.  Mitarbeiter des „Amt Blank“ und Mitbegründer der Bundeswehr.
(Vgl. zu seiner Person: Braunbuch. Kriegs- und Naziverbecher in der Bundesrepublik, Berlin/DDR 1965, S. 204 – 207).

Otto Köhler hat in seinem Text „Die Frankfurter (Militär-) Schule“ (Ossietzky 23/2009) auf die Wahrscheinlichkeit hingewiesen, daß die Väter der „Frankfurter Schule“ in der Mitte der 50er Jahre an der Wiederbewaffnung Deutschlands aktiven Anteil hatten. Das von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer geleitete Institut für Sozialforschung übernahm, so wird in einer von Köhler rezensierten Veröffentlichung berichtet, die Ausarbeitung für psychologische Gutachten zu Auswahlkriterien zukünftiger Offiziere der neuen deutschen Armee:
»Das Institut sollte«, so enthüllt die Autorin, »die psychologischen Tests von Offiziersanwärtern vornehmen.« Es lehnte zwar »eine unmittelbare personelle Beteiligung am konkreten Prüfverfahren« ab, es nahm aber »streng vertraulich« – das Amt Blank legte Wert darauf, die Regelungen für Staatsgeheimnisse »strikt einzuhalten« – eine vereinbarte Gesamtsumme von 7.809 DM entgegen für »Beratung und Auswahl derjenigen Offiziere, welche am Ende die Auswahl der Bewerber vorzunehmen hatten«.“
So nachzulesen in  Otto Köhlers Zusammenfassung von „Die Frankfurter Schule in Frankfurt. Eine Rückkehr nach Deutschland„.
Welcher Art diese Offiziere waren, ist ja bekannt. Der damals führende Mitarbeiter des „Amtes Blank„, das im Auftrag Adenauers die Aufstellung der Bundeswehr betrieb (und damit auch für alle personalpolitischen Fragen zuständig war), war Adolf  Heusinger (Foto oben).
Der hatte, wie Otto Köhler in seinem eingangs erwähnten Artikel erinnert,  „Hitlers Angriffsplanungen fachkundig ausgearbeitet„.
Es ist eine interessante Vorstellung, wie die Entwickler der F-Skala mit den Kollegen Heusingers und im Auftrag der Adenauer-Regierung an der neuen Bundeswehr arbeiteten. „Dabei läßt sich hinter dem Engagement des Instituts weniger eine opportunistische Kalkulation aufdecken als überzeugtes Einverständnis«, meinte dazu, alles noch verschlimmernd, Monika Boll, die Kuratorin jener Ausstellung im Frankfurter Jüdischen Museum, der die oben genannte Veröffentlichung zur Geschichte der Frankfurter Schule bis zum 10. Januar 2010 zugleich als Ausstellungskatalog diente.

Advertisements

6 Gedanken zu “Randale, Bambule, Frankfurter Schule …

  1. jaja, adorno ist ein deutscher imperialist und nazi-freund. gut, dass das die ank frankfurt mal festgestellt hat.

  2. @ich:
    Vielen Dank für Deinen argumentationsreichen Kommentar, der die, siehe oben, in einem Ausstellungskommentar des Jüdischen Museums Frankfurt vor wenigen Monaten berichteten Tatsachen, über die Otto Köhler im „Ossietzky“ berichtete, sich natürlich wie von Zauberhand in Luft auflösen lässt.
    Das Institut für Sozialforschung hat also, weil Du das sonst blöd findest, eben nicht mit dem Amt Blank zusammengearbeitet und dafür auch nicht 7809 DM kassiert. Adolf Heusinger war nicht führende Person in diesem Amt? Adorno und Horkheimer hatten im „Institut“ gar nichts zu sagen? Sie wußten von nichts? Waren ahnungslos?
    Und wo steht was von „imperialist und nazi-feund“?

  3. und wieder einmal hat die ank den schuldigen gefunden: die juden vom institut für sozialforschung sinds gewesen.

    könnt ihr nicht zumindest offen zu eurem antisemitismus stehen? hätte mehr style. dann könntet ihr auch endlich den großartigen artikel „die antideutschen haben uns zu antisemiten gemacht“ veröffentlichen. ihr deutschen opfer (des juden natürlich…).

  4. @anti-ffm:

    Schwer verwirrter Kommentator – was genau wirfst du uns eigentlich vor?
    Und wie verhältst Du Dich zu den oben genannten Fakten?
    Sind das in Deinen Augen einfach Fälschungen der die Weltherrschaft anstrebenden Hamas oder was?

    Du verhältst Dich hier nach dem Motto: wer keine Argumente hat, der quengelt einfach ein bißchen rum …

  5. „Otto Köhler … auf die Wahrscheinlichkeit hingewiesen“

    Adorno hat war nachweislich gegen die Militarisierung und hat mit Sicherheit nicht daran mitgearbeitet.

    Liebe ANK, die Blog-Beitrag kann man wohlwollend als „schwammig“ und „schlampig recherchiert“ bezeichen, in Wahrheit sind diese Recherchemängel wohl Absicht und damit blanker Antisemitismus.

  6. So so, Hermann Weber, wir haben also schwammig und schlampig recherchiert und sind deshalb „blanke Antisemiten“?

    Noch mal ganz langsam:

    das obige Posting „Randale, Bambule, Frankfurter Schule“ zitiert zustimmend einen Artikel des vielleicht auch Dir bekannten Journalisten Otto Köhler, veröffentlicht im „Ossietzky“. Das habe wir verlinkt, Du kannst es kontrollieren.
    Der Artikel von Otto Köhler wiederum entnimmt die im Kern hier zitierte Aussage einem kürzlich erschienenen Ausstellungskatalog des Jüdischen Museums Frankfurt, demzufolge das Institut für Sozialforschung einen Auftrag des Amt Blank angenommen und durchgeführt sowie bezahlt bekommen hat.
    Das und nichts anderes steht hier. Die dementsprechenden Links in unserem Text stehen Deiner Kontrolle offen.

    Wenn Du der Ansicht bist, das Jüdische Mueseum Frankfurt verbreite in seinem Ausstellungskatalog zur „Rückkehr der Frankfurter Schule“ blanken Antisemitismus, dann wende Dich doch bitte mit dieser Anklage dorthin.

    Im Übrigen wäre es vielleicht sinnvoll, mit dem wichtigen Begriff des Antisemitismus sachgerecht umzugehen.
    Für Dich scheint er so etwas wie eine Schrotflinte zu sein. Das nützt vielleicht Dir – kurzfristig und emotional.
    Auf der Sachebene trägt es nichts bei, sondern schadet nur.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s