Die Bertelsmann-Stiftung möchte sich nicht von Heidi Mund distanzieren ….

Nachdem vor einiger Zeit klar geworden war, dass Heidi Mund, Anmelderin der Frankfurte PEGIDA-Demos, 2009 als Frankfurter Berufsschullehrerin mit einem Integrationspreis der Bertelsmann-Stiftung ausgezeichnet worden war, wurde diese auf die heutige Rolle von H.Mund hingewiesen und zu einer Stellungnahme aufgefordert. Die Antwort lautet: die Bertelsmann-Stiftung wird sich zur „privaten“ Tätigkeiten von Mund nicht äußern. 

Das ehemalige Integrationsengangement von Mund ist inzwischen durch ihr von Bertelsmann als „privat“ bezeichnete Anmeldung von Hetz- und Hasskundgebungen sowie durch nationalistische Auftritte vor Rassisten und Nazis zwar völlig bedeutungslos. Und Munds Rolle als Anführerin von PEGIDA ist wahrlich nicht „privat“, sondern mindestens so öffentlich wie die von Bertelsmann ausgezeichnete frühere Tätigkeit der heutigen Rassistin. Das scheint Bertelsmann aber egal zu sein. Zudem ist es alarmierend, dass Mund offenbar nach wie vor ihr Jugendbildungsprojekt „Firmamus“ betreibt, auch wenn dessen Homepage seit etwa drei Wochen vom Netz ist. DAS möchte Mund wohl als ihre Privatangelegenheit behandelt wissen, während ihre Tiraden auf der Frankfurter Hauptwache zumindest öffentlich sein sollen. Daß das regelmässig im Protest von Hunderten GegendemonstrantInnen untergeht, ist deren und wahrlich nicht das Verdienst der Bertelsmann-Stiftung. Bei der Stiftung scheint die Welt auf dem Kopf zu stehen.

Die Bertelsmmann-Stiftung wird hiermit öffentlich aufgefordert, sich vom Kopf auf die Füsse zu stellen und sich öffentlich von der öffentlichen rassistischen Hetze ihrer Integrationspresiträgerin 2009 zu distanzieren.

Hier der Wortlaut eines Schreibens der Bertelsmann-Stiftung:

 

herzlichen Dank für Ihre Mails an uns mit dem Hinweis auf die Aktivitäten von Frau Heidemarie Mund als Sprecherin von PEGIDA in Frankfurt.
 
Frau Mund ist von uns vor Jahren für ihr damaliges Integrationsprojekt in Frankfurt ausgezeichnet worden, wie Sie schreiben. Das liegt einige Jahre zurück. 
 
Ihre heutige politische Betätigung kann von uns nicht kommentiert werden und bleibt ihre private Angelegenheit. Insofern können wir uns nicht öffentlich von ihr distanzieren. Ich denke ebenfalls, dass ein solcher Schritt eine mögliche Debatte nur unnötig anfachen würde. Wir beobachten diesen Fall gleichwohl aufmerksam, ich danke Ihnen deshalb ausdrücklich für Ihren Hinweis.

 …
Die Position der Bertelsmann Stiftung zu Integrationsfragen bleibt davon völlig unberührt. … 
 
Ich hoffe auf Ihr Verständnis, dass wir zu Frau Mund nicht öffentlich tätig werden.

 

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