PEGIDA erneut gegattert. Lügen aus Heidis Mund….

Man kann es kurz machen: PEGIDA hat erneut, übertönt von etwa 1500 Menschen unterschiedlichster Gruppen, in einem Rassistenfreigehege an der Katharinenkirche eine Kundgebung simuliert, von der selbst die TeilnehmerInnen nur Bruchteile verstanden haben dürften. Die Organisation seitens der AntifaschistInnen, darunter vieler migrantischer Gruppen, der ANK, und vieler anderer, war besser vorbereitet und klappte gut. Die von Mund lauthals angekündigte Demonstration blieb kleinlaut aus. Stattdessen sang man wieder händchenhaltend die Nationalhymne. Ein wenig erinnert das schon an den Morgenkreis im Kindergarten. PEGIDA, etwa 80 Personen, demonstrierte erneut mit Stefan Jagsch (NPD Hessen) und weiteren offenen Nazis gemeinsam, darunter einem seltsamen Verein namens „Antikapitalistisches Komitee Hessen“ (update: bei der unter dem Transparent „Antikapitialistisches Komitee Hessen“ auftretende Gruppe [Fotos: http://peter-juelich.photoshelter.com/gallery-image/20150209-PEGIDA-Demo-Frankfurt/G0000fs1e7Mhe4MQ/I0000uFR5TGtWoAQ%5D handelte es sich um ca. 10 Nazis aus dem „Freien Netz Hessen“. Ihre Positionen können unter dem Nazi-Link israelmordetinfo.fatcow.com nachgelesen werden. Dieselben Nazis wollen auch am 18.3. bei den Blockupy – Aktionen anlässlich der EZB-Eröffnung aktiv werden und behaupten, ungestört am zurückliegenden Blockupy-Festival teilgenommen zu haben.). Die Behauptung von H. Mund, sie wisse nicht, wer Jagsch ist, (war und) ist lächerlich. PEGIDA Frankfurt ist genau wie Kagida (Kassel) nichts anderes als eine Art Naziaufmarsch 2.0 samt neurechtem und seit Jahren bekannten islamhassenden Rassistenanhang. Und genauso sollten und werden wir dieser Ansammlung von hassgesteuerten Menschen auch weiter entgegentreten: bunt, kämpferisch, solidarisch, laut und gut gelaunt. Nicht zuletzt die selbstgemalten Demotransparente sollen hervorgehoben sein, auf denen zB. stand „Jetzt muck ja net uff, du Heidi, du…!“ oder auch „Für die Einrichtung eines Dresdner Kalifats!“, sowie, theologisch grenzwertig, aber witzig: „Jesus hasst Euch!“ und so weiter und so fort. Wenn PEGIDA noch einige weitere Male auftreten sollte – dem Vernehmen nach soll es in zwei Wochen weitergehen, während man zu Rosenmontag anscheinend keine Angst vor der „Islamisierung des Abendlandes“ hat, oder umgekehrt Angst hat, im Karnevalstrubel quasi gar nicht mehr weiter aufzufallen – wenn PEGIDA also noch einige Wochen so weiter macht, wird dieser Verein einen kleinen Beitrag dazu geleistet haben, die Linke in Frankfurt so richtig gut in den Frühlings-Schwung gebracht zu haben.

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2 Gedanken zu “PEGIDA erneut gegattert. Lügen aus Heidis Mund….

  1. Moin,
    könnte ich evtl. alle Links haben, die der/die Autor*in des Textes gerade zur Hand hat zum Thema Nazis und Blockupy? Bräuchte das, danke.

    Drum bitten ist einfacher als selber suchen ;)

