30. März: Heidi Munds „Freie Bürger“ bauen weiter ab. Gegenaktionen weiter notwendig!

Am Montag Abend trafen sich nur noch 30 bis 40 „Freie Bürger für Frankfurt„, dem Nachfolgeprojekt der in der Stadt nach eigenem Eingeständnis gescheiterten PEGIDA-Bewegung. In einer Veranstaltung der letzten Woche hatte Wolfgang Hübner, bisher noch „Freie Wähler“ (FW)  in einer Rede, deren Wortlaut uns vorliegt, angekündigt, bei den kommenden Kommunalwahlen nicht mehr für die FW antreten zu wollen, sondern den Begriff der „Freien Bürger“ für sich und seine Gruppierung nutzen zu wollen. Hübner nahm gegen Ende der Rassistekundgebung denn auch an ihr teil. Dazu passt auch, daß Matthias Mund, Ehemann der derzeitigen PEGIDA-Ersatzorganisation in Frankfurt, mit Hübner gemeinsam in derselben Fraktion der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung aktiv ist. Trotz aller taktischen Distanz zu den absehbaren Verlierer_innen um die islamhassende religiöse Fundamentalistin Heidi Mund steht Hübner offenbar durchaus hinter deren Positionen.

Auf dem Römerberg standen der Handvoll „Freier Bürger“ 600 – 700 Gegegendemonstrant_innen  gegenüber.  Die Anti-Nazi-Koordination (ANK) kritisiert die massiven Personen-  und Taschenkontrollen durch die Polizei im Vorfeld. Insbesondere wurden  migrantisch aussehende  Personen kontrolliert. Zur Erinnerung an die Polizei: racial profiling ist vom Bundesverfassungsgericht  untersagt  worden!
Außerdem erinnert die ANK daran, dass Oberbürgermeister Feldmann  noch vor 2 Monaten auf dem Römerberg mal wieder feierlich verkündet hat, dass es hier in Frankfurt keinen Platz für Rassisten gebe. Bei der jetzigen  Kundgebung  der Rassist_innen am selben Ort wurden keinerlei Massnahmen der Stadt getroffen, die Kundgebung zu verhindern oder auch nur kritisch zu begleiten. Die rassistische Propaganda  ging dieses Mal sogar von der Stelle aus,  an der die Plakette  zum Gedenken an die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933  auf dem Römerberg eingelassen ist. Das scheint dem Magistrat aber egal zu sein. Ordnungsdezernent Uwe Becker (CDU) wurde gesehen, wie er gegen 16 Uhr fluchtartig den Römerberg verliess. Irgendwelche sonstigen Honoratior_innen des „Römerbergbündnis“ wurden erwartungsgemäß nicht aktiv. Die am 26. Januar erfolgte Feier ihrer selbst scheint ihnen zu genügen. Die Gegendemonstrationen kamen seither nicht nur ohne sie aus, sondern werden regelmäßig und ohne jede Widerrede oder auch nur kritischen Kommentar durch zB. OB Peter Feldmann (SPD) durch die Frankfurter Polizei schikaniert, wie auch diesmal wieder.

Eine mögliche  Demonstration der „Freien Bürger  für Deutschland“ wurde durch das entschiedene Auftreten der Gegendemonstrant_innen verhindert. Dieser Erfolg  wurde daraufhin mit einer Spontandemonstration  Richtung Hauptbahnhof gefeiert.

Heidi Mund kündigte für Samstag,11.4., 15:30 hren nächsten Auftritt an – Ort noch unbekannt. Die ANK meldet für die nächsten Montage Plätze in Frankfurt an, um das weitere Auftreten der  Pegida Ableger zu verhindern und ruft zu weiteren  erfolgreichen Störaktionen auf. Unterstützt uuns dabei, die Rassist_innen und ihren Nazi-Anhang endgültig zu einem Kapitel der Vergangenheit in Frankfurt zu machen!

Haltet Euch über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden. Wir informieren Euch über alle weiteren Entwicklungen.

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2 Gedanken zu “30. März: Heidi Munds „Freie Bürger“ bauen weiter ab. Gegenaktionen weiter notwendig!

  1. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, nach der Veranstaltung mit etlichen „freien Bürgern“ (und sehr vielen Polizisten) in der U4 Richtung Bornheim zu fahren. Sie jammerten in den höchsten Tönen, sie wären von „den Linksfaschisten“ bedroht und angegriffen worden („Die gehen zu zehnt auf einen, da hat man keine Chance“ – komisch nur, dass in keinem einzigen Bericht, weder von der Polizei noch in der Presse, von derartigen Übergriffen zu lesen war). Zudem versuchten sie, mich und andere scheinbar Unbeteiligte zu agitieren. Als ich fragte, ob sie den Quatsch mit der Islamisierung Deutschlands wirklich glauben, erzählte einer als „Beweis“ im Brustton der Überzeugung, das könne man schon daran sehen, dass es in Hamburg bereits mehr Moscheen als katholische Kirchen gebe. Dieser dramatische Umstand ließ mir dann doch keine Ruhe, und ich habe das zu Hause nachgeprüft: Hamburg verfügt über 42 kath. Kirchen und 27 Moscheen. Soviel zum Thema Fakten in Nazihirnen.

    Beim Aussteigen verabredeten sie sich übrigens für den 11.4., das habe ich mittlerweile auch an anderer Stelle schon gelesen (15 Uhr 30, Ort ist noch unklar). Bis dann also!

  2. Ich wurde mit einem Freund am Römer zu Beginn der Gegendemonstration mit 6 Polizisten zu Seite gebeten und eingekreist. Es wurden sofort die Ausweise verlangt. Als ich den Grund dafür hinterfragte, erhielt ich nur mit Nachdruck zu hören, sie möchten meinen Ausweis sehen, damit sie mir auch glauben könnten , diejenige zu sein die ich vorgäbe. (Ich hatte noch gar nicht meinen Namen genannt) . Ich fragte ob diese freien Bürger auch ihre Ausweise zeigen müssten. Immerhin sind dort die Flaggen einiger bekannter rechtsradikaler Hooligansvereinigungen gehisst. Ebenso zeigten dort in den vergangenen Montagen einige sogar den Hitlergruss. Daraufhin sagte mir der Beamte, der mir nicht seinen Namen verraten wollte, diese würden nicht mit Flaschen und Fahrrädern schmeißen. Mein Verhalten sei ihm nun zu suspekt und deswegen sollte ich entweder sofort meinen Ausweis vorzeigen, oder ich würde mitgenommen auf die Wache. Dort würde ich von einer weiblichen Polizistin körperlich durchsucht werden. Er selbst wollte mir seinen Namen nicht nennen, wollte mir auch keinen Kugelschreiber geben um seine Dienstnummer auf zu schreiben.
    Nette Einschüchterungstaktik !! Wieder mal der Beweis- Deutsche Polizisten schützen die Faschisten!
    Meinen Ausweis habe ich dann vorgezeigt,ich wurde überprüft- Er war sicherlich traurig und enttäuscht ,dass ihn sein detektivisches Gespür mal wieder im Stich gelassen hat. ….Sicherlich wird es beim nächsten Einsatz der Pfeffersprayflasche die für ihn ausgleichende Gerechtigkeit geben.

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