9. April 1945: Ermordung des Theologen und Antifaschisten Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenbürg

Heute vor siebzig Jahren wurde der evangelische Theologe und antifaschistische Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer im KZ Flossenburg ermordet. Horsta Krum nimmt aus einer linken Perspektive zu Leben und Weg Bonhoeffers Stellung, der ihn vom großbürgerlich-gemäßigten Nationalismus über den Pazifismus bis hin zur Befürwortung von Gewalt gegen den Nazifaschismus führte. Zu dieser Frage wäre ein Verweis auf Domenico Losurdos Untersuchung zur Dialektik von religiös begründeter Gewaltlosigkeit und Gewalt (Abolitionisten und Non-Resistance-Movement in den USA und Grossbritannien des 19./20. Jahrhunderts, Gandhi, Martin Luter King) zu verweisen, dem er die historisch-materialistische Traditionslinie kontrastierend gegenüberstellt (Domenico Losurd0,  Gewaltlosigkeit, Berlin 2015). Im letzten Abschnitt wird zu Recht auf die mehr als problematische Rezeption Bonheffers im mainstream von Theologie und Kirche heute hingewiesen. Die gesellschaftliche Rechte in Deutschland konnte sich auf Bonhoeffer nie ernsthaft berufen und hat sich auch nie wirklich mit ihm versöhnt. So bezeichnete ein CDU-Amtsträger in Baden-Württemberg noch vor wenigen Jahren Bonhoeffer als „ganz gewöhnlichen Landesverräter.“ Zum Artikel von  Horsta Krum, „Dem Rad in die Speichen fallen“. Als Christ muß man nicht nur trösten, sondern auch eingreifen.

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