  2. Hallo, das Thema ist in dieser Brisanz auch für uns erstmal neu. Wenn Du Dir die Seite http://www.israelmordet.info/?page_id=4 anschaust, siehst Du eine ganze Reihe rechter und faschistischer Organisationen versammelt, zu dem auch das „Freie Netz Hessen“ mit verschiedenen regionalen Unergruppen gehört. Das Freie Netz Hessen wiederum kündigt auf der Seite http://israelmordetinfo.fatcow.com/netz/category/ezb/ an, Aktionen an der EZB mitmachen zu wollen. Folgerichtig twittern die Nazis des FN Hessen bereits seit einiger Zeit unter dem hashtag #18nulldrei (Datum der Aktionen gegen die EZB-Eröffnung). Den „nationalen Antikapitalismus“ erläutern u.a. die Jungen Nationaldemokraten unter der Überschrift „Völkische Diversität statt Zwangsgleichheit“ (http://israelmordetinfo.fatcow.com/netz/voelkische-diversitaet-statt-zwangsgleichheit/#more-837). Unter http://israelmordetinfo.fatcow.com/netz/18-maerz-2015-eroeffnungsfeier-ezb-in-frankfurt-a-m/ gibt es ein eigenes Logo dafür – glleich danach kommt dann ein Text „gegen das Erstaufnahmelager in Büdingen“. Da die Nazis wohl schon ahnen, daß ihre Präsenz unerwünscht ist, schreiben sie selber: „Einige fantasieren schon von “laufenden Nazis”. Von unserer Seite bleibt eines klar: Wir suchen keine Eskalation und werden uns nicht die antikapitalistische Stimme durch gewalttätige Gruppen nehmen lassen.
    Wir werden friedlich, aber bestimmt unsere Aktionen durchführen und wie bereits beim Blockupy-Festival auch das Gespräch mit anderen Menschen suchen. Es darf kein Platz für Chauvinismus und Gewalt innerhalb einer Bewegung sein, die vorgibt, sich gegen Ausgrenzung und Intoleranz zu positionieren.
    “ (http://israelmordetinfo.fatcow.com/netz/akh-angst-vor-unserer-anwesenheit/) und behaupten damit, beim Blockup-Festival im letzten Herbst unerkannt an Diskussionen teilgenommen zu haben. Ferner behaupten sie, an den Aktionen vor der EZB am 22. November beteiligt gewesen zu sein: „Im Zuge des Blockupy-Festival “#talk #dance #act” kam es heute zur Aktion “Umzug zur neuen EZB – Wir packen mit an!” an der sich etwa 2000 Menschen beteiligten. Neben vielen Anhängern linker Parteien und Organisationen äußerten auch einige Aktivisten vom “Antikapitalistischen Kollektiv Hessen” ihre Solidarität gegen die Krisenpolitik der EZB . Während der Demonstration kletterten einige Menschen über die Zäune der neuen EZB, warfen Farbbeutel auf das Gebäude und äußerten kreativen Widerstand.“ (http://israelmordetinfo.fatcow.com/netz/ffm-protest-gegen-ezb-neubau/). Im Zusammenhang eines anderen Postings warnen die „nationalen Antikapitalisten“ sogar vor „verkürzter Kapitalismuskritik“: „Gerade in Zeiten der transnationalen Krisen, der immer globaleren Mechanismen der Ausbeutung, reicht es nicht länger, sich auf seine eigene Heimat zu beziehen. Die Besinnung auf den Schutz des Eigenen führt in der globalisierten Welt nicht zur Lösung der Probleme, im Gegenteil – Ansprüche auf Besitz und Reichtum verschärfen diese noch. So ist es auch für uns als Kollektiv vieler verschiedener Menschen aus der nationalen Bewegung notwendig, keine verkürzte Kapitalismuskritik an den Tag zu legen, sondern die komplexen Vorgänge auf der ganzen Welt zu begreifen und zu kritisieren. Dieses System produziert Krisen und Kriege, die Nationen dürfen nicht zum Spielball dieser Politik werden und die Gemeinschaften nicht die Melkkuh der Profiteure. Wir werden bis zur EZB Eröffnung einige Aktionen durchführen und versuchen, auch die nationale Bewegung in Deutschland und Europa auf die bevorstehende Demonstration am 18.03. vorzubereiten. Diese wird von Blockupy-Aktivisten angemeldet und durchgeführt. Weitere Termine von uns selbst, welche nicht mit Blockupy verbunden sind, geben wir bei Zeit bekannt.“ (http://israelmordetinfo.fatcow.com/netz/ffm-protest-gegen-ezb-neubau/).

    Nebenbei bemerkt: die ostentativ völkisch-antisemitische Orientierung der Gruppe hat sie offenbar nicht gehindert, bei PEGIDA freundliche Aufnahme zu finden, wo man bekanntlich gerne mit Israelfahnen wedelt und mit Avituv Rotem ein offenbar besonders enger Freund von Super-Heidi vor drei Wochen ein Mensch ins Mikropohon brüllte, er sei ein stolzer Israeli und stolzer deutscher „patriot„, während nach seiner Ansicht AntifaschistInnen die heutigen Nazis seien. In der NPD soll es daaufhin zu Zerwürfnissen gekommen sein. Das wiederum hinderte Stefan Jagsch (NPD) und das Freie Netz Hessen nicht, erneut mit Super-Heidi im Kreis zu stehen und die deutsche Hymne zu singen. Die dritte Strophe natürlich, solistisch vorgetragen von jener Heidi, die jedesmal wieder beteuert, mit Nazis nichts zu tun haben zu wollen und Hitlers „Mein Kampf“ mit dem Koran vergleicht.
    Nazis schlucken fette Kröten und Heidi muss wirklich völlig blind sein oder unverfroren lügen.
    Bald ist Karneval vorbei.

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